Canon EF 24mm f/1,4 L USM II
Kaufpreis: 1.500 EUR
Ausstattung: 87 Punkte
Relation Preis/Ausstattung: 51 Pkte
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Gewicht / Baulänge: 650 gr / 8,7 cm
Filtergröße: 77 mm
Nahgrenze: 25 cm
Abbildungsmaßstab:  0,17

 

Ausstattungsmerkmale     Hinweise / Links
mittleres Gewicht (o), sehr lichtstark (++), sehr geringe Nahdistanz (++), Festbrennweite (o), mittlerer Abbildungsmasstab (o), Ultraschall-Motor (+), Innenfokussierung (+), Bildkreis für Vollformat (++), gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet (+), sehr hohe Fertigungsqualität (++), Vollzeiteingriff Fokussierung (+)
   
Markteinführung Dez. 2008
Canon Museum
> passende Köcher & Schutzdeckel
       
das Objektiv eignet sich besonders für     ähnliche Objektive
       
> Landschaft > Architektur
> Feiern und Innenaufnahmen

 

   
Canon TS-E 24mm f/3,5 L Canon TS-E 45mm f/2,8
Canon EF 35mm f/1,4 L USM    

Infos zu Ausstattungsmerkmalen/Punkten / alle Angaben ohne Gewähr


Optische Qualität an der EOS 5D Mark II

 

Auflösung



 

bestes Ergebnis
100%-Ausschnitt

Offenblende
100%-Ausschnitt

24mm - f5,6 - ISO 100 - erw. Zentrum

24mm - f1,4 - ISO 100 - Bildzentrum

Hinweis: für den Zugriff auf die voll aufgelösten Testbilder ist eine Mitgliedschaft im offenen Objektivtest erforderlich.

bestes Ergebnis
vollaufgelöstes Testchart

Offenblende Endbrennweite
vollaufgelöstes Testchart

24mm - f8 - ISO 100

24mm - f1,4 - ISO 100

 

Beispiel Fasan
vollaufgelöste Bilddatei

Beispiel Insekten
vollaufgelöste Bilddatei

24mm - f2 - ISO 100

24mm - f2 - ISO 100

 



Canon hat sein lichtstärkstes Weitwinkelobjektiv renoviert und ihm die Version Mark II spendiert. Neu ist eine asphärische und eine UD-Linse  (Ultra-Low-Dispersion) dazu gekommen, somit hat das 24mm/1,4 Mark II jetzt zwei von jeder Sorte. Die ashpärischen Linsen sollen für eine geminderte sphärische Aberration und die UD Linsen für eine stärkere Unterdrückung der chromatischen Abberation (Farbsäume) sorgen. Zusatzlich hat Canon das Objektiv nun mit einem Staub- und Spritzwasserschutz versehen.

Ausserdem hat der Hersteller dem Objektiv auf der Rückseite der Vorderlinse das erstmals eingeführte SWC (Subwavelength Structure Coating) spendiert. Diese Vergütung soll durch Mikrostrukturen unterhalb der Lichtwellenlänge vor allem Phantombilder durch Sensorreflexion unterdrücken. Wie wir unten zeigen, scheinen die Massnahmen jedoch von wenig Erfolg gekrönt zu sein.

Auflösung

Auflösungschwächen sind ausgerechnet bei der lichtstarken Offenblende bereits im Zentrum auszumachen- nicht weiter verwunderlich, denn damit haben auch andere, entsprechend schnelle Objektive zu kämpfen. Bedauerlich nur, dass hier der Vorgänger noch stärker ist. Um eine Stufe abgeblendet erreicht die Mark II jedoch im Zentrum eine hohe Auflösung und zieht im erweiterten Bereich ab f2,8 nach. Unterm Strich über alle Blenden gesehen tut sich im Vergleich zum Vorgänger praktisch nichts - 1.833 zu 1.831 Linien ("Mark I") zeigen die Pattsituation auf.

Farbsäume und Geisterbilder

Entgegen der Hersteller-Aussagen konnten wir praktisch keine Unterschiede bei den chromatischen Abberationen ausmachen - kritische Blicke entdecken bei Offenblende schon im Bildzentrum Farbsäume, die naturgemäss im Randbereich zunehmen und dort - wie am Vorgänger - bis 5 Pixel Breite einnehmen.

Bei nächtlichen Lichtquellen und längerer Belichtungszeit sind an der Mark II deutliche Geisterbilder durch Rückspiegelung am Sensordeckglas auszumachen. Diese im Bild gedoppelten Lichtquellen zeugen nicht unbedingt von der Effektivität des Subwavelenght-Coatings. Auffällig bei Sternen im Randbereich sind kleine Ausreisser in der punktförmigen Struktur, die dann wie kleine Ufos aussehen - ein Phänomen, das wir auch an anderen lichtstarken Weitwinkel- bzw. Normalbrennweiten ausmachen konnten - offenbar eine Art sphärische Abberation schräger Ebenen, die ab f2,0 abgemildert und ab f2,8 regelmässig verschwindet. Bei Tageslicht mit Sonneneinstrahlung war das Phänomen so jedoch nicht auszumachen und auch Linsenflecken hielten sich im Zaum. Dennoch können wir kaum von wahrnehmbaren Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger sprechen.

Mit 3,2 EV an Offenblendvignettierung muss der Fotograf leben, kann den Randlichtabfall ab f2,0 auf 1,7 EV und im nächsten Schritt bei f2,8 auf 1,3 Blendenstufen abmildern - auch hier konnten wir keinen signifikanten Unterschied zum Vorgänger ausmachen.

Konstruktion

Konstruktiv bietet das 24/1,4 II solide "L"-Qualität - es wirkt fertigungstechnisch überzeugend, verfügt über einen breiten und weich laufenden Scharfstellring und eine Gummidichtungsring am Bajonettanschluss gegen Spritzwasser und Staub. Im Lieferumfang ist eine Streulichtblende und ein Lederbeutel enthalten.

Die acht Blendenlamellen sorgen bei Offenblende für ein sehr weiches und harmonisches Bokeh im Unschärfebereich.

Fazit

Sowohl bei der Auflösungsleistung als auch den übrigen Kriterien konnten wir praktisch keine Unterschiede zum Vorgänger ausmachen. Was die Frage aufwirft, warum Canon eine "Mark II" überhaupt entwickelt hat. Wer auf den Staub- und Spritzwasserschutz verzichten mag, der kann getrost zum wesentlich günstigeren Vorgänger greifen - soweit man ein einwandfreies Exemplar im Gebrauchtmarkt findet. Ansonsten gibt es zu dem lichtstarken Weitwinkel keine Alternative und man muss mit gewissen Schwächen (etwas weichgezeichnete Offenblendleistung) leben - Trotz Experten-Bonus sind - wie beim Vorgänger - nicht mehr als 3,5 Wertungssterne für die optische Leistung drin.

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Informationen zum Testverfahren

 

 Kommentare zum Objektiv

Derzeit sind hier 8 Kommentare vorhanden:
 

Deltus: 
(13.07.2013, 22:23 Uhr)

Stefan: 
(29.01.2013, 18:01 Uhr)

Olaf Reichardt: 
(25.10.2012, 17:26 Uhr)

Olaf Reichardt: 
(25.10.2012, 17:26 Uhr)

Michael: 
(29.09.2011, 17:33 Uhr)

Uli: 
(22.08.2011, 09:32 Uhr)

Stefan_tf: 
(20.03.2011, 11:32 Uhr)

: 
(12.10.2009, 14:12 Uhr)

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