Canon EF 16-35mm 4L IS USM
Kaufpreis, ca.: 1.050 EUR
Ausstattung: 101 Punkte
Relation Preis/Ausstattung: 100 Pkte
Kauflinks: Amazon
Preissuchmaschine
Ebay
Gewicht / Baulänge: 615 gr / 11,2 cm
Filtergröße: 77 mm
Nahgrenze: 28 cm
Abbildungsmaßstab:  0,23

 

Ausstattungsmerkmale     Hinweise / Links
mittleres Gewicht (o), normal lichtstark (o), sehr geringe Nahdistanz (++), kleiner Zoombereich (o), mittlerer Abbildungsmasstab (o), Ultraschall-Motor (+), Innenfokussierung (+), Bildkreis für Vollformat (++), Innenzoom (+), gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet (+), Drehzoom (+), sehr hohe Fertigungsqualität (++), parfokal (+), Vollzeiteingriff Fokussierung (+), Bildstabilisator (++)
   
Markteinführung Juni 2014
Canon Deutschland
> passende Köcher & Schutzdeckel

 

       
das Objektiv eignet sich besonders für     ähnliche Objektive
> Landschaft > Architektur
> Feiern und Innenaufnahmen

 

   
Canon EF 16-35mm f/2,8 L USM Canon EF 17-40 f/4,0L USM
Canon EF 16-35mm f/2,8 L II USM Canon EF 20-35mm/3,5-4,5 USM

hier gibts Info

Neu: Traumflieger-Videos zu Kamera-Equipment !

Infos zu Ausstattungsmerkmalen/Punkten / alle Angaben ohne Gewähr
 
 
Optische Qualität an der EOS 5D Mark II


 

bestes Ergebnis
100%-Ausschnitt

Offenblende Startbrennweite
100%-Ausschnitt

24mm - f5,6 - ISO 100 - Bildzentrum

16mm - f4,0 - ISO 100 - Bildzentrum


Hinweis:
für den Zugriff auf die voll aufgelösten Testbilder ist eine Mitgliedschaft im offenen Objektivtest erforderlich.

bestes Ergebnis
vollaufgelöstes Testchart

Offenblende Startbrennweite
vollaufgelöstes Testchart

24mm - f5,6 - ISO 100

16mm - f4 - ISO 100

 

Beispiel Outdoor1
vollaufgelöste Bilddatei

Beispiel Outdoor2
vollaufgelöste Bilddatei

16mm - f4 - ISO 400

35mm - f4 - ISO 400

> Direktvergleich 100%-Beispiele RAW (5D Mark 3) für Mitglieder
(Vergleich zum 16-35/2,8 II, 17-40/4,0, Standard-L-Zooms, Tokina 16-28mm/2,8, EF-S 10-18mm/4,5-5,6 und weitere Objektive)
 


Auflösungsstarker Weitwinkel

Obwohl Canon zwar schon einige L-Weitwinkel-Zooms offeriert, sah der Hersteller offenbar die Notwendigkeit, ein weiteres mit dem hier getesteten Canon 16-35mm/4,0L IS USM anzubieten. Und dies völlig zu recht, denn sowohl das Canon 16-35mm/2,8L II USM als auch das Canon 17-40mm/4,0L USM zeigen am Vollformat deutliche Randauflösungsschwächen, die das neue 16-35'er ausgemerzt hat. Endlich kann man sagen, denn jetzt steht ein relativ leichtes Weitwinkelzoom zur Verfügung, das im Prinzip in allen Disziplinen punkten kann.

Wer jetzt auf die Randschwäche bei 16mm und Offenblende in den Testwerten aufmerksam wird, sollte die Leistung im Outdoorbeispiel beachten. Beim Labortest müssen wir bei 16mm so dicht ans Testchart heran, dass dort schon erste Bildfeldwölbungs-Effekte zuschlagen. Wir machen das aber aus Kompatiblitätsgründen. Tatsächlich ist auch der Randbereich bei 16mm und Offenblende überraschend hochaufgelöst, wenn auch noch nicht ganz perfekt.

Moderate Farbsäume und Vignettierung

Die Vignettierung liegt bei 16mm und Offenblende bei 2 Lichtstufen, was für den Bildwinkel am Vollformatsensor relativ gering ausgeprägt aber bei kritischen Motiven noch erkennbar ist. Die Abdunkelung greift jedoch nur in den äussersten Ecken, während das 17-40/4,0L stärker ins Bild ragende Vignettierungen und das 16-35/2,8 II erheblich auffälligere Schattierungen aufweist. Weiter abgeblendet bzw. in grösseren Brennweiten verschwindet die Randabdunkelung am 16-35/4'er aber gänzlich.

Farbsäume sind mit bis zu 5 Pixel an harten Kontrastlinien erkennbar aber sie sind farblich weniger auffällig als an den Vorgängern ausgeprägt. Auch hier ist eine deutliche Optimierung zu erkennen. Verzeichnungen sind in der Startbrennweite leicht tonnen- und in der Endbrennweite etwas kissenförmig ausgeprägt. Sonderlich stark verzeichtnet das 16-35'er ab nicht.

Linsenflecken bei Gegenlicht (sonnige Landschaft bei Tage) konnten wir nur in geringfügigem Ausmaß feststellen, sie waren nicht besonders auffällig. Anderes haben wir etwa am Canon 24-105mm/4,0L IS USM oder dem Tokina 16-28mm/2,8 festgestellt, wo sie teils wirklich störend um die Sonne herum aber auch im Bild verteilt auftreten können. Abgeblendet zeigt die Sonne am Canon 16-35/4'er schon ab f8 wunderschöne, harmonische Sonnenstrahlen.

4-stufiger Bildstabilisator

Als Innovation bietet das 16-35/4'er einen Bildstabilisator, der mit einem 4stufigem Ausgleich angegeben ist. Den sollte man aber nicht überbewerten, denn selbst bei 35mm wird man frei aus der Hand kaum Verwackler hinnehmen. Dennoch schön, ihn mit an Bord zu haben. Er kostet übrigens praktisch keine Auflösung, wenn man ihn am Stativ vergessen haben sollte abzustellen. Der von uns hier gemessene Auflösungsverlust lag bei lediglich 25 Linien, die man optisch nicht wahrnimmt.

Der Bildstabilisator ist - wie von der neueren Canon-Generation gewohnt - flüsterleise, nur wenn man direkt mit dem Ohr am Objektiv horcht, ist ein leises Summen zu vernehmen. Das kann allerdings in extrem ruhigen Umgebungen bei der Videoaufzeichnung noch letzte Geräusche verursachen.

Fazit

Endlich können Vollformat-Anwender auf ein Weitwinkel-Zoom zurückgreifen, ohne die bislang leidigen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Das 16-35/4'er bietet eine in der Praxis durchgehend hohe Detailzeichnung bis in die äussersten Randbereiche. Hier wird es bei 24mm/f4 nur vom wesentlich teureren Canon 24-70mm/2,8L II USM leicht überboten. Insoweit ist es auch ein toller Partner für ihn, um die Brennweite nach unten zu erweitern.

Ein bischen schade ist es allerdings, dass Canon nur eine moderate f4,0-Lichtstärke bereitstellt. Der Bildstabilisator kann sie nur bedingt ausgleichen; vor allem bei Lowlight-Einsätzen verdoppelt sich gegenüber einer wünschenswerteren f2,8 die Belichtungszeit. Video zum Canon 16-35mm/4L

Eine Streulichtblende und Köcher sind im Lieferumfang enthalten. Ausserdem bietet es eine Blendenskala und ist gegen Staub- und Spritzwasser abgedichtet. Erfreulich ist die konstante Baulänge, die sich bei Zooms nicht ändert. Allerdings ist das 16-35/4'er kein echter Innenzoom, weil die Linsen im Inneren des Tubus dennoch die Baulänge ändern.

Beim Zoomen hält das Objektiv erfreulicherweise die Schärfeebene und ist somit parfokal, was auch für Videofilmer nützlich ist. Der 77mm-Filteranschluß ermöglicht noch relativ preisgünstige Filter, während man etwa am 16-35/2,8'er schon auf die teureren 82mm zurückgreifen muß. Nicht zuletzt bietet das Objektiv an der Front- und Rücklinse eine Flourit-Vergütung, dank derer Schmutz und Wassertropfen leichter zu entfernen sind.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es aber am 16-35/4'er, wenn man das Objektiv für Panoramen im Nodalpunkt ausgerichtet einsetzen will. Da wird dann in allen Brennweitenbereichen ein ziemlich langer Arm benötigt, der rund 17cm Einstellweg bereitstellen sollte. Beim Test mit dem Traumflieger Intelli Shoot Pro Kopf mussten wir auf die Langschiene wechseln.

Unterm Strich sind wir begeistert vom neuen Weitwinkel-Zoom und vergeben einen lupenreinen Kauftipp!

Das Canon 16-35mm/4L IS USM bei Amazon kaufen!

Beachten Sie auch unser ausführliches VIDEO zum 16-35 / 4L (36min)

Bitte beachten Sie auch unseren Webreport 7edle Weitwinkel im Test !

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Informationen zum Testverfahren

 Kommentare zum Objektiv

Derzeit sind hier 13 Kommentare vorhanden:
 

FF: Ich bin mit dem 16-35 f4 sehr zufrieden. Ein rundum einwandfreies Objektiv. Ich habe mir dazu einen B+W Slim Pol-Filter gekauft und leider nicht bedacht, dass damit der Frontdeckel nicht mehr aufgesetzt werden kann. Ansonsten perfekt.
(11.05.2016, 20:57 Uhr)

Sascha: "vergeben einen lupenreinen Kauftipp! " irgenwie habt Ihr oben rechts (wie Ihr das sonnst immer macht) diesen Kauftipp "Sticker" vergessen...

LG Sascha

PS.: Super Linse! Hab Sie als "ImmerDrauf"
(17.03.2016, 22:15 Uhr)

Steigerpaul: Lieber Stefan, besten Dank für deine Nachsicht! Jetzt erinnere ich mich auch wieder, ich hätte den Test einfach nochmal lesen müssen (war schon ne Weile her). Offenbar habe ich mich in den letzten Tagen zu viel mit Testcharts beschäftigt und darüber die Orientierung verloren. Herzliche Grüße, Steigerpaul
(03.01.2015, 22:31 Uhr)

Stefan_tf: @Steigerpaul: es ist bedauerlich, wenn der Text nicht wirklich gelesen wird, daher zitiere ich ihn (unnötigerweise) nochmal: Wer jetzt auf die Randschwäche bei 16mm und Offenblende in den Testwerten aufmerksam wird, sollte die Leistung im Outdoorbeispiel beachten. Beim Labortest müssen wir bei 16mm so dicht ans Testchart heran, dass dort schon erste Bildfeldwölbungs-Effekte zuschlagen. Wir machen das aber aus Kompatiblitätsgründen. Tatsächlich ist auch der Randbereich bei 16mm und Offenblende überraschend hochaufgelöst, wenn auch noch nicht ganz perfekt.
VG Stefan_tf
(02.01.2015, 22:23 Uhr)

Steigerpaul: Herzlichen Dank auch von mir für die fundierte Arbeit, die das Traumflieger-Team hier leistet! Die genauere Betrachtung der Test-Charts hat mich allerdings etwas verwirrt. Trotz der angeblich deutlich verbesserten Randschärfe löst das 16-35/4 bei 16 mm nach den Messtabellen in den Außenzonen erheblich schlechter aus als das viel kritisierte 16-35/2,8 II. Beim Abblenden vergrößert sich der Vorsprung des lichtstärkeren Modells in dieser Disziplin sogar noch. Bei 24 und 35 Millimeter liegt das 16-35/4 mit einer gleichmäßigeren Leistung klar vorne, aber zumindest bei 16 Millimeter behaupten die Testcharts für den Randbereich das Gegenteil. Was bedeuten würde, dass das 2,8er für alle, die sich bevorzugt bei 16 Millimeter aufhalten, weiterhin die bessere Wahl wäre. Oder verstehe ich irgendetwas falsch? Würde mich freuen, wenn hier jemand für Klarheit sorgen könnte. Herzlichen Dank!
(02.01.2015, 20:01 Uhr)

Waldspecht: In der Anleitung diese Objektives steht, man benötigt einen Protect-Filter damit Staub und Wasserdichtheit gewährleistet sind.
Wie ist Eure Meinung hierzu?
(24.12.2014, 09:02 Uhr)

AL: Naja auf diesen Test Charts kann man nicht erkennen das am Rand das Bild schärfer wird als bei dem 16-35 II. Zumindest im 16mm Bereich. Ab 24mm würde ich eh immer zum 24-70mm zurückgreifen.
(17.10.2014, 08:33 Uhr)

Anonym: Hallo "RW"

die Objektive sind doch hier gründlich getestet worden ?

Ich mutmasse das Canon bald noch ein UWW nachlegt, schätze ein 2.8er - um die Line komplett zu halten.

Das 16-36 f2.8 L II ist zwar deutlich besser in der BQ als das 17-40 f4 L aber das hier vorgestellte 16-35 f4 L IS schlägt ja deutlich beide alten Objektive. Wenn du nun nicht unbedingt 2.8 brauchst - dann ist das f4 IS doch die Wahl aktuell ?
Bei Lowlight zwar keine 2.8, aber der IS ist auch mal Hilfe als Kompensation der einen Blendenstufe ?

Gruß Bernd
(29.06.2014, 15:47 Uhr)

Knut: Na,
nach dem Test ist doch wohl klar, welches Objektiv in Zukunft genommen wird, solange man auf Blende 2,8 verzichten kann, oder?
Ich habe das Objektiv übrigens auch schon und bin bisher sehr angetan!
(29.06.2014, 15:30 Uhr)

RW: Toller test - nur jetzt bin ich noch unentschlossener was ich kaufen soll.

Ich möchte eine Linse mit der ich Hauptsächlich schöne Landschaftsfotos von einem See machen kann.
Zusätzlich fotografiere ich aber auch viel Events/Konzerte also lowlight und Hochzeiten.

Bisher habe ich die canon 6D und das
70-200 2.8 canon. Das tamron 24-70 wird es wohl auch bald werden - nur jetzt eben für die landschaftsfotos also UWW bin ich schwer am Überlegen welche Linse es werden soll - habt Ihr Tipps?

16-35 2.8 oder das neue 4.0? oder tokina oder tamron... oder?

DANKE
(29.06.2014, 11:08 Uhr)

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