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 motorisierter Makroschlitten 

Forenlevel: Hobbyfotograf
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Anmeldungsdatum: 22.11.2008
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Mich hat beim Fotografieren mit einem Retroadapter und Fokus-Stacking gestört, dass das Einstellen der Entfernung der Kamera zum Objekt an meinem Makroschlitten, bezogen auf die kleinen erforderlichen Verstellwege, viel zu ungenau war und trotz des relativ stabilen Manfrotto-Stativs der manuelle Eingriff immer wieder zu einer seitlichen Verschiebung des Bildes führte. Also ... motorisieren!
Inzwischen habe ich mein Motorisierungsprojekt auf einen akzeptablen Stand gebracht und werde es hier einfach einmal vorstellen.
Ausgangspunkt des Projektes war ein ganz normaler Foto-Kreuzschltten, ein Schrittmotor mit Getriebe (bei ebay für 9,-EUR; ersteigert) und ein Schrittmotor-Steuerungsmodul M109 von Kemo. Angetrieben wird nur die Tiefenachse.
Um einen Rückbau zu gewährleisten wurde für die Ankopplung des Schrittmotors an die Antriebswelle des Kreuzschlittens keine drehstarre Kupplung verwendet, sondern das Handrad der Tiefen-Achse geschlitzt und der Wellenstumpf des Schrittmotors mit einem Knebel versehen. Dieser greift in den Schlitz des Handrades ein und so wird die Drehbewegung vom Schrittmotorgetriebe auf den Antrieb des Kreuzschlittens übertragen.
Der Getriebe-Schrittmotor wurde mit einem Aluminiumwinkel am Kreuzschlitten befestigt.
Um diesen Rohbau wurde ein Gehäuse gebaut, das auch die Motor-Ansteuerungselektonik und einen Adapterstecker für den Kamera-Fernauslöser enthält.
Der Kreuzschlitten wird bei mir auf einem Manfrotto 055 XProB montiert und hauptsächlich mit einer Canon EOS 350D, diese meist mit dem EF-S 18-55 Kit-Objektiv in Retro-Stellung, benutzt.
Zur Ansteuerung der Kamera und des Motorantriebs benutze ich ein Notebook, Breeze DSLR Remote Pro 1.7.2 und zur Steuerung des Kameravorschubs die Kemo-Steuersoftware. Der Antrieb wird per LPT1 mit dem Notebook verbunden. Den Stecker der Parallelschnittstelle habe ich so umgebaut, dass auch die Stromversorgung des Antriebs und der Fernauslöser an der Notebookseite angeschlossen werden können.
Leider beherrscht Breeze DSLR Remote Pro 1.7.2 nicht die softwaregesteuerte Fernauslösung per USB, wenn an der EOS 350D die Individualfunktion 7 (Spiegelvorauslösung) aktiviert ist. Weil diese Option aber trotz Stativ sinnvoll erscheint, musste also extra noch ein Fernauslöserkanal hardwaremäßig installiert werden.

Was fehlt derzeit noch zu einer kompletten Lösung?
1. Endschalter an der angetriebenen Schlittenachse.
2. Eine integrierte Software die das Umkehrspiel des Antrieb automatisch eleminiert, in der die Schrittweite zwischen den Aufnahmen und die Anzahl der Bilder eines Stapels eingestellt werden kann und die, mit angemessener Wartezeit nach der (sehr sanften) Neupositionierung der Kamera zum Objkekt die Auslösung automatisch realisiert.

Was ist noch wünchenswert?
1. Eine Absenkung des Ruhestromes des Schrittmotorantriebes.
2. Die Erhöhung der Positioniergeschwindigkeit.

Was kann man jetzt schon damit machen?
1. Natürlich, das war ja der Zweck der Übung, Bilderstapel aufnehmen.
2. Sehr genau und vor allem äquidistant positionieren.
3. Die Einzelbilder sehr deckungsgleich zueinander positionieren.
4. Den Stapelbildungsprozess maßvoll straffen und damit die Gesamtzeit der Aufnahme verkürzen.

Welche Parameter kennzeichnen die vorgestellte Lösung:
1. Kleinster Entfernungsschritt 0,0115mm.
2. Schrittfolge mit 34Hz, das entspricht ca. 0,4mm/s Zustellgeschwindigkeit.


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Anmeldungsdatum: 21.03.2008
Beiträge: 137
Wohnort: 52223 Stolberg
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Die Genauigkeit der Verstellung ist wirklich nicht besonders, aber mit Motor ist das eine feine Sache. Sieht zwar etwas grobschlächtig aus, aber
Hauptsache es funktioniert. Stell doch mal gestackte Fotos ein.
Ich hab das mit dem Macroschlitten anders gelöst, ohne Motor, aber auch spiel-u. wackelfrei.
Gruß Hubert


http://www.traumflieger.de/forum/viewtopic.php?t=28015
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Forenlevel: Hobbyfotograf
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Anmeldungsdatum: 17.04.2007
Beiträge: 2
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Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Ich habe eine Vellemann-USB-Karte mit entsprechendem Steppertreiber für denselben Zweck eingesetzt. Der Vorteil ist die direkte Programmierbarkeit und damit die Möglichkeit das Spiel wirkungsvoll zu elliminieren. Die Firma Canon bietet ein SDK mit dem die Kamera beliebig angesteuert werden kann. Ergebnis ist das automatische Aufnehemen
von Bilderstapeln....in Verbindung mit Helicon Focus ergibt dies erstaunlich scharfe Makros.

mfg
rara
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 SDK canon und focusbracketing 

Forenlevel: Hobbyfotograf
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Anmeldungsdatum: 22.11.2008
Beiträge: 8
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Hallo rara,
die von Dir genannte Möglichkeit mit dem Canon-SDK das Aufnehmen von Bilderstapeln zu realisieren finde ich sehr interessant.
Hast Du dazu eine Lösung (am Liebsten eine, die sich für meine EOS 350D eignet) oder kennst Du einen Kontakt oder Link zu jemandem der so etwas schon realisiert hat?
Diese Information wäre sehr interessant.
Ich benutze zum Zusammenrechnen mehrerer Aufnahmen die leistungsfähige und inzwischen auch recht komfortabel benutzbare Freeware Combine ZP (früher Combine ZM).
Freundliche Grüße
Metamix
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Sebi


Gast
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Metamix, hast du schonmal in "Google Code" gesucht, vielleicht findest du ein paar Codeschnipsel die sich eigenen. Zumindest für einen eigenen Ansatz. Sind überhaupt Programmierkenntnisse vorhanden?

In diesem Fall liese sich die Steppersteuerung per LPT und die Cam-Auslösung in einer Software vereinigen. Somit wären vollautomatische Stacks möglich.
  

Forenlevel: Fotokünstler
Forenlevel: Fotokünstler
Anmeldungsdatum: 06.02.2010
Beiträge: 980
Wohnort: nahe Münster
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Ist zwar schon ein ein sehr alter Thread, aber trotzdem:

-diese Billigschlitten hatte ich auch mal, viel zu ungenau, zu unpräzise! Für exaktes Fokusstacking benötigt man sehr stabile Kamera-/Objektivhalterungen und auch eine
stabile Motivhalterung. Bei diesem gezeigtem Schlittenmodell reicht es, nur die Verstellschraube leicht anzufassen, schon ist das Bild in der Position verändert
(seitlich aus der Winkelachse wohlgemerkt, die groben Sprünge in Sollrichtung gar nicht mal mitgerechnet).
-selbst hochpräzise Schlitten einer nicht ganz preiswerten, renomierten deutschen Firma sind meines Erachtens für extremes Fokusstacking zu ungenau, damit sollte nur die Kamera
auf Grundposition gestellt werden entsprechend des Objektivtyps und Auszugs, danach wird das zu fotografierende Objekt (ebenfalls massiv, absolut wackelfrei verbaut) per Präzisionswerkzeug verfahren.

Meine Meinung zu dem gezeigtem Aufbau: brauchbar, um erste Erfahrungen mit der Tücke des Stackings zu sammeln, Verstellungen im 1/100 mm Bereich aber um Faktor 10 zu ungenau!
Selbst wenn man 1/1000mm Verstellbarkeit nicht benötigt, die fehlende Auflösung zeigt schon rechnerisch den Mangel an Genauigkeit dieses Systems.
Die Automatisierung habe ich mal per Arduino und Schrittmotor+Getriebe in Angriff genommen, musste aber feststellen, das das Ganze drumherum viel zu viel Genauigkeit kostet (und Nerven, bis man
ein sauberes, per Panel steuerbares Gebilde konstruiert hat). Ist zwar schön: auto-Verfahren mit vorgegebener, einstellbarer Schrittweite und Pausenzeiten, Spiegelvorauslösung, Blitz getrennt usw. ,
aber erst mal sollte die eigene Enerie auf sehr gute Bilder und Ergebnisse gelegt werden, mit diesem Aufbau bezweifele ich das.
Die Hardware muss massiv aufgebaut und exakt sein, dann kann man auch das Stacking per Hand machen (auch wenn Dutzende oder 3-stellige Bilderstacks viel Geduld und Beharrlichkeit erfordern).
Was nutzt der tollste Aufbau, wenn die Ergebnisse dann nicht entsprechend sind.

Aber: Klasse, diese Dinge zu posten, finde ich immer interessant, wie andere solche Probleme angehen.
Es ist ja schon ein wenig Zeit in's Land gegangen, vielleicht ist Dein Aufbau ja auch schon verbessert worden.

Francky

_________________
Gläser+Sensoren aus Fernost; Unterbau aus München+Memmingen;
viel unnützes Beiwerk aus suchenden Phasen Idea

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder unfotogenen Motiven ist es eine Kunst, NICHT auf den Auslöser zu drücken.
– Andreas Feininger –
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Forenlevel: Fotoreporter
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Anmeldungsdatum: 03.11.2005
Beiträge: 109
Wohnort: Kirchberg/Sachs
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Interessantes Thema !
Makro-Schlitten aus dem Foto-Bereich sind da wirklich weniger geeignet, besser sind Linearführungen aus dem Maschinenbau;
https://www.google.de/search?q=linearf%C3%BChrungen&espv=2&biw=1280&bih=605&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=euCPVOffLoTR7Qb38oG4AQ&ved=0CEUQsAQ.
So etwas gibt es auch für Alu-Profilsysteme. z.B. Item ( http://www.item24.de/anwendungen/lineartechnik.html ) oder im Vorrichtungsbau ( http://www.norelem.de/ )
Wenn es funktioniert: Freu Dich !! Very Happy
mfG schwarzvogel
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Forenlevel: Fotograf +
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Anmeldungsdatum: 26.08.2013
Beiträge: 1516
Wohnort: Bayern
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Walter Schulz hatte seinerzeit mal einen sehr professionellen motorisierten Naheinstellschlitten hier vorgestellt. Leider finde ich den Beitrag nicht mehr. Wer ist hier fündiger …

Danke

Wrtlbrmft
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