Kreta! Kreta ist nicht nur eine Urlaubsinsel im Mittelmeer. Wenn ich einfach nur einen Strand- und Pool-Urlaub machen möchte, bekomm ich den auf Mallorca günstiger und auf den Malediven ist der Sandstrand schöner. Nein, Kreta ist Abenteuer, Erlebnis, Entdeckung, herzliche Gastfreundschaft und Gemütlichkeit. Um das alles erleben zu können, gehört auch eine gewisse Unabhängigkeit dazu. Das ist auch der Grund, warum wir grundsätzliche motorisiert und nicht im Hotel sondern in einer Privatpension untergebracht sind, und das jetzt schon seit 10 Jahren.
Bereits am Flughafen in Heraklion nehmen wir unseren
Jeep in Empfang. Von da aus geht es eine knappe Stunde an der Nordküste entlang zu unserem Domizil, der
Villa Dorothea in Platanes, acht Kilometer östlich von Rethymnon. Unsere Gastgeberin Antje stammt aus Düsseldorf und hat es vor vielen Jahren durch ihre Heirat mit einem Kreter auf Griechenlands größte Insel verschlagen.
Die Villa Dorothea ist eine Privatpension mit sechs Apartments und Zimmern; einfach, aber sauber und ordentlich. Im Souterrain gibt es drei Apartments mit jeweils eigener Kitchenette. Im Hochparterre wohnt Antje mit ihrem Mann und in der ersten Etage gibt es noch einmal drei Zimmer unterschiedlicher Größe mit einer Gemeinschaftsküche. Zu jedem Apartment bzw. Zimmer gehört natürlich ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette. Der Familienanschluss ist selbstverständlich und sehr herzlich. Bei einem gemütliche Glas Wein unter einem riesigen, Schatten spendenden Baum vor dem Haus, kann der Abend schon mal länger und der nächste Morgen von einem mehr oder weniger großen "Kater" begleitet werden. Wenn neben dem Wein noch Raki und Ouzo auf den Tisch kommt, …
Wir buchen grundsätzlich nur die Übernachtung bei Antje, damit wir unseren Tag vollkommen frei verplanen können. Wer möchte, kann aber auch ein Frühstück bekommen.
In der Regel sind wir vormittags unterwegs, um mit unserem Jeep die Insel zu entdecken. Bei unseren Fahrten ist der Weg das Ziel. Gerade mit einem geländegängigen Fahrzeug bietet es sich förmlich an, die Straßen erster und zweiter Ordnung zu verlassen, um sich auf Schotter- oder Sandpisten zu bewegen. Klar kann man sich verfahren, aber genau das bildet den Reiz bei den Touren. Einfach links oder rechts abbiegen und mal sehen, wo man ankommt. Eine Karte im Maßstab 1 : 125.000 ist natürlich immer dabei, um sich orientieren zu können, aber so nachlässig und oberflächlich, wie die Kreter ihre Wegweiser und Ortschilder aufstellen, bleibt auf diesen Nebenstraßen immer ein gewisses Maß an Unsicherheit, ob man tatsächlich den Ort erreicht, den man lt. Karte anvisiert hat. Häufig genug klappt es nicht. Aber egal, irgendwann findet man einen Hinweis in Form eines Schildes oder einer betagten kretischen Lady, die einem mit Händen und Füßen den Weg weist. Bei diesen Begegnungen werden dann nicht nur Worte, sondern manchmal auch Waren (Melonen, Apfelsinen, Raki, Hauswein u.a.m.) gegen einige Cent oder Euro ausgetauscht. Und schon ist der ganze Terminplan im Eimer! Auch die Mitnahme eines 85-jährigen Schafhirten in Arbeitskleidung, dessen Gesicht durch Zeit und Sonne gezeichnet ist, hat seinen Charme. Gibt man dann, am Ziel angekommen, dem Rufen, Gestikulieren und Winken der Menschen, die am Straßenrand in einer Taverna auf diesen Hirten warten, nach, ist die Fahrt hier und jetzt beendet! Jetzt erlebst du, was kretische Gastfreundschaft bedeutet und die fehlenden Sprachkenntnisse (auf beiden Seiten) bilden dabei wahrlich kein Hindernis. Klar ist, dass man hinterher nach deutschen Maßstäben nicht mehr fahren
darf, aber das sieht man auf Kreta nicht so eng (so lange nichts passiert!). Was dich aber dann doch vom Fahren abhält, ist die Tatsache, dass du nicht mehr fahren
kannst! Das Zeug ist aber auch zu lecker!
Sofern nichts Ungewöhnliches passiert, sind wir meistens zwischen 14 und 16 Uhr wieder zu Hause. Den Rest des Nachmittags verbringen wir am ca. 70 Meter entfernten Strand, oder am Pool des Nachbarhotels "Minos Mare", ebenfalls keine 100 Meter entfernt.
Nach einem leckeren Milchshake zur "Happy Hour" an der Poolbar und einem ausgiebigen Sonnen- oder Schattenbad, geht’s aufs Zimmer zurück. Duschen, umziehen, ggf. noch ein Stündchen aufs Ohr legen, dann geht’s in den Ort, den man nach ca. 300 Metern erreicht. Hier pulsiert zwar das Leben, aber immer noch in einem angenehm überschaubaren Rahmen. Man findet Supermärkte, Restaurants, Tavernas, Shops und Autovermietungen entlang der Durchgangsstraße und natürlich Touristen aus allen Herren Ländern. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, vom Tourismus erschlagen zu werden.
Wir haben natürlich unsere Stammlokalitäten, wie z.B. den
Sky Park oder das
Kellari. Meistens sitzen wir hier mit einheimischen oder eingewanderten deutschen Freunden zusammen und genießen
Mezedes. Dazu gibt es natürlich einen roten oder weißen Hauswein oder einen „MeCo“ (Metaxa-Cola). Falls wir nicht zu müde sind, verbringen wir hinterher noch einige Stündchen an der Bar des Sky Parks.
Wer auf Kreta Urlaub machen und Abenteuer erleben möchte, der sollte sich nicht in den Süden der Insel schicken lassen. Hier ist die Insel ziemlich trostlos, verlassen und karg. Man hat satellitenartig kleinere oder größere Ortschaften an die Küste gestellt, die abgekapselt im luftleeren Raum schweben. Links nichts, rechts nichts, dahinter nichts und davor das Meer. Das war’s. Diese Touristennester findet man auch im Norden, allerdings sind dort die Entfernungen zur nächst größeren Ortschaft nicht so groß. Platanes hingegen bildet so eine Art Appendix zu Rethymnon und bietet alles, was man im Urlaub braucht. Für ca. 1,50 EUR mit dem Bus oder für 7,-- EUR mit dem Taxi gelangt man nach Rethymnon und genießt dort das Flanieren oder Shoppen in der Altstadt oder am alten Hafen. In Platanes' Supermärkten (u.a. auch Lidl!) und Shops bekommt man ebenfalls alles Lebensnotwendige. Man kann ruhige und abgelegene, aber auch belebte Strände finden. Es gibt Restaurants in ruhiger Atmosphäre mit dezenter Hintergrundmusik, aber auch Discos oder Bars, in denen nachts richtig 'was los ist. Angesagt ist hier ebenfalls der "Sky Park". Ab Mitternacht tanzen die Urlauber/innen auf dem Bartresen und Christos, der Chef, ist äußerst spendabel mit kleinen aber feinen Getränken. Wer dem Tourismus entfliehen möchte, der fährt nur wenige Kilometer gen Süden ins Landesinnere und kann für weitaus weniger Geld in einem kleinen, abgeschiedenen Ort in einem einfachen Restaurant gute griechische Küche genießen.
Ich habe in meiner Urlaubswoche fast 1.000 Bilder gemacht, von denen allerdings nur knapp 200 übrig blieben. Aber aus diesen 200 jetzt 12 'raus zu filtern, war nicht einfach. Ich hoffe aber, ihr bekommt einen kleinen Überblick und vielleicht auf den Geschmack, auch 'mal euren Urlaub auf Kreta zu verbringen.
Noch ein technischer Hinweis zu den Fotos. Ich habe mir kurz vor dem Urlaub eine 40D mit dem EF-S 17-85 IS USM gegönnt. Leider habe ich erst im Urlaub festgestellt, dass das Objektiv defekt war. Auf einigen Bildern ist daher der linke Randbereich unscharf. Das defekte Objektiv wurde mir aber inzwischen ersetzt.
| Beschreibung: |
| Blick über Rethymnon auf's Mittelmeer Richtung Norden. |
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| Dateigröße: |
197.96 KB |
| Angeschaut: |
3733 mal |

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| EXIF Information Details |
| Kamera-Hersteller |
Canon |
Kamera-Modell |
Canon EOS 40D |
| ISO-Wert |
200 |
Brennweite |
85mm |
| Belichtungszeit |
1/500 seconds |
Blende (F-Zahl) |
f/8.0 |
| Beschreibung: |
| Der alte Hafen in Rethymnon. |
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| Dateigröße: |
197.34 KB |
| Angeschaut: |
3733 mal |

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| EXIF Information Details |
| Kamera-Hersteller |
Canon |
Kamera-Modell |
Canon EOS 40D |
| ISO-Wert |
200 |
Brennweite |
85mm |
| Belichtungszeit |
1/200 seconds |
Blende (F-Zahl) |
f/8.0 |
| Beschreibung: |
| Ein Fischerboot verlässt den Hafen in Rethymnon. |
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| Dateigröße: |
198.33 KB |
| Angeschaut: |
3733 mal |

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| EXIF Information Details |
| Kamera-Hersteller |
Canon |
Kamera-Modell |
Canon EOS 40D |
| ISO-Wert |
200 |
Brennweite |
85mm |
| Belichtungszeit |
1/200 seconds |
Blende (F-Zahl) |
f/8.0 |