Verfasst am: 30 Aug 2006 20:24 |
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Hallo Christian,
| Newton hat folgendes geschrieben: |
@Thorsten
reicht der Ringblitz oder würdest du eher zum Zangenblitz raten
lohnt sich der kauf des Zangenblitzes |
Das ist jetzt ein wenig wie der Vergleich der sprichwörtlichen Äpfel und Birnen...
Die Anwendungsgebiete von Ringblitz und Zangenblitz sind doch schon etwas unterschiedlich.
Der Ringblitz ermöglicht eine schattenfreie Ausleuchtung, führt aber (außer im extremen Nahbereich) auch bei unterschiedlicher Ansteuerung der beiden Röhren immer zu relativ flacher Ausleuchtung.
Ein Zangenblitz wie das Macro Twin-Lite MT-24 EX kann das Objekt deutlich plastischer ausleuchten, ist aber nicht zur völlig schattenfreien Ausleuchtung geeignet und hilft einem z.B. auch nicht weiter, wenn man das Innere eines Loches oder einer Vertiefung ausleuchten möchte.
Bei Aufnahmen durch die Frontwand in geöffnete Nistkästen hat mir der Ringblitz stets treue Dienste geleistet und den Innenraum schattenfrei aufgehellt.
Aufgrund seiner höheren Leitzahl ist der Zangenblitz besser für die mit langbrennweitigen Makroobjektiven (150mm, 180mm) verbundenen größeren Arbeitsabstände geeignet, ebenso bei kleineren Maßstäben, kleiner 1:10.
Wenn man komplett beweglich sein will (oder muß) mit seiner Ausrüstung, hat der Zangenblitz ebenfalls Vorteile. Sofern man ohne einen Slave-Blitz auskommen will, und nicht die völlig schattenfreie Ausleuchtung des Objektes das Ziel ist, ist man mit dem Zangenblitz sicher besser bedient, als mit dem Ringblitz allein.
Ich verwende die Kombination aus Ringblitz mit einem Speedlite 550EX als Slave (siehe den oben von mir erwähnten Thread mit Bildbeispielen). Diese Kombination ist zwar nicht so beweglich wie ein Zangenblitz, aber man kann das Licht doch wesentlich freier setzen damit. Der Ringblitz dient dabei eigentlich nur als Aufhellblitz und ETTL-Master, das Hautplicht setzt man mit dem (oder den) Slave(s).
In dieser Kombination sehe ich den Ringblitz im Vorteil.
Alles in allem keine leichte Entscheidung, eigentlich bräuchte man beide, um je nach Situation den geeigneten einsetzen zu können.
Aber dazu sagt sicher nicht nur mein Budget ein deutliches NEIN...
Wenn der Zangenblitz nur nicht so unverschämt teuer wäre...
Die Entscheidung für den einen oder anderen Blitz hängt also vor allem von der eigenen Arbeitsweise und den Motiven ab. Wer oft in Hohlräume fotografieren oder eine völlig schattenfreie Ausleuchtung auch von unregelmäßigen Objekten erreichen will, kommt IMHO um den Ringblitz nicht herum.
Beim mobilen Einsatz als einzige Lichtquelle für dennoch plastisch ausgeleuchtete Makrofotos hat der Zangenblitz seine Vorteile, vor allem, wenn man kein (zweites) Stativ für einen Slaveblitz mit sich herumtragen will.
Die Frage, ob sich die Anschaffung lohnt, muß aber jeder für sich selbst beantworten...
Gruß,
Thorsten