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 MK3 - Autofokus CASES: funktioniert oder sinnlose Spielerei? 

Forenlevel: Fotoreporter
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Anmeldungsdatum: 06.03.2009
Beiträge: 107
Wohnort: Karlovy Vary / Tschechien
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DAS wirklich genial Neue an der MK3 scheint ja offenbar der hochflexible Autofokus zu sein. Nach dem Studium von zahlreichen Handbüchern, Internetseiten, Videos usw. frage ich mich allerdings zunehmend ob das wirklich so funktioniert wie auf dem Papier beschrieben. Vor allem: wer blickt da noch durch? So hoch komplexe Einstellmöglichkeiten verleiten ja gerne dazu, dass man am Ende dann doch nur die Allereinfachsten nutzt - einfach weil zuviel Komplexität schnell ein Gefühl von Überforderung erzeugen kann. Und man will ja auch nicht permanent im Handbuch nachschauen...

Das Problem scheint auch CANON bekannt zu sein, denn hier findet man ganz offiziell eine wirklich gute und sehr detaillierte Erklärung zum Aufofokus (die weit über die im 400 Seiten Handbüchlein hinausgeht): http://cpn.canon-europe.com/files/education/technical/inside_canon_eos_5d_mark_iii/EOS%205D%20Mark%20III%20Leitfaden%20AF_GER.pdf

Was mich wirklich sehr interessieren würde ist, ob die neuen CASES wirklich so funktionieren wie auf dem Papier erklärt, oder ob das eine komplizierte tolle Idee ist, die aber kaum nennenswerte Ergebnisse liefert. (Was Stefan Gross im Profihandbuch ja sehr deutlich anspricht bzw. ebenfalls in Frage stellt...) Ich selbst habe bislang den Eindruck, dass vor allem das Nachführen der Schärfe von sich bewegenden Motiven (z.B. wild herum rennende Kinder) doch ziemlich schnell an seine Grenzen stößt, vor allem wenn der Abstand zum Motiv (im Wohnzimmer z.B.) sehr gering ist.

Also wenn jemand konkret gemachte Erfahrungen mit den CASES hat, darf er hier mal gerne berichten!


Zuletzt bearbeitet von Jachym am 31 Okt 2012 23:38, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Forenlevel: Fotograf ++
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Anmeldungsdatum: 16.08.2007
Beiträge: 2075
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Die Cases SIND eine deutliche Vereinfachung gegenüber den "normalen" Einstellmöglichkeiten, die man z.B. bei der 1D Mk IV hat. Es handelt sich um nichts anderes als für die jeweiligen Motive bewährte Kombination der ebenfalls bei Bedarf manuell veränderbaren einzelnen Einstellmöglichkeiten. Man muss bei Wechsel des Verhaltens der Motive nicht 4-5 unterschiedliche Parameter anpassen, sondern nur noch einen.

Natürlich erspart einem diese Funktion nicht ein Nachdenken über das Motiv VOR dem Knipsen. Ist die Bewegung eher gleichförmig (also z.B. ein Radfahrer, der mehr oder weniger gleich schnell auf den Fotografen zufährt) oder chaotisch (wie vielleicht bei den Kindern)? Verändert sich die Geschwindigkeit des Motivs oder auch die Richtung?
Ich fotografiere z.B. gern fliegende Vögel. Dabei verhält sich natürlich ein vergleichsweise großer Basstölpel völlig anders als eine winzige und extrem agile Rauchschwalbe.

Trotzdem muss man natürlich davon ausgehen, dass die 5D MkIII und die Optimierungsmöglichkeiten des AF Verhaltens keine Garantie für scharfe Fotos sind. Man erzielt nur, abhängig von der Übung und der Erfahrung mit der Kamera, eine höhere Ausbeute an "In Focus" Auhnahmen, als wenn man diese Möglichkeiten nicht hätte. Ich erreiche mit der 5D MkIII oder der 1D Mk IV beim Knipsen von fliegenden Seeschwalben am Eidersperrwerk vielleicht 30-40% brauchbare und 10% im Bezug auf den Focus absolut optimale Bilder (wobei das Konfigurieren der 1D Mk IV im Vergleich wie bereits geschrieben deutlich länger dauert und komplizierter ist als bei der 5D Mk III). Früher mit meinen älteren Kameras (40D, 5D Mk II) mit weniger variabel zu konfigurierendem AF waren es vielleicht 10% brauchbare und 1% optimale.

Selbstverständlich verringert sich die Ausbeute, je näher das Motiv ist. Die Schärfentiefe wird geringer und die Chance daneben, zu liegen entsprechend größer.

Die 5D Mk III bietet professionelle Konfigurationsmöglichkeiten und nur wenn man sich möglichst ausführlich mit der Thematik beschäftigt, profitiert man auch davon. Hat man dazu keine Lust oder keine Zeit, braucht man eigentlich nicht wirklich "die Neue", sondern kauft sich z.B. eine Mk II und freut sich über tolle Bildqualität bei Motiven, die sich weniger bewegen.

Als Tip für spielende Kinder in der Wohnung: Vergiss die Cases, fotografier mit kürzerer Brennweite bei halbwegs geschlossener Blende (zur Not mit Blitz) für eine breite Schärfentiefe und beschneide das Bild hinterher am Rechner auf den interessanten Ausschnitt.

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JoeRRg


Gast
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Hallo

Die CASES funktionieren, wie beschrieben und die Anwendung ist meiner Meinung nach ziemlich einfach. Wer nur einen normalen AF braucht, ist mit der Standardeinstellung im Auslieferungszustand gut bedient. Wer weiter gehen will/muss/kann, wird von den neuen Möglichkeiten profitieren.

LG

Jörg
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