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 | Blende für "optimale" Schärfe |  |
 Forenlevel: Hobbyfotograf
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| Anmeldungsdatum: 27.06.2012 |
| Beiträge: 2 |
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Verfasst am: 24 Jul 2012 10:39 |
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Hallo Freunde,
stellen wir uns folgende Situation vor: wir wollen eine Landschaftsaufnahme machen (z.B. von einer Bergformation oder einer weitläufigen Seenlandschaft). Auf einem Stativ, ohne besonderen Vordergrund. Das Fotos soll eine "optimale/bestmögliche" Schärfe haben, in allen Bereichen des Fotos. Das Objektiv, das wir benutzen ist das Canon 16-35 II 2.8. Durch Messungen wissen wir, dass das Objektiv vom Zentrum bis zum Rand am schärfsten bei Blende 8 ist. ISO ist ein 100, Lichtsituation gut (Tag).
Würdet ihr dann Blende 8 wählen oder würdet ihr noch weiter abblenden z.B. auf Blende 13/16? Und wenn ja, welche Gründe gibt es dafür? |
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 Forenlevel: Fotoreporter
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| Anmeldungsdatum: 05.10.2008 |
| Beiträge: 111 |
| Wohnort: Markt Rettenbach - Allgaeu |
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Verfasst am: 24 Jul 2012 11:09 |
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Schärfentiefe ...
Kann man pauschal nicht sagen. |
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_________________ Viele Gruesse aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
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 Forenlevel: Fotoreporter
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| Anmeldungsdatum: 24.04.2012 |
| Beiträge: 363 |
| Wohnort: Brandenburger Streusandbüchse |
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Verfasst am: 24 Jul 2012 15:38 |
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Also gemäß Schärfentiefe-Rechner ist bei einer Kamera mit APS-C-Sensor:
- Brennweite = 16mm
- Blende = 8
- Objektweite (wie weit das Objekt weg ist, was ich scharf stelle) = 200m
der Schärfentiefebereich alles zwischen 67cm und unendlich scharf!
Selbes für Vollformat-Sensor: alles zwischen 55cm und unendlich!
Mit Blende 16 bekommt man zur Kamera hin noch ca. 20cm mehr scharf.
Öhm.... Meines unwissenden Erachtens nach sollte man bei Landschaftsfotografie lieber auf die Abbildungsleistung als auf die Hohe Blendenzahlen achten. Braucht man nun unbeding ganz lange Belichtungszeiten, kann man natürlich weiter abblenden, und dazu bei Bedarf noch fast blickdichte Neutralgrau-Filter auf die Linse schrauben.
Merksatz 1: Hohe Blende bedeutet nicht unbedingt Qualitätsgewinn, denn die "höhere Schärfentiefe" kann durch die schlechtere Abbildungsleistung "aufgefressen" werden....
Merksatz 2: Sonne lacht - Blende 8!
Edit: Nachtrag wegen der Hyperfokaldistanz im nachfolgenden Posting:
Die 200m sollten nicht die Hyperfokaldistanz sein, sondern einfach mal ein etwas weiter weg stehendes Objekt (z.B. Baum). Wenn ich selber Landschaftsaufnahmen mache, fokussiere ich meist auch auf weit weg stehende Objekte, also auf "unendlich". Davon abgesehen denke ich, dass (um beim Beispiel zu bleiben) bei den meisten 16mm-Objektiven ein 200m entferntes Objekt sowieso (fast) im "unendlich" des Objekivs liegt. Aber das sind nur Überlegungen am Rande.... |
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Zuletzt bearbeitet von ms050817 am 24 Jul 2012 21:25, insgesamt einmal bearbeitet
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 Forenlevel: Fotokünstler
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| Anmeldungsdatum: 10.06.2010 |
| Beiträge: 473 |
| Wohnort: Kanton Zürich |
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Verfasst am: 24 Jul 2012 16:27 |
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Tja, die Hyperfokaldistanz ist nicht das Allheilmittel. Schon mal gesehen, dass, wenn die HFD eingestellt ist, Blätter und feine Strukturen im Hintergrund nicht mehr deutlich zu erkennen sind? Grund ist die entfernungsabhängige Auflösung. Eine vereinfachte, auf dem Strahensatz basierende Formel kann hier einen Einblick verschaffen.
Begriffe:
Blendenöffnung D = Brennweite (FL) geteilt durch Blende (f) = der lichte Durchmesser im Objektiv
Fokusfehler ERR = Entfernung zwischen DIST und einem Punkt, der noch scharf dargestellt werden soll
Fokusdistanz DIST = Kameraentfernung des Punktes, auf den fokussiert wird
Auflösungsgröße G = Erforderliche Minimalgröße eines Objektes, dass noch erkennbar scharf abgebildet werden kann
Formel: G = D * ERR/DIST oder G = FL/f * ERR/DIST
Beispiel: Blende 8, Fokusdistanz 5m, Brennweite 24mm, ein Fensterrahmen mit einer Breite von 10 cm, ist 80m entfernt
G = 24mm/8 * (80m-5m)/5m = 45mm
Der Fensterrahmen kann also sichtbar scharf aufgelöst werden, da er mit 100mm größer ist, als die erforderliche Mindestgröße.
Bei Blende 2,8 ginge das nicht mehr, da die Mindestgrößer dann bei 128mm liegen würde.
HFD Werte laut HFD Rechner liegen i.d.R. noch weiter zur Kamera hin, so dass sich hier echte Probleme mit der Hintergrundauflösung ergeben können.
Da man das im Gegensatz zur HFD vor Ort leicht im Kopf rechnen kann, benutze ich als Richtwert diese Formel.
LG
Jörg
PS: Das funktioniert sogar im Telebereich. Hatte mich mal eine Zeit lang gewundert, dass z.B. die Schnurrhaare von Katzen, obwohl sie im Schärfetiefenbereich lagen, nicht vernünftig scharf abgebildet wurden, sondern bereits einen Saum aufzeigten. |
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 Forenlevel: Fotokünstler
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| Anmeldungsdatum: 04.04.2008 |
| Beiträge: 480 |
| Wohnort: bei Bremerhaven |
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Verfasst am: 24 Jul 2012 19:59 |
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Moin,
Jörg hat sicher Recht
Ich würde Blende 8 nehmen!
Ich habe fertig!
Viele Grüße
Peter |
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_________________ EOS 50D, G1X, EF-S 10-22 USM, EF 24-104 f/4 L IS USM, EF 70-200 f/4 L USM, EF 100-400 f/4,5-5,6 L IS USM, EF 50 f/1,4, EF-S 60 f/2,8 Macro USM, Pentacon 50 f/1,8 MC, Pentacon 135 f/2,8, 430EX II,
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