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 | EOS 600D: Wieviel darf die Kamera beeinflussen? |  |
 Forenlevel: Hobbyfotograf
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| Anmeldungsdatum: 18.08.2010 |
| Beiträge: 16 |
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Verfasst am: 02 März 2012 10:21 |
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Hallo Zusammen!
Mal eine ganz bescheidene Frage: wieviel darf/soll/muss die EOS 600D beim Fotografieren nachschärfen? Ich fotografiere grundsätzlich im RAW Format und habe den Picture-Style der Kamera auf "Neutral" stehen, also alles auf 0. Das Nachschärfen bzw. Anpassen nehme ich im Lightroom oder Photoshop vor. Schaut man sich die "Rohdaten" als Bild an, sind diese auf den ersten Blick enttäuschend (bei "0-Stellung"), werden aber bei Bearbeitung deutlich besser (logisch).
Wie macht Ihr das so und in welche Richtung gehen Eure Empfehlungen? Ich könnte auch mal ein oder zwei Fotos dazu posten.
Gruß
Christian |
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 Forenlevel: Fotograf +++
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| Anmeldungsdatum: 08.02.2006 |
| Beiträge: 9984 |
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Verfasst am: 02 März 2012 10:28 |
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Der Schaerfungsparameter der Kamera hat fuer RAWs in Photoshop CS und Lightroom keinerlei Auswirkungen.
Es wirkt sich allein auf das eingebettete JPEG aus, das von manchen Programmen zur Vorschau genutzt wird.
Die Schaerfung in den Programmen selbst geschieht passend zum Motiv und angestrebten Ausgaben (Druck, Bildschirm).
Wenn es mistig aussieht, hat man was falsch gemacht.
Siehe auch http://www.adobepress.com/articles/article.asp?p=1394317
Ciao, Walter |
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 Forenlevel: Hobbyfotograf
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| Anmeldungsdatum: 18.08.2010 |
| Beiträge: 16 |
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Verfasst am: 02 März 2012 22:37 |
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Hallo Walter!
Herzlichen Dank für die schnelle Antwort auf meinen Forenbeitrag.
An allen Kameras kann man ja über die Picture Style entsprechende Einstellungen vornehmen. Ich fotografiere immer in der neutralen Einstellungen. Ich mal gelesen, dass man möglichst erst am Schluss der Bearbeitung schärfen soll. Also bin ich davon ausgegangen, dass ich die Kamera am besten auf neutral stelle. Nun hast Du ja geschrieben, dass die Einstellung keinen Einfluss auf das RAW File hat. Also wenn ich mir im Lightroom die Fotos anschaue, dann sehe ich sehr wohl einen Unterschied zwischen den "neutralen" und modifizierten Bildern von der Kamera. Es ist so, dass die neutralen Fotos auf den ersten Blick sehr enttäuschend aussehen. Wenn ich diese dann im Lightroom nachbearbeite und am Ende schärfe, passt es.
Beispiel zweier nachbearbeiteter Fotos: nachbearbeitete Fotos
Bisher habe ich den Eindruck, dass meine Fotos allesamt auf 100% nicht scharf sind. Was meinst Du, ab wann ist ein Foto scharf?
Gruß
Christian |
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 Forenlevel: Fotokünstler
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| Anmeldungsdatum: 26.10.2010 |
| Beiträge: 623 |
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Verfasst am: 02 März 2012 23:04 |
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Hallo Christian,
ich fotografiere hauptsächlich mit .jpeg und habe bei meiner 7D die Schärfe 3/7 eingestellt, damit bin ich sehr zufrieden.
Ich habe mal probeweise einen Zettel mit relativ dünner Schrift fotografiert.
Bei Schärfe 7/7 sind manche der Buchstaben/Linien verschwunden. Liegt wohl einfach daran, dass dadurch Artefakte des weißen Papiers auf den schwarzen Buchstaben waren und diese dadurch nicht mehr sichtbar waren.
Naja, auf jeden Fall kannst du das ja auch mal so ausprobieren, also mit einem Zettel und auch mit Gegenständen. Also einfach mal alle Schärfeeinstellungen durchprobieren.
Für mich sehen deine angehängten Fotos allerdings sehr scharf aus  |
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 Forenlevel: Fotograf +++
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| Anmeldungsdatum: 08.02.2006 |
| Beiträge: 9984 |
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Verfasst am: 03 März 2012 0:03 |
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Lenny, *Du* schiesst in JPEG, der Threadersteller nicht. Da kann er drehen und wenden, wie er lustig ist, LR/CR wird die Kameraeinstellung ignorieren. Ware dem nicht so und wuerde die Schaerfung direkt in der Kamera auf das zu produzierende RAW wirken, wuerde Canon in den Foren geroestet. Da waere ein Mob unterwegs, meiner Treu! Allein die Vorstellung ...
Ich versuche es mal langsam aufzudroeseln, zum xten Mal ...
- Vor dem Sensor befindet sich bei Deiner Canon-Kamera ein sog. Anti-Aliasing-Filter. Dies soll einem relativ gefuerchteten Problem bei pixelbasierten Aufnahmeverfahren begegnen, dem Moiré-Effekt. Der Filter wirkt, indem ein gewisser Anteil an Unschaerfe in das zu erzeugende Bild eingebracht wird. Aus diesem Grund wirken unbehandelte RAWs bei Deiner Kamera immer ein bisschen weich, wenn man Pixel-Peeping betreibt und die Bildqualitaet in der 100-Prozent-Ansicht zu beurteilen beliebt.
Es gibt Kameras, in denen auf diesen Filter verzichtet wird. Ueber das pro und Contra wird regelmaessig gestritten.
Beim RAW kommt es eben darauf an, dass man bei der Konvertierung ein vorher moeglichst wenig bearbeitetes Eingangssignal verarbeitet. Damit hat man die besseren Voraussetzungen fuer die anschliessende Bearbeitung. Auf der anderen Seite sieht ein RAW ohne angepasste Bearbeitung meistens flach, weich und fad aus.
Um den Effekt des AA-Filters abzumildern/zu beseitigen, wendet man auf das RAW bei der Konvertierung eine sog. Eingangschaerfung an. Die Eingangsschaerfung erfolgt an die Aufnahme angepasst. Mal ist weniger gut, mal mehr. Es haengt auch stark vom Motiv ab. Ein Portraet kann andere Anforderungen stellen als eine Vogelaufnahme, bei der man noch die Details im Gefieder sehen will.
Dafuer ist der Schaerferegler in LR-Menue "Entwickeln" da.
Weitere Regler bringen dann den gewuenschten "Pepp" rein, also z. B. Kontrast.
Schaerfung ist aber - nach eventuellem Entrauschen - so ziemlich der erste Schritt der Verarbeitungskette. LR/CR sind insofern intelligente Tools, als dass die Regler in beliebiger Reihenfolge manipuliert werden duerfen, da bei der Konvertierung intern festgelegt wird, wie die einzelnen Schritte auf das RAW angewendet werden.
Der letzte Schritt der Bearbeitung ist dann die "Ausgangsschaerfung". Die findet man bei LR z. B. im Exportmodul. Ausgangsschaerfung erfolgt auf das Ausgabemedium angepasst. Eine Datei, die in 1200x800 am TFT angezeigt werden soll, erfordert eine andere Anpassung als ein Druck auf mattes Papier in A2. Eine auf Druck optimal angepasste Ausgabedatei sieht in der Bildschirmanzeige oft einfach nur verboten schlecht aus.
Noch ein Beispiel: Stellst Du ein Bild online in einer groesseren Aufloesung ein, als der Seitenbesucher als native Aufloesung hat, wird das Bild vom Browser herunterskaliert und dabei interpoliert. Dabei gehen Bildinformationen verloren, der Schaerfeeindruck schwindet, ein scheinbar optimal vorbereitetes Bild sieht weich aus.
Von daher ist die Frage "wann ist ein Foto scharf" in Kurzform nicht zu beantworten.
Und es spielen Geschmacksfragen eine Rolle.
Und das oben erwaehnte "Pixel-Peeping": Ohne Beruecksichtigung des Aussageformats sind Aussagen sinnlos.
Ciao, Walter |
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 Forenlevel: Hobbyfotograf
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| Anmeldungsdatum: 18.08.2010 |
| Beiträge: 16 |
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Verfasst am: 03 März 2012 0:06 |
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Ich habs schon beim ersten Mal kapiert, die Anleitung der Kamera schweigt sich darüber aus...
Dank nochmals.
Wie findet ihr die Fotos? |
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 Forenlevel: Fotograf ++
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| Anmeldungsdatum: 17.01.2009 |
| Beiträge: 2654 |
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Verfasst am: 03 März 2012 10:57 |
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| Netnani hat folgendes geschrieben: | | Wie findet ihr die Fotos? |
Gut.
Der weit entfernte Hintergrund bei Landschaftsaufnahmen ist selten gestochen scharf. Das hat aber nichts mit der Kamera zu tun sondern wird duch Luftbewegungen verursacht. |
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_________________ EOS 50 D, Sigma 8-16; Sigma 17-50 2,8; EF 85 1,8; EF 70-200 f4 IS
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