Durch meinen neuen Job habe ich während der Sommerferien nur eine Woche Urlaub bekommen und diese genutzt um meine Freunde und mein Patenkind auf Sardinien zu besuchen.
Das ist mittlerweile schon fast so eine Art schöne Tradition (ich war 5 mal während der letzten 6 Jahre mit meinen Freunden dort) und in diesem Jahr war der Norden und Nordwesten Sardiniens an der Reihe:
Ich konnte früh genug buchen und war deshalb durchaus günstig per Ryanair zwischen Bremen und Alghero unterwegs. Nach im wahrsten Sinne des Wortes gewissen Startschwierigkeiten („Thunderstorm“ in Bremen, eine halbe Stunde Verzögerung) war der Flug angenehm. Ganz allgemein kann man sagen, dass es eigentlich eine eher doofe Idee ist, ausgerechnet im Juli oder August nach Sardinien zu fliegen. In dieser Zeit hat komplett Italien Schulfrei und die großen Arbeitgeber wie Fiat usw. machen Betriebsferien. Die Preise für Unterkünfte neigen dazu, sich von Anfang Juni bis Anfang August annähernd zu verdoppeln. Ruhiger wird’s dann ab September wieder. Das lies sich allerdings leider aufgrund der Schulferien meines Patenkindes nicht anders realisieren.
Die beste Zeit für einen Sardinienurlaub ist also zweifellos Mitte Mai bis Ende Juni oder dann wieder ab September, wobei man damit rechnen muss, dass im Mai und ab Oktober das eine oder andere Restaurant einfach geschlossen bleibt. Die Insel ist dann außerhalb der absoluten Touristenzentren so gut wie leer.
Vermutlich zur absoluten Begeisterung meines Hautarztes habe ich mich entschieden, statt mich am zweiten Urlaubstag tierisch zu verbrennen und dann drei Tage lang von Schatten zu Schatten hüpfen zu müssen, Sonnenschutzfaktor 20 – Scheiß drauf, das weiße Beine die Damenwelt nicht wirklich beeindrucken - aufzutragen und nur wenig Zeit am Strand zu verbringen…
Stattdessen bin ich im Leihwagen herumgefahren und habe ein paar Fotos gemacht.
Als Ausstattung hatte ich eine 400D, eine 40D, ein Sigma 10-20, ein EF-S 18-55 IS, ein 24-105 und ein 70-200 L f4 IS, ein Calumet Stativ (ca. 2 Kilo mit Kopf) und Kleinkram wie Filter usw. dabei. Die mit Abstand meisten Bilder habe ich dabei mit dem 24-105 mit aufgesetztem Polfilter gemacht.
Bild 1 zeigt eine Google Maps Karte, in der ich meine Besuchsziele markiert habe.
Modedit(Peter42): Das Bild musste ich leider rausnehmen, das zeigen hier verstößt gegen die Lizenz und Nutzungsbestimmungen von G-E.
Startpunkt meiner Ausflüge war eine sehr schöne Ferienwohnung in Castelsardo (Bild 2 und 3), die meine Freunde angemietet hatten. Ich bin dann täglich nach dem Frühstück 1-2 Stunden mit ihnen zum Strand gefahren und habe mich anschließend in meinen Mietwagen gesetzt um mir die Gegend anzuschauen. Direkt nach meiner Ankunft habe ich einen kleinen Schlenker zum Roccia dell'elefante (Bild 4) gemacht, der nur etwa 5 km außerhalb Castelsardos Richtung Osten zu finden ist.
Mein erstes Ziel am nächsten Tag war das Capo Falcone, die nordwestlichste Ecke Sardiniens. Neben einem sensationell tollen Strand mit Wasser, dessen Farbe zwischen Smaragdgrün und dunkelblau changiert auch einen der insgesamt ca. 1400 „Torres“. Für Sardinien typische Wachtürme die vor hunderten vor Jahren zur Überwachung der Küste und zum Schutz vor Piraten usw. gebaut wurden (Bild 5 und 6). Während der Hauptsaison im Juli oder August sind die Strände hier allerdings gnadenlos überfüllt und die Kommune hat festgestellt, dass man sich durch das Erheben gewaltiger Parkgebühren einen goldenen Hintern verdienen kann.
Der nächste Tag bot Zeit für einen Ausflug ins Inland. Ca. 30 km Südlich von Castelsardo finden sich zwei alte Kirchen, die seltsamerweise nicht in Orten, sondern sozusagen mitten in der „Pampa“ stehen. Die Santissima Trinità di Saccargia und die Chiesa San Michele di Salvenero (Bild 7 und

gehören zu den schönsten alten Kirchen Nordsardiniens und sind einen Besuch auf jeden Fall wert.
Nun war es an der Zeit einzukaufen… Zu den kulinarischen Spezialitäten Sardiniens zählt neben diversen Fleisch und Fischgerichten vor allem der exzellente Wein, den man stilecht nicht im Supermarkt sondern in einer an ein Weingut angegliederte Vinotheka kauft. Dort kann man in aller Regel die Weine verkosten und erhält neben hochwertigen (und nicht ganz billigen) Flaschenweinen auch oft „Sfusa“, also offene Fassweine. Die werden mittels einer Zapfpistole, die verdächtig an die an Tankstellen verwendeten erinnert, in 5 l Gefäße abgefüllt. Der Wein ist qualitativ gut, recht preiswert und er gehört für mich zu einem Sardinienbesuch einfach dazu.
Für den Import nach Deutschland bieten sich natürlich die hochwertigeren Weine wie der rote Cannonau, der weiße Vermentino oder aber der (für meinen Geschmack viel zu süße) Vernaccia an.
Der Frühstücks und Abendbrot-Tisch wäre nicht komplett ohne den sensationell schmeckenden Pecorino. Eine italienische Käsespezialität aus Schafsmilch, die lokal in unzähligen Varianten produziert wird und besonders auf Sardinien extrem lecker schmeckt. Neben dem ganz jungen Pecorino (für Weicheier), dem mittelalten (schon aromatischer) ist für Kenner vor allem der schon fast bröckelige Pecorino Stagionata ein echter Genuss.
Zu den lokalen Schnäpsen gehört der Filu Ferru (übersetzt „Eisendraht“), eine sardische Variante des Grappa und der Mirto, ein sardischer Kräuterlikör, den ich sehr mag.
Die Einkaufstour führte uns über eine fantastische Küstenstraße südlich von Alghero in Richtung Bosa (Bild 9 und 10). Die Strecke führt über 30 km zumeist direkt am Meer von einer sensationell schönen Bucht zur nächsten. Viele dieser Juwelen sind allerdings nur per Boot (wenn man nicht zufällig selbst Besitzer einer Superyacht ist, starten Tages-Bootstouren zu diesen Stränden z.B. in Alghero) oder mit mutigen Kletterkünsten zu erreichen.
Faszinierend ist auch die Pflanzen und Tierwelt Sardiniens. Selbst die Straßen sind oftmals rechts und links von endlosen, selbst im Hochsommer noch blühenden Oleanderbüschen bewachsen. Überall wachsen auch diverse Arten von Kakteen wie z.B. den auf Bild 10, direkt bei uns vorm Haus.
Das Capo Testa (Bild 12) liegt im äußersten Norden Sardiniens. Hier gibt es ebenfalls wunderschöne Strände umrahmt von abertausenden vom Wind und Wetter geformten Granitfelsen. Hier muss ich definitiv noch einmal außerhalb der Hauptsaison hin. Es war leider bei meinem Besuch derartig voll, dass ich kaum Fotos machen konnte weil ich keinen Parkplatz bekam.
Ich habe noch ca. 200 weitere, ebenfalls wie ich glaube gute Bilder während dieser Woche machen können.
Vor dem Urlaub habe ich überlegt, ob mir nur eine Woche Urlaub der ganze Stress wert ist, aber Sardinien hat mich wieder einmal verzaubert!
| Beschreibung: |
| Statt der Karte hier nun noch ein weiteres Bild vom schönsten Strand den ich auf der Reise gefunden habe. Am Capo Falcone |
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| Dateigröße: |
196.55 KB |
| Angeschaut: |
2149 mal |

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| EXIF Information Details |
| Kamera-Hersteller |
Nicht verfügbar |
Kamera-Modell |
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| ISO-Wert |
200 |
Brennweite |
65536/0mm |
| Belichtungszeit |
1/0 seconds |
Blende (F-Zahl) |
f/19.9 |
| Beschreibung: |
| Blick von unserer Wohnung auf Castelsardo |
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| Dateigröße: |
194.09 KB |
| Angeschaut: |
2195 mal |

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| EXIF Information Details |
| Kamera-Hersteller |
Nicht verfügbar |
Kamera-Modell |
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| ISO-Wert |
200 |
Brennweite |
65536/0mm |
| Belichtungszeit |
1/0 seconds |
Blende (F-Zahl) |
f/6.7 |
| Beschreibung: |
| Ein bischen weiter entfernt von Castelsardo |
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| Dateigröße: |
193.45 KB |
| Angeschaut: |
2195 mal |

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| EXIF Information Details |
| Kamera-Hersteller |
Nicht verfügbar |
Kamera-Modell |
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| ISO-Wert |
200 |
Brennweite |
65536/0mm |
| Belichtungszeit |
1/0 seconds |
Blende (F-Zahl) |
f/14.6 |