Workshops zum Slave Flash
Teil 2 - Portrait, Produkt, Makro

ein Workshop von Stefan Gross

 

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Portrait vor der Haustür

Produktfoto auf die Schnelle
Makros aus der Hand
 

Mit dem kabellosen Slave Flash erweitern sich die fotografischen Gestaltungsmöglichkeiten erheblich. Wir zeigen in kleinen Workshops den Umgang und Optimierungen im Zusammenspiel mit Canon DSLR !

Portait vor der Haustür

Um die Abendstimmung mit dem Lichterschein von Strassenlaternen mal eben vor der Hautür mit einem Portrait zu verbinden, setzen wir eine EOS 400D auf ein Stativ, wählen das Programm AV und setzen das Kitobjektiv Canon 18-55mm sowie einen Slave Flash ein.

Zunächst wird das Stativ aufgestellt und ohne Blitzlicht im Programm AV ein Erstversuch gestartet. Die Person wird jedoch nicht ausreichend beleuchtet und unscharf, daher wird anschliessend im Step 2 der interne Kamerablitz zur Aufhellung benutzt:

  

Um das Gesicht zu shapen und damit mehr Lichtvarianz zu verleihen, wird der Slave Flash auf das Autodach gestellt und erneut ausgelöst. Die Lichtstärke des Slave Flashs passt in diesem Fall:

  

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Produktfoto auf die Schnelle

Ob zum Verkauf bei Ebay oder zum eigenen Gefallen: Um mal eben schnell ein Bild von einem Gegenstand abzulichten, nutzen wir die Vollautomatik*, den internen Blitz und 2 Slave Flashs. Auf ein Stativ wird verzichtet und wir setzen das Kitobjektiv Canon 18-55mm an der EOS 400D ein.

Der Erstversuch in Step 1 misslingt, da der interne Blitz in der recht dunklen Zimmerecke nicht ausreicht, um mit der 1/60 Sek. die Gitarre ausreichend zu belichten. Es wird daher im nächsten Schritt zusätzlich ein Slave Flash gegen die Decke reflektiert:

*normalerweise setzen wir nicht die Vollautomatik sondern das Programm AV (für Spontanaufnahmen P oder bei verfeinerten Aufnahmen auch M) ein. Wir demonstrieren hier jedoch einen typischen Anwendungsfall, den Anfänger oft auf Ebay wie in Step 1 zeigen.

  

Um Reflexionen zu eliminieren, wird der interne Blitz soweit verdeckt, dass er nicht mehr das Instrument direkt anblitzt. Durch Einsatz eines weiteren Slave Flash kommt das Instrument in Step 4 jedoch richtig zur Geltung:

   

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Makroaufnahmen aus der Hand

Bei Makroaufnahmen mit hohem Abbildungsmasstab ist die geringe Schärfentiefe ein Problem, denn je näher das Motiv, umso flacher wird die Schärfe. Abhilfe schafft eine höhere Blendenzahl doch dann wir die Belichtungszeit regelmässig so lang, dass sich nicht mehr unverwackelt aus der Hand aufnehmen lässt. Wird der interne Blitz eingesetzt, dann steht zwar genügend Licht zur Verfügung, jedoch sind harte Schlagschatten bzw. auch Abschattungen durch die Objektivbaulänge vorprogrammiert.

Als Konsequez wird eigentlich ein Makro-Ringblitz zur Pflichtanschaffung - leider schlägt er mit einigen hundert Euro zu Buche, ist relativ schwer und nimmt viel Platz in der Fototasche in Anspruch. Viel günstiger und leichter ist jedoch der Slave Flash, den wir auf der mitgelieferten Schiene unter die Kamera setzen, anschrägen und iVm mit dem Tamron 90mm/2,8 XR Di 1:1 Makro auslösen.

Zunächst versuchen wir jedoch, mit dem internen Blitz in Step 1 bei hoher Blendenzahl eine auf dem Hosenbein gelandete Fliege abzulichten. Mit wenig Erfolg, daher wird der Slave Flash montiert:

   

Das Ergebnis mit dem Slave Flash überzeugt, die Fliege wird ausreichend hell, weitgehend schattenfrei und in guter Schärfentiefe wiedergegeben:

   

Im zweiten Teil des Workshops zeigen wir den Slave Flash-Umgang mit Supermakros am Retroadapter und wie eine Multiblitzlösung in der Praxis funktioniert.

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