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home - Fototechnik - Supermakros mit dem Retroadapter |
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Supermakros mit dem Retroadapter |
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Seitenüberblick Bildwirkung Selbstversuch Vergrösserungseffekt Abbildungsqualität Vergleich Nahlinse, Zwischenring, Retroadapter Motivdistanz der Adapter Bildbeispiele Links Leserkommentare |
Objektive lassen sich nicht nur auf herkömmliche Weise nutzen, indem standardmässig die Frontlinse zum Motiv zeigt und die Rückseite auf die Kamera
angesetzt wird. Wird ein Objektiv in Umkehrstellung (Frontlinse zeigt zur
Kamera) mit Hilfe eines Retroadapter auf das Kamerabajonett aufgesetzt, so
lassen sich erstaunliche Makroaufnahmen erzielen. Diese übertreffen herkömmliche Makroobjektive
vom Abbildungsmasstab idR um ein Vielfaches und stecken auch in der
Abbildungsqualität nicht zurück.
Wird das Objektiv in Retrostellung mit der Kamera verbunden,
dann gilt auch der umgekehrte Fall für die Abbildungsgrösse: je kleiner die
Brennweite des Objektivs, umso höhere Vergrösserungsfaktoren sind möglich.
Die Bildwirkung der Umkehrstellung wird anhand eines Käfers (thailändischer Prachtkäfer Chrysochroa buguetii, rund 4 cm gross) an der EOS 30D demonstriert . Klicken Sie für eine grössere Auflösung einmal auf das untere, rechte Bild.
Bereits ohne Kamera lässt sich der Vergrösserungseffekt eines Objektivs in
Umkehrposition austesten, wenn man das Objektiv umdreht und durch die Frontlinse
hindurchblickt.
Schaut man direkt in die Frontlinse eines Objektivs, so ist im Verhältnis zum
Durchmesser der
Frontlinse nur eine kleine kreisrunde Öffnung zu erkennen, durch die das Licht
letztlich auf den Bildsensor fällt. Während in Normalposition auch aus den
Randbereichen der Frontlinse noch Licht eingesammelt und durch die kleine
Öffnung geschleust wird, so beschränkt sich die Retrostellung auf den kleinen
Öffnungskreis und verwertet lediglich den eingeschränkten Bildwinkel.
Ausbelichtet wird also lediglich ein kleiner Ausschnitt des Motivs, der jedoch
auf die volle Sensorgrösse aufgezogen wird. Das Prinzip ist dabei demjenigen der
Die Abbildungsleistung der Objektive in Retrostellung kann mit guten
Makroobjektiven locker mithalten oder sie gar übertreffen. Dies mag weniger
erstaunen, wenn man sich vor Augen führt, dass die Umkehrstellung lediglich den
inneren Bildkreis der Objektive nutzt. Dieser hat erheblich weniger Probleme mit
Unschärfen oder Lichtabfall, wie dies für die Randbereiche bei Objektiven in
Normalstellung insbesondere für die Offenblende gilt.
Das folgende Beispiel vergleicht die Abbildungsleistung vom vielfach
hochgelobten Makroobjektiv Tamron 90mm/2,8 XR DI mit dem Normalobjektiv Tamron
28-75/2,8, wobei letzteres in Retrostellung bei 75mm an die EOS 350D angesetzt
wurde. Verglichen wird die Augenpartie eines chinesischen Falters (Loepa
oberthuri). Für den Testaufbau wurden Stativ, Spiegelvorauslösung,
Fernauslöser, Schärfereihe, RAW-Format genutzt.
Es zeigt sich, dass die Abbildungsleistung des Tamron 28-75mm in Retrostellung
vollauf mit dem Makroobjektiv Tamron 90mm/2,8 mithalten kann. Ähnliche
Ergebnisse lassen sich mit dem Canon 18-55 und anderen Objektiven erzielen.
Vergleich Nahlinse, Zwischenring
und Retroadapter
Um mit herkömmlichen Objektiven in den Makrobereich vorzustossen, bietet der
Markt auch Zubehör wie Nahlinsen, Zwischenringe oder wirbt von Haus aus mit
Makro-Namenszusätzen in der Objektivbezeichnung. So erreicht beispielsweise das
weitverbreitete Kitobjektiv Canon EF-S 18-55mm mit einer Nahgrenze von 28cm
(Abstand Frontlinse zum Motiv 12 cm) bereits ohne Ergänzungstools fast 50% der
Vergrösserungsleistung der 1:1-Makroobjektive. Wer jedoch tiefer in den
Mikrokosmos vordringen möchte, hat die Wahl zwischen Nahlinse, Zwischenring oder
Retroadapter, so dass wir hier einen Vergleich zeigen.
Ziel dabei ist die maximale Abbildungsgrösse, die mit dem Canon 18-55 anhand
eines rund 4cm grossen, malaysischen Käfers (Catoxantha opulenta opulenta,
Präparat) möglich ist. Wir nutzen dabei für die ersten 4 Aufnahmen die
Brennweite von 55mm und nähern uns bei Offenblende dem Motiv soweit wie möglich:
Ergebnis:
Die eingesetzte Nahlinse (Canon 250D) bringt für den Vergrösserungsfaktor nicht
allzuviel und zeigt zumindest bei Offenblende leichte Unschärfen. Der
20mm-Zwischenring dringt dagegen schon in den Bereich herkömmlicher
Makroobjektive vor und zeigt das Motiv bei einem Abbildungsmasstab von 1:1 in
sehr guter Qualität (Achtung, nicht alle Zwischenringe sind zu dem
EF-S-Anschluss kompatibel !).
Um die Fluchtdistanz von lebenden Insekten nicht zu unterschreiten, empfiehlt
sich regelmässig eine
Generell gilt: je kleiner die Brennweite, umso näher muss das Motiv an der
Frontlinse positioniert sein. Typische Retro-Entfernungen liegen zwischen 3,5 cm
(z.B. bei 18mm) und 10 cm (zwischen 55 und 100mm). Auch Brennweiten oberhalb von
100mm können unserer Erfahrung nach genutzt werden. Hier beträgt z.B. mit dem
Canon 70-200mm/2,8 bei 150mm die Entfernung Frontlinse zum Motiv immerhin 40cm.
Übrigens geben die Hersteller von Makroobjektiven grundsätzlich die Nahdistanz
von der Sensorebene zum Motiv an, die Objektiv-Baulänge ist daher abzuziehen, um
auf die tatsächlich nutzbare Distanz Frontlinse - Motiv zu kommen.
Tipp: Nicht immer muss eine
grosse Distanz zum Motiv von Vorteil sein, insbesondere, wenn eine spannende
Perspektive eingenommen werden soll oder wenig Platz hinter dem Sujet vorhanden
ist. Soll beispielsweise die Kamera von schräge unten das Motiv im Makrobereich
erfassen, ist eine möglichst geringe Nahdistanz hilfreich.
Ein Vergleichs-Tableau mit Motivdistanzen und erreichbaren Abbildungsgrössen
verschiedenster Objektive finden Sie
hier
Der Adapter
Die Filterdurchmesser der Objektive stehen meist in der Produktaufschrift auf
dem Objektiv selbst.
Der Autofokusbetrieb ist bei Verwendung des Retroadapters nicht möglich, da er
keine elektrische Verbindung zur Kamera herstellt. Viele Makrofotografen
verzichten jedoch auf den Autofokusbetrieb, da er im Makrobereich durch seine
Restungenauigkeit nicht immer treffsicher ist und fokussieren manuell. Letztere
Möglichkeit bleibt auch mit dem Retroadapter erhalten. Die Blende lässt sich an
das Objektiv durch einen Trick übertragen, falls eine höhere als die Offenblende
eingestellt werden soll. Mehr dazu erfahren Sie im
Workshop zum Retroadapter.
Tipp: Der Retroadapter und Anpassungsringe können im Traumflieger-Shop erworben werden.
Dort sind neben den Versionen für Canon auch zwei Varianten für Nikon verfügbar.
Hier geht's
zum Shop-Angebot.
Ein paar Bildbeispiele sollen die praktische Arbeit mit dem Retroadapter
verdeutlichen. Generell steigen die Anforderungen, je höher der Abbildungsmasstab
gewählt wird. Aufnahmen, die über den maximalem Vergrösserungsfaktor klassischer
Makroobjekte von 1:1 liegen, lassen sich in Perfektion meist nur mit
statischen Motiven unter Studiobedingungen realisieren. Manchmal hat man aber
auch draussen Glück und es können bei Windstille und einem ruhigen Insekt
extrem vergrösserte Aufnahmen gelingen. IdR ist es jedoch ratsam, nicht stets die höchste
Vergrösserungsstufe zu wählen und das Bildergebnis gleich am Kameramonitor zu
kontrollieren und ggf. zu wiederholen.
Wolfgang: Tolle Tipps!! Stefan_tf: @Knut: es wird demnächst eine Referenz-Übersicht hinsichtlich der Abbildungsleistungen im extremen Makrobereich geben. Ich habe den Versuch nochmal sorgfältig nachgestellt und bemerkt, dass die eingestellte Blende entscheidend ist. Im Video hatte ich F13 als Basis verwendet und da lag das Canon 17-40 vorne. Besser ist jedoch bei 5x-Vergrösserung Blende 5,6 - 8,0 und da sind praktisch keine Unterschiede zwischen beiden auszumachen.
Björn Dymek: Noch eine Frage: auf was stelle ich die Entfernung ein? ist es egal, unendlich?
Knut: Hallo Stefan,
Björn: Hi,
Stefan_tf: @Alex: in Retrostellung erhalten die Messzellen relativ wenig Licht, um die Belichtungsmessung innerhalb kurzer Zeit auszuwerten. Dabei kann es zu Varianzen in der ermittelten Zeit kommen. Ist ähnlich wie beim Autofokus, der in Retrostellung (z.B. mit Novoflex-System) aber auch mit Zwischenringen etc. nicht korrekt arbeitet, wenngleich er idR anspricht.
Alex: Hallo,
Koast: Hi,
Nighthawk: Noch eine kleine Anmerkung zum Schluß: All diejenigen die sich dadurch auch einen funktionierenden Autofokus erhoffen, muss ich leider vorab enttäuschen - ein Objektiv in Retrostellung ist nun mal kein echtes Makrobjektiv und der AF funktioniert nur in der konstruktiv vorgesehenen Richtung, mit anderen Worten NICHT in der Retrostellung. Ich werde bei Gelegenheit noch ein paar Versuche mit einem Objektiv mit Bildstabilisator vornehmen (wäre ja für Macros aus der freien Hand recht hilfreich) - ich fürchte allerdings auch diese Funktionalität wird nicht möglich sein...
Nighthawk: Abschließend mussten nur noch die elektrischen Bajonettanschlüsse 1:1 über ein altes Stück Kabel verdrahtet werden (wobei das Kabel am Kameraanschlußstück seitlich herausgeführt werden muss, um später das Objektiv aufschrauben zu können) und der selbstgebastelte, elektrische Retroadapter war einsatzbereit.
Hier geht es ZUM FORUM / Canon Specials finden Sie im TRAUMFLIEGER-SHOP !
![]()
Es fungiert jetzt als Lupe und Objekte in einer Entfernung von
rund 4 - 10 cm werden stark vergrössert abgebildet. Für erste Versuche lässt
sich die Retrostellung auch mit Hilfe einer Buchunterlage oder mit ein paar
Gummibändern an die Kamera simulieren und das Objektiv kann so locker mit der
Frontlinse zur Kamera zeigend ausgetestet werden; praxisgerechter ist natürlich
ein Retroadapter, mit dem das Objektiv fest auf die Kamera angesetzt wird.![]()
gecroppten Bildsensoren ähnlich, die durch ihre im Verhältnis zum
Kleinbildformat verkleinerte Fläche für eine Bildwinkelverkürzung sorgen und zur
sogenannten Brennweitenverlängerung führen (z.B. Brennweitenverlängerung von 1,6
bei APS-C-Sensoren wie der EOS 20D/350D/30D)![]()
Makroobjektiv Tamron 90mm/2,8 in
Normalstellung
Tamron 28-75/2,8 in Retrostellung


Bildergebnis bei F 5,6
Bildergebnis bei F 5,6


![]()










Der Retroadapter (4. Bild) vergrössert bei 55mm noch stärker und zeigt ebenfalls
eine sehr gute Abbildungsleistung. Ergänzend zeigen wir in der 5. Aufnahme die
Vergrösserungsmöglichkeit des Retroadapters bei 18mm am Kitobjektiv, die hier
bei etwa 4:1 liegt. ![]()
ausreichend grosse Entfernung zu ihnen. Zudem ist direkt
am Motiv nicht immer genügend Platz, um z.B. ein Stativ nah genug zu
positionieren. Hier gilt idR also: je weiter weg, umso besser. Erfreulicherweise
unterscheiden sich Makroobjektive und die via Retroadapter gekoppelten
Normalobjektive praktisch nicht in Bezug auf die Nahgrenze. Im obigen Beispiel
lag die Distanz von der Frontlinse zum Falter beim Tamron 90mm/2,8 Makroobjektiv
als auch beim Tamron 28-75mm@75mm z.B. gleichermassen bei rund 10cm.![]()
Der Retroadapter verbindet die Frontlinse mit dem Kamerabajonett. In der
Basisversion verfügt er über 58mm Filterdurchmesser und ist damit z.B. für das "Kitobjektiv"
Canon 18-55mm aber auch für Objektive wie das Canon EF 28-105mm sofort
einsatzbereit. Über Anpassungsringe können jedoch ganz simpel Objektive mit
einem anderen Filterdurchmesser adaptiert werden. Beispielsweise lässt sich das
Canon 17-85mm durch einen Anpassungsring auf 67mm oder das Canon 17-40mm durch
zwei Anpassungsringe auf 77mm verwenden.
Der Adapter
Anpassungsringe


Zwischen Kamera und Objektiv sorgt der
Retroadapter für die stabile Verbindung
Anpassungen auf verschiedene Objektive lassen sich mit Hilfe von
Anpassungsringen vornehmen
![]()
Leserkommentare:
Derzeit sind hier 147 Kommentare vorhanden:
(22.07.2007, 14:12 Uhr)
@Björn: die Entfernungseinstellung ist kaum relevant; man kann idR etwa zwischen 4 - 10 cm Abstand Motiv-Rücklinse scharf stellen kann (je nach eingestellter Brennweite, bei einigen Objektiven im Telebereich ist die Mindestdistanz jedoch höher).
grüsse
Stefan
(03.07.2007, 23:37 Uhr)
Gruss Björn
(03.07.2007, 16:55 Uhr)
Ich fotografiere sein über einem Jahr mit dem MP-E 65 und bin sehr! zufrieden mit dem Objektiv. Nach Ansehen Deines Videos war ich doch etwas verwundert über die Ausssage, dass die Retrovariante mit dem 17-40 eine höhere Auflösung bringen soll, als das MP-E 65.
Mich würden weitere Detailinformationen zu diesem Thema interessieren (z.B. verwendete Blende beim MP-E 65) bzw. die Bilder in Originalgröße mit Exifs.
Gruß
Knut
(03.07.2007, 09:45 Uhr)
probiere gerade mit Retro und Nikon 50mm 1,8 (Blende kann ich noch über den guten alten Blendenring voreinstellen), habe aber schwer Probleme mit Streulicht/ weisser Schleier in der Bildmitte, das/der stark zunimmt je stärker ich Abblende. Muss ich bei der Lichtführung etwas beachten, braucht man so eine Art Sonnenblende?
Gruss Björn
(01.07.2007, 20:58 Uhr)
Dass die 300D bei Dir anders als die 5D abschneidet, wird wahrscheinlich nicht signifikant sein, denn die Belichtungsmessung trifft ja ab und zu trotzdem.
Am besten macht man eine Testaufnahme, um die korrekte Belichtungszeit im Programm M zu fixieren.
grüsse
Stefan
(16.06.2007, 16:16 Uhr)
ich hatte heute Gelegenheit den Retroadapter mit einem EF-S 18-55mm Objektiv an einer 300D und 5D auszuprobieren. Was mir aufgefallen ist, dass im Programmmodus die Belichtungszeiten sehr unterschiedlich ausfallen. Die 300D steuert das Ganze sehr gut, während die 5D damit nicht zurecht zu kommen scheint, jedes Bild ist komplett überbelichtet. Woran kann das liegen?
Besten Dank & Gruß,
Alex
(16.06.2007, 15:11 Uhr)
ich fotografiere auch gern, höre vom Retroadapter aber zum ersten Mal. Was nicht alles möglich ist... Nun frage ich mich, ob ich das auch mit meiner Samsung GX-10 hinbekomme, da ist ein 18-55mm Objektiv dabei. Wahrscheinlich müsste es mit einem Adapterring gehen, oder? Kann das Objektiv schaden nehmen, wenn man es retro verwendet?
(11.06.2007, 20:26 Uhr)
Mehr dazu in Kürze, und allen die sich daran versuchen möchten viel Spaß beim Basteln...
(10.06.2007, 00:43 Uhr)
Über ihn bleibt wie schon gesagt die Möglichkeit der Blendenkontrolle erhalten, was die Probleme mit der Schärfentiefe bzw. dem Sucherdurchblick somit löst. Durch den Enddeckel mit dem integrierten UV-Filter auf der bislang offenen Objektivseite kann zudem kein Staub mehr ins Objektivinnere gelangen, und es besteht die Möglichkeit weitere Filter (z.B. C-Pol wegen der häufig auftretenden Spiegelungen bei Macros) davor anzuschrauben. Wer also über ein wenig handwerkliches Geschick verfügt und sich auch einmal daran versuchen möchte weiß nun wie´s geht - es ist weisgott kein Hexenwerk und meiner Meinung nach auch nicht den Preis wert, den entsprechende Hersteller dafür veranschlagen.
(10.06.2007, 00:43 Uhr)
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Wissen |
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so funktionieren Extrem-Makros Umgangssprachlich sind extreme Makroaufnahmen Abbildungsgrössen, bei denen das Motiv die Realgrösse übersteigt (über 1:1-Abbildungsmasstab hinaus). Typische Motive sind Details von grösseren Käfern oder Schmetterlingen (z.B. Augenpartie oder Flügelstruktur) bzw. die Möglichkeit, sehr kleine Insekten überhaupt detailliert zu erfassen. Darüberhinaus lassen sich Mineralien, Mikroprozessoren, Schneekristalle etc. hochaufgelöster ablichten. Technisch wird die Nahdistanz der Objektive herabgesetzt. Dies lässt sich an vorhandenen Objektiven durch Nahlinsen, Balgengeräte, Zwischenringe oder mittels Retroadapter bewerkstelligen. Retroadapter bieten in der Regel (mit Weitwinkelobjektiven kombiniert) die höchste Vergrösserung und sind sehr kostengünstig. Für Canon gibt es aber auch das spezielle Lupenobjektiv MPE-65 (ca. 800 - 900 Euro), das bereits ohne Zusätze im extremen Abbildungsmasstab bei sehr hoher Qualität ablichtet. Im extremen Makrobereich liegt die Distanz von der Frontlinse zum Motiv bei wenigen Zentimetern (ca. 3 - 10cm), so dass Abschattungsgefahr vorhandener Lichtquellen besteht. Zudem sinkt die Lichtleistung proportional zur Abbildungsgrösse. Es empfiehlt sich daher bei ruhenden Motiven der Stativeinsatz am besten mit einem Makroschlitten kombiniert und/oder der Einsatz von speziell für Makroaufnahmen geeignetem Blitzlicht. Letzteres ist idR notwendig, wenn Sie lebende Bewegtmotive bzw. ohne Stativeinsatz fotografieren möchten. |
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wie nehmen Sie idR Makros auf ? |
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Wissen |
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empfehlenswertes Blitzlicht für Makros Da im Makrobereich die Schärfentiefe sehr flach wird, ist es zwecks Dehnung empfehlenswert, die Blende zu schliessen (hohe Blendenzahl z.B. im Programm AV oder M einstellen). Nachteil: Je kleiner die Blende, umso weniger Umgebungslicht lässt sich nutzen. Die Motive lassen sich dann oft nicht mehr scharf ablichten sondern verschwimmen. Ein Ausweg aus dem Dilemma besteht im Einsatz von Blitzlicht. Kamerainterne Blitzgeräte sind meist nicht optimal, da sie oft durch das Objektiv abgeschattet werden. Daher bietet der Markt spezielle Makroblitzgeräte an. Üblich sind entweder Ringblitz-Systeme, die auf die Fronlinse gesteckt werden oder Duo-Blitze, die über zwei oder mehrere Blitzköpfe verfügen. Letztgenannte Duoblitzsysteme lassen sich auf Schienensystemen anbringen und sind Ringblitzen durch eine variantenreichere Lichtabgabe idR überlegen (es lässt sich bedarfsweise auch seitliches Licht auf das Motiv werfen). |
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Literatur |
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Tipps für Makroaufnahmen und zu speziellem Zubehör
finden Sie in
nachfolgenden
Profihandbuch zur
auf den
Profihandbuch zur auf den Seiten Profihandbuch zur Canon EOS 5D Mark II auf den Seiten 299 bis 310 |
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