ein Report von Stefan Gross

Teil 2: Bildqualität der Okulare

 

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Grössenverhältnisse und Abbildungsdetails

Qualitätsvergleich am Mond
20mm-Okular kontra Konverter
 

Die dem Teleskop beiliegenden Okulare in 20mm/12mm + 4mm Brennweite ergeben erst die hohen Vergrösserungsfaktoren von 35x bis 175x (bei 4mm), wenn sie in den Okular-Stutzen gesetzt werden. Im Gegensatz zu den Aufnahmen im ersten Teil wurde hier mittels aufgesteckten Okularen fotografiert.

Grössenverhältnisse und Abbildungsdetails

Ein Vergleich soll auch die Grössenverhältnisse anhand eines kleinen Modellautos demonstrieren:

Die Aufnahmen zeigen nicht nur die extremen Grössenunterschiede bei abnehmender Lichtstärke, die sich je nach Einsatz des verwendeten Okulares ergeben, sie verdeutlichen auch, dass mit zunehmenden Vergrösserungsfaktoren unter Verwendung der 12mm und 4mm-Okulare praktisch keine Zugewinne an Motivdetails zu erkennen sind.

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Qualitätsvergleich am Mondbeispiel

Anhand des klassischen Anwendungsfalles - der Astrofotografie - soll dies belegt werden und gezeigt werden, dass zwar eine höhere Vergrösserung des Motivs möglich, nicht jedoch mehr Details sichtbar werden.

Um die Aufnahmen vergleichbarer zu machen, wurden die Ablichtungen mit dem 12mm und 4mm-Okular durch bikubische Interpolation auf die Formatgrösse der linken 20mm Aufnahme gebracht, wobei sich durch dieses Verfahren rein softwaretechnisch keine Detailverluste ergeben.

Das Seeing war bei den Aufnahmeserie wegen Grosstadtnähe und leicht diesigem Wetter nur als mässig zu bezeichnen:

mit 20mm-Okular

12mm-Okular

4mm-Okular

Es zeigt sich demnach, dass die optimale Auflösung mit dem 20mm-Okular erreichbar ist. Zu den erreichbaren Auflösungen in Abhängigkeit der Brennweite sei auf den 2. Teil des "Astroworkshop Mond" verwiesen.

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Qualitätsvergleich 20mm-Okular gegen Konverter

Ein Qualitätsvergleich zu einer Kombination aus Canon 300mm/4,0 L + Kombination aus 3 Telekonvertern soll daher unter idealen Testbedingungen zeigen, wie hoch die Auflösung des 20mm-Okulare im Vergleich ausfällt.

Die Objektiv-Konverterkombination bringt es dabei auf 1.800mm Brennweite (300mm + zwei 2x-Konverter + einem 1,5x-Konverter) und wurde 60% näher an das Motiv positioniert, um die 37,5fache Vergrösserung des 20mm-Okulares und damit gleiche Grössenverhältnisse zu erreichen.

Auch hier präsentiert sich ein ähnliches Bild wie im ersten Teil bei der Uhren-Vergleichsaufnahme ohne Okular: Die Canon-Konverterkombination zeigt zwar noch eine Idee mehr an Details, das Lidl-Scope steht dem jedoch hinsichtlich des Auflösungsvermögens kaum nach.

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