Leserbriefe Monat Juni/Juli 2007

Überblick:

 

RAW-Format rauscht stärker als Jpeg ? (18.7.)

Hallo Traumflieger Team,

Ich fotografiere seit längerem überwiegend im RAW ( Canon 30D ).
In unserer Gruppe arbeitet auch einer mit der 30 D , aber im JPG und mit verminderter Auflösung ( 4Mp ).
Uns ist aufgefallen das meine RAW Bilder sehr viel deutlicher verrauscht sind als seine JPG´s. Es handelt sich vor allem um Nachtaufnahmen, Konzerte usw. Die 4 MP´s sind für Konzertaufnahmen eigentlich vollkommen ausreichend, ich knipse nur im RAW wegen des Belichtungsspielraums. Aber das Ergebnis überzeugt nicht wirklich.

Selbst bei Tageslichtaufnahmen ist ein - wenn auch geringerer Unterschied - festzustellen.
Ich hab jetzt selber mal einige Versuche gestartet und parallel Raw und JPG geknips, Es ist echt so .
Die JPG´s sind auch bei ISO 1000 noch wirklich brauchbar, ISO 1000 im Raw kann ich wegschmeißen !
Das ich Bilder mit ISO 1000 nicht nachträglich aufhellen darf, habe ich aus eurem wirklich tollen Handbuch schon herausgelesen, wohl gemerkt die Beurteilung der Bilder erfolgte immer unbearbeitet.
Gibt´s hierführ eine vernünftige Erklärung ?

U. S.
 

Hallo Herr S.,

das RAW-Format wird in den Konvertern meist detaillierter encodiert (Demosaiking) als dies beim Jpeg in der Kamera geschieht. Das führt zu mehr Zeichnung, allerdings - je nach Presetvorgaben des RAW-Konverters - auch zu subjektiv höherem Bildrauschen. Der Bildvergleich unter Lightroom (V1.1) zeigt, dass die Blüte im RAW-Format detaillierter wiedergegeben wird, jedoch vor allem im Hintergrund und bei abgestelltem Entrausch-Preset mehr ISO-Rauschen auffällt. Ergo: Das RAW-Format bringt mehr Details, sollte aber noch sanft "weichspült" werden.

viele Grüsse
Stefan Gross

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Problem mit Unterbelichtung an der EOS 400D ? (15.7.)

Hallo Herr Gross,

ich habe den Eindruck, dass meine EOS 400D zu Unterbelichtungen neigt. Könnte dies an einem Fehler liegen, der sich ggf. durch ein Firmware-Update beheben lässt (habe Firmware Vers. 1.05) oder spielen andere Faktoren eine Rolle ?


mfG

J. L.
 

Hallo Herr L.,

das Problemthema 'Unterbelichtungen an der EOS 400D' geistert schon eine Weile durch die einschlägigen Internetforen. Einsteiger kassieren schnell eine Unterbelichtung, wenn sie mit der Vollautomatik bei geringem Umgebungslicht fotografieren. Hier reicht dann schlicht der automatisch aufklappende, interne Blitz nicht immer aus, um das Motiv ausreichend zu belichten. Oder dem User ist nicht klar, dass nicht ausreichend durchmischte Motive wie etwa helle Schneelandschaften systembedingt eine Belichtungskorrektur nach oben benötigen. Das sind natürlich keine Fehlfunktionen der 400D.

Eine andere Frage ist es, wie genau die Mess-Sensoren der 400D arbeiten. Das lässt sich z.B. erkennen, wenn man ein gleichmässig ausgeleuchtetes, weisses Blatt Papier formatfüllend bei mittlerer Belichtungsstufe abfotografiert. Da die EOS 400D (wie jede andere Kamera auch) auf einen 18%-Grauwert geeicht ist, sollte das Blatt eben auch in diesem durchschnittlichen Grauwert wiedergegeben werden. Das entspricht beim JPG-Bildformat einem RGB-Wert von 127,5, den man z.B. mit der Pipette im Bildbearbeitungsprogramm aus dem Zentrum ausmessen kann.

Wir haben diesen Versuch mit 13 Objektiven an der 400D durchgeführt (Firmware-Update von 1.05 auf 1.10 brachte keine Änderung) und es ergab sich im Durchschnitt über alle Messungen ein RGB-Wert von 122,5 der recht nahe am Idealwert liegt. Allerdings gab es je nach Objektiv teilweise signifikante Abweichungen.

Das Canon 18-55mm neigt z.B. zu leichten Unterbelichtungen um rund 1/2 Blendenstufe, während das Canon EF-S 60mm 2,8 Makro um etwa 1 Stufe überbelichtet (übrigens auch an der EOS 30D). Selbst bei identischer Belichtungszeit ergeben sich durchschnittliche Abweichungen von über einer Belichtungsstufe. Ursache hierfür sind einerseits wohlmöglich leichte Spannungsvarianzen und offenbar arbeitet die Kommunikation von Objektiv und Kamera nicht konstant bzw. es kommt vermutlich teils zu Fehlinterpretationen der übermittelten Blendenwerte.

Sollte Ihre EOS 400D bei verschiedenen Objektiven durchschnittlich eine erhebliche Messwertabweichung vom mittleren Grauwert aufweisen, kann ggf. eine Anfrage bei Canon bzw. einer der Vertragswerkstätten zwecks Kalibrierung ratsam sein.

freundliche Grüsse
Stefan Gross

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Stativ zu klein ? (5.7.)

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem neuen Stativ und bin durch euer Video auf das Manfrotto 190 XProB aufmerksam geworden
mein Problem ist allerdings das ich ca. 194 cm gross bin und nicht ständig gebückt stehen möchte wenn ich mit dem Stativ fotografiere.

Daher meine Frage wie gross ist es nun komplett ausgefahren, bisher hab ich als Angabe 146 cm gelesen was mir doch sehr niedrig erscheint


mfg

B.S.
 

Hallo Herr S.,

ich selbst bin 189cm gross und komme mit dem 190 XProB auch stehend gut klar.

Die absolute Höhe ist von verschiedenen Faktoren abhängig, so etwa vom zusätzlich aufgesetzten Stativkopf (z.B. lässt sich ein Aktiongriff ansetzen, der die Höhe nochmal um 10-12cm verlängert) der Kamerabauhöhe ggf. mit ergänzendem Batteriegriff und von der Beinstellung.

Bei wenig Wind können die Beine recht eng beisammen sein und so die Stativlänge erweitern. Ich selbst beuge mich bei Einsatz des 190XProB (+ Kugelkopf) etwa 5-10 cm herunter, wenn stehend fotografiert wird. Das ist durchaus noch bequem. Um die Stabilität des Gesamtsystems zu erhöhen und Verwacklungsunschärfen zu vermeiden, empfiehlt es sich jedoch, die Mittelsäule nicht komplett auszuziehen. Hier bewährt sich der Einsatz eines Winkelsuchers, da man jetzt von oben herab durch den Sucher blicken kann und keine so hohe Auszugshöhe mehr benötigt.

Ob beispielsweise die Winkelsuchervariante für Sie in Frage kommt, ist natürlich eine Geschmacksfrage - der Winkelsucher hat nach meiner Erfahrung jedoch weitere Vorteile, etwa um die "Zielwirkung beim geraden Blick durch den Sucher" bei Personenaufnahmen abzumildern oder rückseitig einfallendes und die Belichtungsmessung irritierendes Licht abzuschatten (falls nicht direkt vor der Kamera stehend ausgelöst wird).

freundliche Grüsse
Stefan Gross


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Autofokus trotz Telekonverter am Canon 70-200/4,0 L USM (30.6.)

Hallo,

ich habe erfahren, das sie früher einmal das Canon 4/70-200mm L USM mit Konvertern getestet haben, ich wollte wissen ob da der Autofokus funktioniert hat. Vielleicht können sie mir ja auch noch sagen mit welchem Konverter der Autofokus am Besten funktioniert hat. Und welcher Konverter an diesem Objektiv die beste Qualität erbracht hat.

Gruß
F. S.

 

Hallo Herr S.,

die Telekonverter bis 1,7x (also auch 1,4x und 1,5x) arbeiten alle erfolgreich im AF-Betrieb mit dem 70-200/4,0 zusammen (getestet gerade an der EOS 400D).
Die weiteren Fragen entnehmen Sie bitte dem Traumflieger-Telekonvertertest:

http://www.traumflieger.de/desktop/telekonverter/konvertertest2.php

freundliche Grüsse
Stefan Gross

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Alte Objektive mit Canon DSLR kompatibel ? (27.6.)

Lieber S. G.,

Mein Mann wird am Sonntag 60 und da soll’s mal was besonderes sein. Er hat jahrelang wunderschöne Natur-, bes. Vogelaufnahmen gemacht mit der A1 und später der T 90, hat noch ein großes Arsenal an hochwertigen Objektiven (allein das 500er war damals für unseren Geldbeutel extrem teuer) Nach langer Pause träumt er wieder davon rauszugehen, nun aber „digital“. Budget klein, Fotobegeisterung groß.

Würde mich nach der Lektüre ihrer Site für die Eos 400D entscheiden (+ Ihr Fotobuch natürlich J)

Fragen:

a) sind die alten Objektive ohne AF noch benutzbar mit der 400d ?

b) mit welchem Objektiv soll ich die Camera verschenken, dh welches ist das wichtigste? Evtl. ein kleiner Zoom?

Würde lieber mit wenig, aber gut anfangen und langsam, aber hochwertig (lichtstark etc) aufstocken.

Bitte, bitte eine schnelle Antwort!

Würde gerne noch heute bestellen (Amazon gute Wahl?)

Dank und Gruß

I. A.

Hallo Frau A.,

die manuellen Objektive lassen sich nicht mehr direkt an den modernen EOS-Kameras ansetzen, da sie über einen verkleinerten Bajonett-Anschluss verfügen (FD jetzt EF). Es gibt jedoch einige Anbieter z.B. bei Ebay, die Adapter verkaufen. Bei einigen lässt sich jedoch nicht mehr auf unendlich scharf stellen bzw. es wird dann eine Korrekturlinse zwischengeschaltet. Ich würde es jedoch auf jedenfall einmal antesten, denn ein 500'er Tele kostet ja nicht wenig und optisch sollte es auch mit der EOS 400D harmonieren.

Standard ist für die 400D das Kitobjektiv Canon 18-55. Nicht besonders edel in der Ausführung (Vollkunststoff) aber kostengünstig. Alternativ und wertiger gebaut ist das Canon 17-85 mit Bildstabilisator. Es gibt noch eine Reihe weiterer (Zoom-)Objektive im zunächst empfehlenswerten Weitwinkel-Normalbrennweitenbereich. Sie finden passende, preislich aufgestaffelte Auswahl unter nachfolgendem Link:

eine Objektivauswahl im Traumflieger Objektivberater

Amazon ist meist recht teuer, wenngleich sie einen zuverlässigen Service/Versand bieten. Vielleicht finden Sie unter der Preissuchmaschine günstigere Angebote (siehe hierzu die Links in den einzelnen Objektiv-Übersichten).

freundliche Grüsse
Stefan Gross
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funktioniert Grau- und Polfilter kombiniert ? (6.6.)

Hallo !

Ich bin ein Anfänger in der DSLR Fotografie (besitze eine Canon EOS 400d) und habe eine dumme Frage.

Ist es möglich bzw. sinnvoll an ein Objektiv einen Graufilter UND ein Polfilter gleichzeitig anzubringen ?

Oder sollte man diese immer nur einzeln verwenden?

Ich weiß, das hört sich sicherlich für einen Profifotograf wie Sie sehr komisch an aber ich hab leider nirgendwo eine Antwort gefunden.

Mit freundlichen Grüßen

P. H.

Guten Tag Herr H.,

Grau- und Polfilter harmonieren zusammen, d.h. der Polfilter arbeitet auch weiterhin polarisierend (am besten Lichtquelle im 90-Gradwinkel). Diese Kombination nutze ich ab und zu, um bei Tageslicht Langzeitaufnahmen und Bewegungsunschärfen umzusetzen.

freundliche Grüsse

Stefan Gross

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