Nach einem Jahr löst die Canon G11 den Vorgänger ab und bietet seit Oktober 2010 in der G-Klasse wieder ein Schwenkdisplay. Zudem wird die Auflösung deutlich auf 10 Megapixel reduziert, um den Rauschpegel abzusenken. Sie erfahren, was sich ausserdem getan hat und ob die G11 eine kompakte Alternative für DSLR-Anwender sein kann.

Erwartungsgemäss weiss auch die Nr. 11 aus der Powershot-G-Reihe mit edlem Gehäuse und Design beim Erstkontakt zu überzeugen. Der Body wirkt auch durch sein vergleichsweise hohes Gewicht von 355gr incl. Akku bei noch kompakten Abmessung schlichtweg hochwertig. Für die Hemdtasche ist die G11 allerdings etwas schwer und zu voluminös, findet aber in der Jackentasche durchaus ihren Platz.

Materialtechnisch wurde gegenüber den Vorgängern etwas gespart. Die Verschalung ist jetzt nicht mehr durchgehend aus Magnesium sondern zur Hälfte aus Kunststoff gefertigt. Das fällt uns allerdings erst nach einem genaueren Temperaturtest und nicht unmittelbar auf.

Etwas hübscher ist beispielsweise der Einschalter abgerundet und auch die Short-Cut-Tastenbeschriftung ist besser integriert worden. Generelle Bedienelemente wurden vom Vorgänger übernommen. Beispielsweise die Kombination aus Vierwegetaste mit unterlegtem Daumenrad aber auch Tastenanzahl, übrige Einstellräder und Position am Body entsprechen der G10. 

Erfreulicherweise hat Canon der G11 wieder ein dreh- und schwenkbares Klappdisplay spendiert. Das ermöglicht auch schwierige Aufnahmepositionen im Bodenbereich oder bei Überkopfaufnahmen. Kontrollen vor der Kamera z.B. für Videoreports, bei Selbst- oder Gruppenportraits sind auch bei Nutzung eines Stativs machbar. Da sich das  2,8'' und mit 461.000 Subpixel hochauflösende G11-Display auch in Richtung Kameragehäuse einklappen lässt, ist ein wirksamer Kratzschutz beim Transport gegeben. 

Wie schon an Vorgängern ist der Auslöser nicht besonders ergonomisch, anstelle dem Zeigefinger angeschrägt entgegenkommend thront er oben auf dem Body. Ein Tribut an die kompakten Abmessungen. Anfassqualität und Design der G11 gefallen uns trotz der Kompromisse sehr gut.

Programme und Customfunktionen

Die grundlegende Bedienung der G11 ist zum aktuellen G-Klassen-Wertezugriff konform. Am Programmwahlrad finden sich die für ambitionierte Anwender wichtigen Kreativprogramme, die allerdings gegenüber DSLR-Kameras mit Einschränkungen versehen sind. Unbedarfte Anwender werden hingegen durch SCENE-Programme - ähnlich den Motivprogrammen bei Canon-DSLR - unterstützt. Neu ist die Integration des Stitch-Assistenten innerhalb der Scene-Programme sowie zwei separate Automatikprogramme am Programmwahlrad für wenig Licht und zum sofortigen Auslösen. ISO 3.200 lässt sich an der G11 - im Gegensatz zu den Vorgängern - auf alle Bildgrössenformate anwenden.

Am Programmwahlrad finden sich - wie an einigen Canon-DSLR mit Customprogrammen - zwei C-Einstellungen, die Funktion und Werte aus den Kreativprogramme P/AV/TV und M übernehmen und auch individuelle Menüeinstellungen abrufen können. So lässt sich z.B. das Programm C1 mit einer Belichtungsreihe und Funktionalität des Programm AV nutzen, während am Programm AV selbst die Belichtungsreihe deaktiviert ist. Die ISO-Einstellungen gelten allerdings übergreifend und können nicht individuell belegt werden.

Die Direktwahltaste (Shortcut-Taste) lässt sich mit Funktionen wie Neutraldichte-Filter, Weissabgleich oder Belichtungsmessverfahren belegen. Diese Funktionen sind zwar auch im Livescreen via Funktionstaste aber eben etwas schneller über diese separate Taste erreichbar.
 

Fokussieren

Wie an Vorgängermodellen kann an der G11 die Scharfstellzone zum manuellen Fokussieren über den Bildschirm verschoben werden; ohne jedoch bis ganz in die Randbereiche heranzukommen. Als Grundorientierung wird eine kleine Entfernungsskala eingeblendet, scharfgestellt wird via Daumenrad. Die Feinjustierungsmöglichkeit empfanden wir als ausreichend gut, auch lässt sich meist via Zweifachlupe erkennen, ob die Schärfe getroffen wurde; eine noch höhere Zoomstufe wäre jedoch manchmal willkommen. Besser wäre auch ein Scharfstellring am Objektiv, um noch feinfühliger und schneller als an DSLR-Kameras zu fokussieren. Im Nahbereich kann die Scharfstellung fummelig werden, da abhängig von der Brennweite eine andere Mindestdistanz gilt. Oftmals mussten wir die Brennweite vermindern, um dann manuell erneut zu fokussieren; ein Procedere, das an DSLR nicht anfällt.

Auch im Autofokusbetrieb kann - neben automatischer Messfeldwahl bzw. der Gesichtserkennung - eine flexible Zone gewählt werden, die frei über den Monitor verschiebbar und auch verkleinerbar ist. Die Randbereiche sind allerdings auch hier nicht erreichbar; dennoch ist die Abdeckung idR besser als im optischen Sucher von DSLR-Kameras (ansonsten ist der abgedeckte Bereich in der Liveview zu Canon DSLR etwa vergleichbar).

Der Fokussiervorgang geht flott vonstatten; die G11 braucht kaum länger als eine Sekunde; selbst wenn vom Nahbereich auf unendlich fokussiert wird. Das geht meist deutlich schneller als beim kontrastbasierten Live-Autofokus der DSLR-Liga; Gründe sind  - neben dem kurzen Objektiv-Verstellweg - die generell höhere Schärfentiefe und eine permanente Vorfokussierung. Bei wenig Licht hilft ein praktisches Autofokushilflicht.

Die schon im Vorgänger vorhandene Schärfenreihe kann Aufnahmen automatisch mit veränderter Schärfeebene auslösen. Ausgangspunkt ist eine manuelle Fokussierung, zu der sich jeweils eine Ebene davor und dahinter gesellt (mit justierbarem Abstand). Wird der Auslöser bei aktiver Schärfenreihe durchgedrückt, dann löst die G11 alle drei Aufnahmen automatisch nacheinander aus. Diese Funktion ist z.B. für verrechnete Schärfenreihen nach der DFF-Technik interessant.

Actionmotive und Serienbilder

Auch die G11 bietet - wie schon am Vorgänger - einen dedizierten Servo-Modus, der Bewegtmotive kontinuierlich verfolgt und in dem auch permanent ausgelöst werden kann. Wird das RAW-Format genutzt, dann sind allerdings im Serienbildmodus mit schnellen Karten maximal 0,9 Bilder/Sek. möglich, gleich ob im Servomodus oder manuell fokussiert. Die Quote sinkt auf sehr langsame 0,6 Bilder/Sek, wenn oberhalb von ISO 400 aufgezeichnet wird. Im grossen JPEG-Format ist die Leistung minimal besser (1,1 B/Sek. bis ISO 400, 0,7 B/Sek. > ISO 400). Langsame SD-Karten wie z.B. eine Sandisk erster Generation benötigen die doppelte Zeit, wohingegen eine Sandisk Ultra II etwa 30% langsamer als eine Ultra III an der G11 aufzeichnet. Das sind Werte, die für Actionmotive regelmässig zu langsam sind. Kein Vergleich zu den erheblich flotteren DSLR, die zudem über einen internen Speicherpuffer verfügen.

Auslöseverzögerung

Die Auslöseverzögerung der G11 ist zum Vorgänger etwas verlängert: 105 Millisekunden (ohne Autofokuszeit, G10 = 75 Millisek.) können manchmal ausbremsen. Wer nach dem Auslösen unmittelbar schwenkt oder Bewegtmotive aufnimmt, kann ggf. ein Bild ohne Motiv oder mit deutlichem Versatz ernten. DSLR-Auslöseverzögerungen sind ausserhalb der Liveview meist um 30 - 40% geringer. In der Praxis kommen an der G11 noch verlangsamende Faktoren wie das Problem der Blackout-Zeit (mit 2,4 Sekunden deutlich länger als noch am Vorgänger mit 1,45 Sek.), Kamerastartzeit (1,4 Sek.), Zoomzeit (2 Sek.) und Fokussierzeit (rund 1 Sek.) hinzu. Bis das erste Bild nach Einschalten der G11 im Kasten ist, vergeht regelmässig eine Zeit von 3 - 5 Sekunden. DSLR schaffen das oftmals innerhalb der ersten Sekunde.

Sucher und Monitor

Der optische Sucher offenbart klassentypisch ein recht kleines Fenster. Nur 80% Feldabdeckung bei 0,5facher Vergrösserung (Realgrösse von 11%) deuten an, dass der G11-Fotograf mit dem sogenannten Tunnelblick vorlieb nehmen muss. Optische Sucher der DSLR-Klasse bieten mehr, sind zudem TTL-fähig (durchs Objektiv) und mit einer Info-Konsole ausgestattet. Immerhin passt sich der Bildwinkel im Sucher der G11 an die Brennweite an, kann im Nahbereich jedoch Parallaxenfehler nicht vermeiden und bietet auch keine optische Schärfebeurteilungsmöglichkeit.

Standardmässig ist der 2,8''-Monitor mit 461.000 Subpixel als Screen vorgesehen. Er ist teilentspiegelt und so auch bei hellen Umgebungslichtquellen noch relativ reflexionsarm; zudem auch in der Helligkeit anpassbar. Die Schärfebeurteilung ist bei Verwendung des RAW-Formats - im Gegensatz zu den anderen Bildqualitätsstufen - allerdings problematisch. Schliereffekte durch eine zu langsame Bildwiederholrate - wie noch an der G9 - fallen bei Schwenks im Livebild nicht auf. Allerdings sind uns Farbverfälschungen violetter Motive untergekommen, die blau wiedergegeben werden (am Computermonitor dann korrekt dargestellt).

Soll die Aufnahme via Playtaste kontrolliert werden, kann sich der G11-Anwender sehr schnell einzoomen und durchs Bild scrollen. Das geht etwa doppelt so schnell wie an Canon DSLR selbst neuester Generation.

 

Auflösung und ISO-Rauschen

Canon nutzt an der G11 einen kleinen 1:1,7''-CCD-Sensor. Um eine ansprechende Bildqualität auch in höheren ISO-Stufen zu gewährleisten, wurde die Megapixelzahl von 14,6 auf 10 Megapixel deutlich gedrückt. Das ergibt zwar kleinere Bilder dafür sind aber auch höhere ISO-Werte rauschfreier. Unterm Strich begrüssen wir die Massnahme, denn in der Praxis sind ISO-Werte oberhalb von 400 recht häufig anzutreffen und ergeben qualitativ bessere Ergebnisse. Der Rauschpegel liegt an der G11 gegenüber dem Vorgänger durchgehend um eine Stufe niedriger. Allerdings ergeben sich an der G10 bis ISO 200 aufgrund der höheren Auflösung dennoch Vorteile, da hier die Körnung noch gering ausgeprägt ist.

Das Unschärfe-Problem kleiner Pixel ist an der G11 gegenüber dem Vorgänger aufgrund grösserer Pixel etwas abgemildert (Pixelgrösse von 2,1 statt 1,7 Mikrometer), dennoch empfiehlt sich die Wahl der Blende f8 nach wie vor nicht. In der Praxis besteht auch an der G11 ein eingeschränkter Blenden-Spielraum, der Anwender kann insbesondere im Telebereich praktisch nur mit der Offenblende oder bis f5,6 operieren, zumindest wenn er hochdetaillierte Aufnahmen gewinnen will.


Die Auflösung liegt bei einem Maximum von 1.500 (f4) und durchschnittlich 1.353 Linien (f4-f8) auf einem relativ niedrigem Niveau. Dennoch reicht sie, um grossformatige Ausgabeformate etwa bis DIN A2 in guter Qualität zu bedienen. Der Vorgänger G10 löst im Schnitt 1.735 Linien auf, kann aber ab ISO 400 nicht mehr überzeugen. Das ISO-Rauschen ist gegenüber der G10 deutlich um eine Stufe abgesenkt (45 KB gegenüber 55 KB), an rauschfreiere DSLR-Werte um 30 KB kommt die G11 dennoch nicht heran.

[Informationen zum Testverfahren]

Qualität des Objektivs

Nähere Angaben zur optischen Qualität des Objektivs finden Sie hier.

Belichtung

Die G11 deckt generell  - wie der Vorgänger - ein Zeitfenster von 15 bis zu 1/4.000 Sekunde ab. Allerdings nicht in allen Programmen. Im AV-Programm liegt die längstmögliche Belichtungszeit bei 1 Sekunde und im Programm M und AV ist die kürzeste Zeit auf 1/2.000 beschränkt. Nur im meist weniger interessanten Programm TV sind alle Zeiten einstellbar. Schwer nachvollziehbar, warum kein einheitliches Zeitfenster angeboten wird. Im Gegenlicht bzw. an einem sonnigen Tag und hellem Himmel wird man im Programm AV mit 1/2.000 Sek. regelmässig Überbelichtungen hinnehmen. Zwar bietet die G11 optional eine Saftey Shift-Funktion (dann mit Zeitunterstützung bis 1/4.000) und würde bei Bedarf die Blende bis f8 automatisch schliessen aber dann wäre die Auflösung stark herabgesetzt (siehe oben). Dem kann jedoch durch einen kamerainternen Neutraldichtefilter entgegengewirkt werden. Der bietet eine von uns ermitteltete, knapp dreistufige Belichtungszeitverlängerung, so dass auch sonnige Motivszenen noch mit Offenblende aufgenommen werden können. Durch ihn werden auch gezielte Bewegungsunschärfen bei Tageslicht erleichtert.

Über die Belichtungsmethoden-Taste wird an der G11 die Wahl der Messmethode zwischen Mehrfeld, Mittenbetont und Spot angeboten. Die Mehrfeldmessung berücksichtigt - im Gegensatz zu Canon DSLR - keine Autofokusfelder sondern mittelt über den gesamten Bildbereich. Allerdings kann die Spotmessung mit dem aktiven AF-Feld verknüpft werden. Passt die Messung nicht, lässt sich schnell via Dreh am Belichtungsrad die mittlere Belichtungsstufe im Bereich von +-2 EV anpassen. In der Praxis werden damit regelmässig zutreffend belichtete Aufnahmen an der G11 erzielt. Beispielsweise für hohe Kontraste (DRI-Technik) kann auch auf eine automatische Belichtungsreihe zurückgegriffen werden, die in drei Stufen mit einem Spreizabstand von bis zu 2 EV ausgelegt ist und nach einmaligen Auslöserdruck vollständig abgearbeitet wird.

Der Dynamikumfang der G11 von 9,6 Blendenstufen ist im RAW-Format besser als bei JPEG-Aufnahmen, allerdings sind Korrekturen bei DSLR meist noch umfangreicher möglich (etwa um 10,5 EV). Siehe hierzu auch unseren Mitglieder-Report "die besten RAW-Dateien".

Video

Die Videofunktion will - wie am Vorgänger -  eher als nette Beigabe verstanden werden; an die Funktionalität eines Camcorders oder die Videofunktion höherwertiger DSLR reicht sie nicht heran. Eingriffsmöglichkeiten während der laufenden Aufzeichnung bestehen praktisch keine. Man kann weder Zoomen (Ausnahme Digitalzoom) noch Scharfstellen (weder Autofokus noch manuell), auch die Belichtungsanpassung wird grundsätzlich vollautomatisch durchgeführt. Schärfe und Zoomstufe müssen daher vor der Videoaufzeichnung eingestellt werden.  Das ist im Regelfall kein Problem, denn die hohe Schärfentiefe der Kompaktkameraklasse erfasst mit Ausnahme des Nahbereichs praktisch alle Motive. Einstellbar sind zudem der Weissabgleich, Farbwirkung und der Neutraldichte-Filter. Die mittlere Belichtungsstufe lässt sich seltsamerweise nicht über das Drehrädchen sondern via Sterntaste ändern.

Alles in allem ist die Videofunktion - wie schon an der G10 - brauchbar, die Filme wirken qualitativ noch hochwertig, wenngleich aufgrund des kleinen Sensor kein gestalterischer Spielraum besteht (Spiel mit der Schärfentiefe) und wichtige Parametereingriffe fehlen. Wer ernsthaft filmen möchte wird mit Camcordern oder den Video-DSLR idR besser bedient.

 

Sonstige Funktion

Die G11 bietet einen integrierten Blitz, der Motive bis in maximal 7 Meter Entfernung aufhellt (Endbrennweite bis 4m). Er lässt sich im manuellen oder automatischen Modus betreiben, in der Helligkeit um +-2 Stufen korrigieren und auch auf den 1. oder 2. Verschluss synchronisieren. Wem der interne Blitz nicht reicht, kann über den Zubehörschuh auch externe Kompaktblitzgeräte beispielsweise Canon Speedlites 430/580 I und II aber auch Drittanbieter nutzen; auch Slaveblitze lassen sich betreiben.

Der Selbstauslöser-Modus bietet umfassende Optionen. Es können Presetwerte mit 10 oder 2 Sekunden aber auch anwenderdefinierte Werte mit bis zu 10 Aufnahmen bei flexibler Intervallzeit abgerufen werden (z.B. 7 Aufnahmen mit einer Pause von 5 Sekunden oder 10 Aufnahmen mit 30 Sekunden Pause dazwischen). Diese Funktion kann einen klassischen Timer nicht unbedingt ersetzen aber immerhin deutlich mehr als an Canon DSLR kameraseitig geboten wird.

Das Menü bietet - neben weiteren Funktionen - auch ein MyMenü, in dem favorisierte Menüeinträge individuell für den Schnellzugriff abgelegt werden können. Auf einen Blick einsehbar sind 5 Punkte, dank Scroll-Liste sind aber auch mehr Einträge hinterlegbar.

Die Akkulaufzeit (NB-7L) liegt etwa bei 400 Bildern; wird das Display abgeschaltet können bis zu 1000 Aufnahmen durchgeführt werden. An Schnittstellen ist eine HDMI-Schnittstelle für Flachbildschirme hinzugekommen, auch eine Fernauslöser-Buchse lässt sich für Fernauslöser mit 2,5mm-Stereoklinkenkabel aber auch für Funk- oder Infrarotauslöser nutzen. Eine PC-Buchse mit AV-Out bzw. zur Verbindung mit einem Computer wird als Mini-USB (Adapter auf Cinch vorhanden) ebenfalls geboten.


Bitte beachten Sie unsere
Hinweise zur Bewertung


Fazit:

In Sachen Bildqualität hat die G11 nicht generell gegenüber dem Vorgänger aufgeholt, dennoch sind die höheren ISO-Werte spürbar rauschfreier und so wird man im Schnitt auch mit der niedrigeren Auflösung ggf. zufriedener sein. Bei wenig Umgebungslicht sind bis ISO 1.600 noch durchaus brauchbare Aufnahmen möglich.

Die Konfigurierbarkeit ist grundsätzlich einer DSLR ähnlich, kann aber aufgrund der eingeschränkten Belichtungs- und Blendenwerte nicht die Flexibilität einer Spiegelreflexkamera bieten. Vor allem im  Telebereich fehlt es an Gestaltungsspielraum mit der Blende. Immerhin hilft einem der einschwenkbare Graufilter in helleren Aufnahmesituationen.  Für Bewegtmotive ist die G11 - wie schon die Vorgängermodelle - nur sehr eingeschränkt brauchbar, dafür ist die Serienbildgeschwindigkeit zu lahm und die Livebild-Dunkelzeit zu lang. Auch Makroaufnahmen lassen sich aus der Hand an DSLR besser durchführen.

Trotz der Kritik - die wir als ambitionierte DSLR-Anwender nennen - bietet die G11 für Standardmotive viel, denn das RAW-Format, automatische Belichtungsreihe und Customprogramme sind schon sehr hochwertige Features. Nettigkeiten wie eine automatische Schärfenreihe, flexible Spotbelichtungsmessung und einen Panoramamodus finden sich - wenn überhaupt - sogar nur in ganz wenigen DSLR-Modellen. Ein grosser Vorzug ist das frei dreh- und schwenkbare Display, das sich in Sachen Bildcontrolling während der Aufnahme bewährt.

Als unangenehm empfinden wir allerdings an der G11 - wie schon an Vorgängern -, dass bei der Bildrückschau RAW-Dateien aufgrund eines kleinen, eingebunden JPEG-Vorschaubildes unscharf dargestellt werden und daher unterwegs eine Schärfenkontrolle erschwert wird. Unbedarften JPEG-Fotografen wird das aber nichts ausmachen und dank des idR recht zuverlässigen Autofokusbetriebs kann man dann hoffentlich am heimischen Computer hochdetaillierte RAWs geniessen oder vorher eine Testaufnahme im JPEG-Format machen.

Alles in allem erhält die G11 noch unseren Kauftipp-Kompaktkameras.


Technische Daten

Markteinf.:

Preis:

kaufen bei:

Sensor:

 

Serienbilder:

Bildformat:

Monitor:

Autofokus:

ISO-Bereich:

Belichtung:

Gehäuse:

Oktober 2009

UVP 589 EUR

Amazon | Preissuchm. | Ebay

10,0 Megapixel (CCD, 1:1,7'')

7,6 x 5,6mm | 2,1 µm Pixel

maximal 1,1 Bilder/Sek.

3.648 x 2.736 Pixel

2,8-Zoll mit 461.000 (Sub-) Pixel

frei verschiebb. AF Feld , AiAF

ISO 100 bis 3.200, Auto-ISO bis 800

15 bis 1/4.000 Sek./ Korr. +-2 EV

355 gr. inkl. | 11 x 8 x 5cm | Magn./Kunstst.

weitere Ausstattung:
  • Objektiv-Lichtstärke 2,8-4,5, 28 - 140mm (Kleinbild)
  • Dreh- und schwenkbares Display
  • Video 640 x 480 (320 x 240), Movie-Format (h264)
  • 5fach optisch Zoom, 4x-Digitalzoom (nur Video und kleine Bildformate)
  • Simultane RAW- und JPEG-Aufzeichnung
  • Gesichtserkennung
  • 22 Aufnahmemodi
  • Auto ISO
  • HDMI-Ausgang
  • im Objektiv Integrierter Bildstabilisator (bis ca. 4 Stufen)
  • Safety Shift
  • automatische Belichtungsreihe
  • automatische Schärfenreihe
  • einschwenkbarer Graufilter
  • Akku: NB-7L

 

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  Leserkommentare:


Derzeit sind hier 3 Kommentare vorhanden:
 

Matze: Ich möchte nicht kleinlich sein und mir ist bewusst, dass es der testgüte keinen abstrich tut, aber das ist kein Biber sondern ein Otter ;)
(21.10.2010, 20:41 Uhr)

Peter Paul Zehner: Die G11 hat einen etwas differenzierten Eindruck hinterlassen, einerseits ist sie ein ästhetisches Prachtstück - klein schwarz stark - mit super Verarbeitung, andererseits unterscheidet sich die Bedienung doch von einer klassischen Kompakten oder aktuellen digitalen SLR. Mit RAW habe ich sehr gute Ergebnisse erzielen können. Man muss sie lieben...
(17.08.2010, 08:00 Uhr)

Andy: G11 = auch eine Kamera zum Einsteigen, allerdings für Leute das Foto Thema zu erlernen, ohne gleich eine DSLR zu beschaffen.

Meine Kaufgründe:
.) Relativ leichtes Gewicht (also [fast] immer dabei)
.) Die G11 liegt sehr gut in der Hand + gute Verarbeitung
.) Klappdisplay kombiniert mit diesen Kameraabmessungen ist genial
.) Unter Anderen: Manueller Modus ladet zum kreativen Experimentieren aber auch zum "Verstehen" ein!

Die weniger guten Dinge
-) Telebereich könnte größer sein.
-) vermisse Videoformat 720p als Minimum
-) miniatur und fisheye im Scenery Mode (als firmware update???)
-) relativ hoher Preis für das Unterwassergehäuse, ABER Im/Bei: Schnee (Sport), Sand, Meer/See/Fluß, Regenfall, Wasserrutsche am Rummelplatz etc... auch Videos damit/davon lassen der Kreativität kaum Grenzen...

Bin trotzdem sehr zufrieden, als "Newbie" mit dieser Kamera ernsthaft begonnen zu haben.
Als Sprungbrett zur DSLR, so denke ich, die ideale Einstiegsdroge - oder wird dann eine DSLR zur Zweitkamera ? :)
(11.08.2010, 13:36 Uhr)

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