Weit verstreut im Internet liegen sie, die Tipps zur Canon 300d. Grund genug, hier einige von ihnen zu sammeln und um eigene Erfahrungen zu ergänzen


Fokusprobleme bei ungünstigen Lichtverhältnissen umgehen:

Der Autofokus der 300d ist zwar schnell und generell recht zuverlässig, Probleme hat auch er bei ungünstigen Lichtverhältnissen. 
Prinzipiell versuche ich, auf den internen Blitz zu verzichten, um keine harten Schatten und zu direktes Licht auf das Motiv zu werfen. Hierbei zeigt sich jedoch, dass der Autofokus sein Ziel oftmals nicht findet. Eine Lösung (neben dem manuellen Fokussieren) liegt im Herausklappen des Blitzes, der dann durch Vorblitze die nähere Umgebung ausleuchtet, dann die Verschlusstaste halb durchdrücken, den Blitz wieder herunterklappen und den Verschluss ganz durchdrücken. Vorsicht bei der Aktion, dass die Position der Kamera unverändert bleibt, damit das Bild auch scharf wird.

Ich hörte von einem Tipp, wonach die Mehrfeldmessung zu besseren Fokusergebnissen führen würde (in den Kreativprogrammen besteht die Möglichkeit, die Messung von Einzel auf Mehrfeld umzustellen). Dies ist zwar korrekt, hat aber zur Folge, dass irgend ein Einzelmesspunkt angewählt wird, der wohlmöglich nicht auf dem gewünschten Motivdetail liegt. zum Dokumentanfang

Löschen der Fotos am schnellsten über die Funktion an der Kamera:

Um die Bilder nach erfolgreichem Transfer an den Computer schnellstmöglich wieder zu löschen, empfiehlt es sich, dies manuell an der Kamera vorzunehmen.) Das Löschen über die mitgelieferte Software (Zoombrowser), ein Formatieren der CF-Karte oder das softwaregesteuerte Löschen bei Nutzung eines Card-Readers ist in allen Fällen langsamer (Ausnahme USB2).

Übrigens, um ein Bild direkt nach der Aufnahme zu löschen, braucht man nicht erst in den "Play"-Modus zu wechseln; es reicht, die "Mülleimer"-Taste zu drücken, solange das Foto unmittelbar nach der Aufnahme auf dem Display angezeigt wird.  zum Dokumentanfang

für die Weckfunktion reicht ein Antippen der Auslösertaste:

Um Battery-Power zu sparen, empfiehlt es sich, die Kamera in den Sleep-Modus nach ein paar Minuten zu versetzen. Anfangs hatte ich die Voreinstellung von einer Minute gewählt, dies aber nach einiger Zeit auf 4 Minuten erhöht, weil während der Fotosession die Kamera immer wieder neu geweckt werden musste.
Dabei drückte ich dann solange den Verschluss durch, bis die Kamera nach etwa 2 - 3 Sekunden wieder einsatzbereit war. Dann stellte ich allerdings fest, dass ein simples und kurzes Antippen der Verschlusstaste völlig ausreicht, um die Kamera wieder zu wecken. zum Dokumentanfang

Kamera auszuschalten, während sie noch Daten auf die CF-Karte schreibt, ist unschädlich:

Um Datenverluste zu vermeiden ist es dringend anzuraten, die Compact Flash-Karte nicht aus dem Slot zu ziehen, während noch Daten auf die Karte geschrieben werden (zu sehen an der rot aufleuchtenden Diode unter dem Pfeiltastenfeld). 
Was passiert jedoch, wenn die Kamera ausgeschaltet wird, während das rote Lämpchen noch flackert ?
Antwort: Garnichts, die Daten werden trotzdem weiterverarbeitet und es kommt zu keinem Bildverlust.zum Dokumentanfang

Hoher Batterieverbrauch bei Selbstauslöser:

Bei meiner Praxis nutze ich sehr häufig die Selbstauslöserfunktion, um das Bild durch Auslösen der Verschlusstaste nicht zu verwackeln bzw. um das Motiv schnell noch mit beiden Händen für den Shoot optimieren zu können.
Leider kostet der 10 Sekunden-Countdown durch die blinkenden Dioden recht viel Power, so dass die Batterie schnell an ihre Grenze kommt. Abhilfe schafft hier nur ein Fernauslöser, der die leidliche Wartezeit auf erträgliche 2 Sekunden reduziert und recht kostengünstig zu erwerben ist. Passend - auch für die 300d -  ist der kabellose RC 5 (Link zur Amazon-Seite).
Für Nachtaufnahmen, die länger als 30 Sekunden dauern sollen (dann bis zu 2,5 Stunden möglich), ist der Fernauslöser zwingend notwendig. zum Dokumentanfang

Schärfeparameter auf +1 ist optimal für beste Ergebnisse

Der kamerainterne Parameterpresetwert für die Schärfung liegt auf 0. Wie sich zeigt, lässt sich dieser Wert mit guten Ergebnissen - ohne überschärft zu wirken - auf +2 verändern. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn die Bilder nicht noch softwaretechnisch nachbearbeitet werden.

Für diejenigen, die noch Optimierungsarbeiten an den Bildern am Computer vornehmen, dürfte der Wert auf +1 die besten Ergebnisse bringen, wenn die Bilder anschliessend nachgeschärft werden.
Wie sich die Parameterwerte auf das Bildergebnis auswirken, wird hier bzw. unter  http://www.motivblick.de/EOS/Scharf.html gezeigt.  zum Dokumentanfang

Winkelsucher von Minolta passt

Für Aufnahmen in Bodennähe musste ich mich bisher immer flach legen, um durch den Sucher gucken zu können. Um mir das Leben etwas zu erleichtern, bestellte ich den Winkelsucher C von Canon bis ich hörte, dass auch Winkelsucher von Minolta passen sollen. In diesem Fall war es erfreulich, dass Canon den Sucher derzeit nicht ausliefern konnte, so dass ich bei einem Fachhändler zu einem weit günstigerem Preis einen Winkelsucher erstehen konnte.
Wie ich hörte, werden die Minolta-Winkelsucher (Bezeichnung: VN) als Geheimtipp unter Canon-Fotografen gehandelt.

Sie fotografieren nicht oder selten in Bodennähe ? Selbst dann kann ist ein Winkelsucher bei Motiven vorteilhaft, die über der eigenen Köpfhöhe anvisiert werden. Dies macht sich in einer deutlich entspannteren Körperhaltung bemerkbar.

Generell ist natürlich anzuraten, vor einem Kauf beim Händler zu checken, ob er auch tatsächlich auf den Sucher passt (ggf via Adapter). zum Dokumentanfang

hohe Auflösung und niedrige ISO-Werte für Bilddetails und Ausdruck wählen

Für den erfahreneren Anwender zwar selbstverständlich sei dennoch dieser Tipp erwähnt.

Wer nicht mit der höchsten Bildauflösung seine Fotos macht, dürfte sich später am PC ärgern, wenn er feststellt, dass ein besonders gelungenes Bild für einen grossformatigen Ausdruck bzw. um interessante Details aus dem Bild herauszuschneiden, ungeeignet ist. 

Die gilt gleichermassen auch für die ISO-Werte. Wenn diese über 400 liegen, ist das Bild verrauscht und durch feine Artefakte überzogen. Dies mag zwar bei kleinformatigen Bildausgaben z.B. für das Internet undramatisch sein, für den Ausdruck bzw. bei Verwendung von einzelnen Bildteilen kann dies jedoch höchst störend wirken. Ein Beispiel hierzu findet sich hier zum Dokumentanfang

Belichtung von Mehrfeld- auf Selektivmessung umstellen

Gleich drei verschiedene Methoden der 300d zur Belichtungsmessung machen es dem Anwender nicht gerade leicht, den Durchblick zu behalten.

In der Praxis ist vor allem die Selektivmessung interessant, doch zunächst einmal der kurze Überblick zu den Messmethoden:

  • Mehrfeldmessung (Standard): die Belichtung wird über das gesamte Bild gemessen

  • Selektivmessung: die Belichtung wird im Fokuszentrum gemessen (9% des Sucherbildes)

  • Mittenbetonte Integralmessung: wie Selektivmessung, nur etwas grösseres Messfeld

Die Mehrfeldmessung findet in allen Programmen ausser dem manuellen Modus (M) Anwendung und hat in manchen Belichtungssituationen unerwünschte Ergebnisse zur Folge. Dies ist immer dann der Fall, wenn das Hauptmotiv anders als die Umgebung beleuchtet wird. Liegt ihr Hauptmotiv beispielsweise im Schatten, während die Umgebung hell erleuchtet ist, dann wird die Mehrfeldmessung zwar die Umgebung angemessen ausleuchten, das Hauptmotiv versinkt jedoch im dunklen Schatten. Dies gilt auch für die umgekehrte Situation: Wenn das Hauptmotiv wesentlich heller als die Umgebung ist, dann wichtet die Mehrfeldmessung die dunkle Umgebung zu stark und das Zentralmotiv wird überstrahlt, d.h. zu hell dargestellt. Abhilfe schafft hier die Selektivmessung. Dazu ein konkretes Beispiel:

Ein Kaktus als Hauptmotiv wird angeleuchtet, während die Umgebung dunkel ist

Wie zu erkennen, weist der Kaktus nach der Mehrfeldmessmethode überstrahlte Bereiche auf, bei denen Details verschluckt sind.

Das rechte Bild ist zwar auch nicht optimal gelungen (siehe nächsten Tipp), dennoch ist der Kaktus bei der Selektivmessung weit weniger überstrahlt und weist mehr Details auf.


 

Um die Selektivmessung einzustellen, gehen Sie wie folgt vor:

Fokussieren Sie ihr Motiv und stellen es scharf, jetzt drücken Sie die *-Taste (angezeigt wird dies durch den Stern im Sucherbild) und drücken die Verschlusstaste. Der Vorgang unterscheidet sich also vom gewohnten Vorgehen nur dadurch, dass vor dem Auslösen die *-Taste gedrückt wird.

Wenn Sie die *-Taste versehentlich gedrückt haben, so verschwindet sie nach 5 Sekunden automatisch, sobald die grüne Leuchtschrift im Sucher erlischt, oder Sie drücken einfach die Taste rechts daneben.

Ergänzend ist anzumerken, dass die Selektivmessung nur in den Kreativmodi P/TV/AV verfügbar ist. zum Dokumentanfang

Überstrahlung vermeiden: die Belichtung um 2 Drittelstufen verringern

Bei Motiven die hell erleuchtet sind ist es ratsam, die Belichtung generell um zwei Drittelstufen zu reduzieren. Dies möchte ich kurz an dem Kaktusbild des vorherigen Tipps demonstrieren. Dort war  trotz Selektivmessung das Motiv nicht optimal abgebildet:

Die Reduzierung der Belichtung um zwei Drittelstufen bringt nocheinmal mehr Kontrast ins Bild - Details werden besser herausgearbeitet.

Die Zeichnung in den Schattenfeldern des Kaktus ist zwar ein wenig abgeschwächt, doch wird dieser Nachteil durch höhere Qualität der ausgeleuchteten Bereiche aufgewogen.

Um die Belichtungsstufen zu reduzieren, halten Sie den AV-Knopf gedrückt, während Sie gleichzeitig das Einstellrädchen nach links drehen.zum Dokumentanfang

Abweichung von Sucherbild und Chipabbild zum Vorteil nutzen

Nicht nur der Chip der 300 d ist gegenüber der Kleinbildkamera beschnitten (sogenannter Crop-Faktor), sondern auch das Sucherbild zeigt weniger an, als schliesslich auf dem Foto zu sehen ist.

Um dies zu verdeutlichen hier ein Blick auf eine Holztrennwand, die im Sucherbild genau eingepasst war:

Um die Belichtungsstufen zu reduzieren, halten Sie den AV-Knopf gedrückt, während Sie gleichzeitig das Einstellrädchen nach links drehen.zum Dokumentanfang

Abweichung von Sucherbild und Chipabbild zum Vorteil nutzen

Nicht nur der Chip der 300 d ist gegenüber der Kleinbildkamera beschnitten (sogenannter Crop-Faktor), sondern auch das Sucherbild zeigt weniger an, als schliesslich auf dem Foto zu sehen ist.

Um dies zu verdeutlichen hier ein Blick auf eine Holztrennwand, die im Sucherbild genau eingepasst war:

der rote Rahmen zeigt die Begrenzung des Sucherbildes an. Alles was ausserhalb zu sehen ist, landet dennoch auf dem Foto.

Interessant dabei, dass der zusätzliche Platz nur seitlich und oben nicht jedoch unten gewonnen wird. 

In Zahlen ausgedrückt ergibt sich folgender Mehrgewinn an Platz:

3 % jeweils links und rechts vom Sucherbild
5 % oberhalb der Sucherbegrenzung

Dies zu wissen kann beispielsweise für Situation nützlich sein, bei denen auf ein Foto verzichtet wird, weil die entscheidenden Elemente nicht komplett auf das Foto zu passen scheinen. zum Dokumentanfang

Das Märchen von der Brennweitenverlängerung

Der Chip an der 300 d ist im Vergleich zur Filmgrösse der Kleinbildkamera beschnitten. Hier wird allgemein vom Crop-Faktor gesprochen, der um den Faktor 1,6 kleiner ausfällt, als die Filmebene seines analogen Pentdants. Was die Freunde von Weitwinkelaufnahmen zu Recht ärgert, ist der Beschnitt, der ihnen z.B. bei Panorama-Aufnahmen fehlt. Anhänger der Telebrennweiten freuen sich umsomehr, denn der Crop-Faktor erscheint vielen in Form einer sogenannten "Brennweitenverlängerung" als kostenlose Zugabe. Hier wird offenbar aus einem 50 mm - Objektiv an der Kleinbildkamera unverhoffter Dinge eines mit 80 mm Brennweite. Die Anhängerschaft jener wundersamen Brennweitenvermehrung stellen sich dies in etwa so vor:

Zwar wird der Ausschnitt kleiner, die Inhalte jedoch grösser dargestellt - so die hoffnungsfrohe Mutmassung

Die Realität sieht etwas ernüchternder aus: der Ausschnit wird auf 62,5 % beschnitten jedoch bei unveränderter Darstellungsgrösse.

Wer das nicht glauben mag, der nehme sich einmal eine Kleinbildkamera und die 300d in die Hand und schaue bei gleicher Brennweite durch den jeweiligen Sucher. zum Dokumentanfang

bei Objektivwechsel immer erst die Kamera ausschalten ?

In manch eiliger Situation ist ein schneller Wechsel der Objektive notwendig - da können ein paar Sekunden zuviel ein gelungenes Foto weniger bedeuten. In meiner Praxis hat sich gezeigt, dass die Kamera dafür keineswegs ausgeschaltet werden muss, sondern auch im laufenden Betrieb das neue Objektiv problemlos erkennt. zum Dokumentanfang

welche Objektive funktionieren an der 300d und welche nicht ?

Die Beantwortung dieser Fragen erfordert etwas mehr Platz und wurde daher auf einer separaten Website dargestellt: Objektivübersicht zur 300d   zum Dokumentanfang

 

RAW oder Jpeg-Format, ein Qualitätsvergleich

Raw gilt als das Nonplusultra-Bildformat, wenn es um die Feinabstimmung nach der Aufnahme geht. Weissabgleich, Farbtönung, Kontrast, Schärfe und dergleichen lassen sich so nachträglich definieren. Diese Vorteile kosten jedoch mehr Speicher und zusätzliche Konvertierungsarbeiten sind notwendig. Doch zeigt es auch unabhängig davon eine bessere Bildqualität ?

Um dies zu testen, wurden zwei Aufnahmen einer Grafik vorgenommen:

a) höchste Jpeg-Auflösung, Bildgrösse: 2,1 MB

b) Raw-Format, Bildgrösse: 6,2 MB

Das Foto im Raw-Format wurde mit dem Canon-Fileviewer unverändert ins verlustfreie 16-Bit-Tiff-Format gewandelt. Zu sehen ist die vollaufgelöste Testgrafik aus dem Zentralbereich der Gesamtaufnahme:

Ergebnis: keine gravierenden Unterschiede - zumindest für die gezeigten Aufnahmen. zum Dokumentanfang

 

manueller Weissabgleich: reicht das Zentrum oder ist die ganze Bildfläche erforderlich ?

Obwohl das Handbuch behauptet, für einen manuellen Weissabgleich sei es ausreichend, wenn lediglich das Bildzentrum von der Vorlage abgelichtet werde, tauchte die Ansicht auf, dass eine formatfüllende Fläche erforderlich sei. 

Ein kurzer Test soll zeigen, was zutreffend ist:

a) für den manuellen Weissabgleich wird eine Vorlage abgelichtet, die nur ein paar weisse Flächen zeigt, der Fokus liegt dort auf einer weissen Stelle im Zentrum (rotes Quadrat) b) beim zweiten Test wird eine komplette Fläche für den manuellen Weissabgleich fotografiert

Ergebnis für a):


Ergebnis für b):

   

Offenbar scheint es also ausreichend zu sein, wenn lediglich das Zentrum für den Weissabgleich abgelichtet wird. zum Dokumentanfang

Fernauslöser im Selbstbau

Eine detaillierte Bauanleitung findet sich hier

zum Dokumentanfang


300d-Display zur Bildbeurteilung geeignet ?

Wer kein Notebook zur Bildbeurteilung mit auf die Fotosession nimmt, steht vor der Frage, wie gut das 300d-Display zur Bildbeurteilung geeignet ist.

Um dies zu testen, wurde das Bild  an der 300d bei 10facher Vergrösserung betrachtet (höchste Jpeg-Auflösung, Parameter-Preset-Wert 1) und hier so exakt wie möglich nachgebildet. Das hochaufgelöste Bildschirmbild wurde anschliessend dann auf die Original-Displaygrösse zurückverkleinert, um den Unterschied zu verdeutlichen:

Ergebnis: das Original-300d-Monitorbild erscheint ein wenig farbkräftiger und gleichzeitig etwas weniger scharf als das zurückgerechnete. Zudem wird deutlich, dass es trotz zehnfacher Vergrösserung noch immer um den Faktor 3 kleiner abgebildet wird, als bei voller Auflösung am Bildschirm (bei 1024 x 768). Für die Schärfebeurteilung gilt es also noch einen kleinen Tick mehr an Auflösung gedanklich hinzuzurechnen, soweit nicht schon die Schärfung an der 300d individuell hochgesetzt wurde.  zum Dokumentanfang

Autofokus: Belichtungsprobleme bei zentralem Autofokus-Messfeld und Kameraschwenk

Für viele Motive bietet sich der zentrale Autofokusmesspunkt an, wenn der Hauptakteur mittig postiert ist. Besteht jedoch das Motiv aus mehreren Elementen, die gleichermassen eingefangen werden sollen, dann kann das zentrale Autofokus-Messfeld auf ein gewünschtes Element fokussiert werden und der Ausschnit bei halb durchgedrückter Auslöser-Taste mit einem Kameraschwenk dezentral verändert werden. Wer sich also die Mühe sparen will und diese Möglichkeit einer Neuauswahl des Autofokus-Messfeldes vorzieht, kann mit der Belichtung Probleme bekommen, wenn durch Ausschnittsveränderung neue Lichtverhältnisse entstehen, was für gewöhnlich regelmässig der Fall sein dürfte. Dazu ein

a) der Kaktus wird mit dem zentralen AF-Messfeld fokussiert b) ein Rechtsschwenk bei halb durchgedrückter Auslösertaste soll auch den zweiten Kaktus einfangen und die Taschenlampe ausblenden c) statt des Rechtsschwenks wird hier mit dem linken AF-Messfeld der linke Kaktus fokussiert. Beachten Sie die Veränderung in der Belichtung zu a) + b)

Wie zu sehen, stellt sich die Mehrfeld-Belichtungsmessung in Beispiel a) auf die helleren Bildelemente der Taschenlampe und den fehlenden, dunklen rechten Kaktus ein, und wählt eine kürzere Belichtungszeit. Wird diese jedoch durch die halb durchgedrückte Auslösertaste fixiert und durch Kameraschwenk auf einen neuen Ausschnitt verlegt, ist die Belichtungsmessung darauf nicht eingestellt und belichtet in Beispiel b) unter. 

Das Beispiel c) zeigt, dass die Messung besser funktioniert, wenn statt einer Ausschnittveränderung die Neuwahl des Autofokusmessfeldes vorgenommen wird, oder besser noch, der Autofokus durch kurzes Umschalten am Objektiv auf manuell umgestellt wird. Dies gilt natürlich nur, wenn der Kreativmodus AV (manuelle Verstellung der Blende bei automatischer Belichtungswahl) genutzt wird, zu dem aus praktischen Gründen für die allermeisten Motive anzuraten ist.  zum Dokumentanfang

Firmwareupdate: wie wird es vorgenommen und was bringen gehackte Versionen ?

Für diesen umfangreichen Tipp bitte hier klicken

zum Dokumentanfang

Vorteile aus dem RAW-Format ziehen

Wie sich der Dynamikumfang des Bildsensors erweitern lässt und weitere RAW-Tipps finden sich hier im RAW-Report

zum Dokumentanfang

 

Weitere Tipps

werden hier regelmässig veröffentlicht. Falls Sie eine Benachrichtigung wünschen, sobald hier neue Tipps veröffentlicht werden, dann tragen Sie sich doch kurz in die Formularfelder ein.

Übrigens, das "Profihandbuch zur Canon EOS 300D" ist eine Fundgrube für noch mehr Tipps !

 

 


Traumflieger-Hintergrundinfos

Wissen


Umfrage

Traumflieger-Hintergrundinfos

Wissen


Umfrage