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home - Fototechnik - 37 Kugelköpfe im Test |
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Benro KS-1 (115 Euro) - Benro B-2 (145 Euro) - Benro J-0 (149 Euro) - Benro J-1 (159 Euro) - Benro J-2 (169 Euro) - Cullmann Magn. MB 6.5 (ca. 145 Euro) neu seit Mai 2012 - Feisol CB-40D (ca. 129 Euro) neu im Report seit Mai 2012 - Feisol CB-50D (ca. 149 Euro) neu im Report seit Mai 2012 - Kaiser 6011 (139 Euro) - Novoflex Magicball Mini (169 Euro) - Manfrotto Action-Griff 322 (110 Euro) - Sirui K-10x (ca. 100 Euro) neu im Report seit Juli 2011 - Sirui K-20x (ca. 115 Euro) neu im Report seit Juli 2011 - Triopo B-2 (105 Euro) - Triopo B-3 (150 Euro) - Traumflieger-Kommentar |
Rund 115 Euro werden für den Benro KS-1 verlangt. Rein äusserlich und haptisch wirkt der aus Aluminium gefräste Kopf edler als die meisten (Ausnahme Sirui) der vorgestellten Kugelköpfe in der Klasse bis 100 Euro. Auch ausstattungstechnisch bietet er viel: skalierte Panoramaplatte mit separater Feststellmöglichkeit, Friktion, Schnellwechsel-System mit Durchreichsicherung sowie einer Schnellwechselplatte und Schraubenschlüssel im Lieferumfang.
Die gummierten aber
ansonsten metallenen Feststellschrauben liegen angenehm im Griff,
lassen sich
jedoch komplett abdrehen und haben noch einen gewissen Schraubencharakter und
weniger denjenigen eines dezent abbremsenden Einstellbuttons.
Das arca-swiss-kompatible Schnellwechselsystem lässt sich über eine separate Schraube verschliessen und verkeilt dann sicher die Schnellwechselplatte. Leider muss die Platte (QR-1) seitlich eingeschoben werden und lässt sich nicht - wie etwa bei der neuentwickelten und hier vorgestellten J-Serie - von oben aufsetzen. Die Durchreich-Sicherung ist eigentlich eine nützliche Absicherung, sie verhindert jedoch ebenfalls ein schnelles Aufsetzen und wurde daher bei der neuen J-Serie weggelassen.
Mit vergleichsweise satten 560 gr. verspricht der Benro KS-1 lt. Hersteller ein Auflagegewicht von 12 Kilogramm zu halten. Bei unserem Test sackte der Kopf jedoch schon bei der 2. Testauflage mit 2,8 kg komplett ab. Die Nachsack-Leistung mit 4mm bei kleinerem Gewicht bis ca. 1,5 kg lässt sich jedoch sehen. Auch eine überdurchschnittliche Verwacklungsdämpfung von 260 Linien spricht für den Kopf.


Der Benro B-2 ist noch relativ neu am Markt und kann praktisch als renoviertes Modell der nachfolgend vorgestellten J-Serie angesehen werden (die J-Serie wurde zwischenzeitlich aus patentrechtlichen Gründen vom Markt genommen). Der rund 145 Euro teure Benro B-2 ist mit einer skalierten Panoramaplatte, Panorama-Feststellschraube sowie arca-swiss kompatiblem Schnellwechselystem nebst separater Friktionsschraube gut ausgestattet. Die Schrauben sind durchweg gummiert und liegen sehr angenehm in der Hand.
Mit
480 Gramm ist der Benro auch für die gewichtsoptimierte Reise interessant. Der
Kopf ist aus 6011-Aluminium gefräst und weist - wie viele Köpfe im Testfeld -
eine schwarze Eloxierung auf. Schon bei der erste flüchtigen Begegnung
vermittelt er eine überzeugende, haptische Qualität. Auch im eingehenderen Test
weiss der Benro B-2 zu überzeugen, denn seine Halte- und Dämpfungsfähigkeiten
stehen hinter teureren Köpfen praktisch nicht nach.
Der Hersteller gibt 20 KG-Haltefähigkeiten an, doch wir taxieren ihn zumindest im kritischen, angeschrägten Hochformat etwa auf 7 KG Haltefähigkeit ohne allzustarkes Absacken. Die beiden ersten Testauflagen meisterte er klaglos, allein die 1D Mark III mit dem Canon 300mm/2,8 L IS USM nötigte ihm ein - allerdings relativ geringes - Nachsacken von 9 mm ab. Nimmt man die Friktionsschraube hinzu (was wir allerdings aus Gründen der Gleichbehandlung bei keinem der Köpfe im Test gemacht haben, da einige Köpfe keine Friktion haben bzw. diese mit Verstellweg-Beschränkung ausgelegt und nicht mit extra Friktionsschraube ausgestattet sind), dann dürfte er auch dieses Auflagegewicht gänzlich ohne nennenswertes Nachsacken bewältigen. Insgesamt ein überzeugender, relativ preisgünstiger Auftritt des Benro B-2.


Mit 340 Gramm ist der Benro J-0 einer der leichtesten Kugelköpfe im gesamten Testfeld. Sein Preis von 149 Euro (ergänzender Hinweis: aufgrund unklarer Patentrechtslage wurde der Kopf derzeit aus dem europäischen Handel genommen - wir informieren über aktuelle Infos diesbezüglich) deutet allerdings trotz geringer Abmessungen auf eine hochwertige Verarbeitung hin. Tatsächlich ist der J-0 edel gefertigt, was man bei Erstkontakt sofort spürt. Die Feststellhebel laufen satt und weich, die aus 6061 Aluminium gefräste und schwarz eloxierte Ummantelung wirkt so fein wie ein Schmuckstück.
Im Gegensatz zu Benro-Köpfen älterer Serien (z.B. den oben vorgestellten Benro KS-1 aber auch KJ-0/1 etc.) ist die Friktionschraube zur Anpassung an das individuelle Kameragewicht als kleine Daumen-Rändelschraube in den Hauptfeststell-Button dezent integriert worden. Man hat also - den Feststellbutton des Schnellwechselsystems hinzugerechnet - nicht mehr 4 sondern nurnoch 3 auffällige Bedienelemente und kann den Benro J-0 im laufenden Betrieb daher intuitiver bedienen.
Der gegen
vollständiges Abdrehen gesicherte Haupt-Feststellbutton läuft butterweich und
hält die fettfreie Kugel mit relativ sanftem Dreh fest. Der Kopf verträgt
allerdings in Schräglage keine zu hohen Gewichtsauflagen. In unserem Test gab er
bis rund 2,2 KG Equipmentgewicht in allen Position sicheren Halt, was z.B. für
eine EOS 40D + Canon 70-200/4,0 oder einem typischen 70-300mm/5,6 Teleobjektiv
ausreicht. Die Dämpfung liegt mit 160 Linien auf einem guten Niveau und
erkennbar über den 110 Linien, die wir als Schnitt in der Kugelkopf-Klasse bis
100 Euro ermittelt haben.
Erfreulich ist die Verbesserung gegenüber den älteren Benro-Kugelköpfen hinsichtlich der integrierten Schnellwechselhalterung. Auf den Sicherungsbolzen zur Vermeidung versehentlichen Durchrutschens der Kamera wurde verzichtet. In der Praxis hat sich gezeigt, dass dieser eher hinderlich war, da die Kamera dadurch seitlich in die Halterung eingeschoben werden musste, was jetzt ohne ihn eben auch von oben möglich wird und damit deutlich schneller vonstatten geht. Die Schnellwechselhalterung greift mit wenigen Drehs sicher und hält sich an den Arca-Swiss-Standard. Der Kopf verfügt zudem über eine integrierte Panoramaplatte mit Grad-Skalierung und separatem, angenehm gummierten Feststell-Button.
Die Auflageplatte ist mit 5cm relativ klein, wir konnten den Benro-J0 jedoch noch gerade so eben auf einem Manfrotto 190 bzw. 55 XProB mit den von unten eindrehbaren Madenschrauben zur Konterung des Kopfs feststellen. Auf Ministativen wie etwa dem Joby Gorillapod SLR-Zoom passt der J-0 bestens und ist daher ein kleiner - allerdings nicht zum Schnäppchenpreis erhältlicher - Allrounder.


Im Prinzip ist der Benro J-1 zum oben vorgestellen Benro J-0 baugleich, aber mit 390 Gramm etwas schwerer ausgeführt und im Preis mit ca. 159 Euro (ergänzender Hinweis: aufgrund unklarer Patentrechtslage wurde der Kopf derzeit aus dem europäischen Handel genommen -wir informieren über aktuelle Infos diesbezüglich) etwas angehoben. Auch für ihn gilt die edle Fertigungsqualität mit butterweich laufenden Feststell-Buttons incl. integrierter Friktions-Rändelschraube, die skalierte Panoramaebene mit separater Feststellmöglichkeit und einer fast geräuschlos laufenden, fettfreien Kugel. Sein etwas grösseres Gewicht und Volumen deutet auf eine höhere Tragfähigkeit hin, die wir auch mit einem in allen Positionen sicher festgehaltenen Auflagegewicht bis 3 KG nachvollziehen konnten.
Der Kopf hielt
daher auch noch unser zweites Testequipment auch in der kritischen Schräglage mit
2,8 KG Auflagegewicht sicher und sackte dabei mit nur 1mm Abweichung sehr gering
nach. Die Dämpfung von Erschütterungen konnten wir mit 260 Linien ermitteln, was
einem vergleichsweise sehr guten Ergebnis entspricht - sprich der Ausschnitt des
5-Euroscheins ist trotz fehlender Spiegelvorauslösung nicht so stark verwackelt,
wie dies für viele andere der hier getesteten Kugelköpfe der Fall ist
(Gesamtschnitt aller Köpfe liegt bei 171 Linien).
Auch der Benro J-1 weist das aktuellste arca-kompatible Schnellwechselsystem ohne den zwar gut gemeinten aber in der Praxis eher hinderlichen Durchreich-Sicherungsbolzens älterer Benro-Köpfe auf . Daher kann die Kamera auch von oben schnell eingesetzt werden und kommt dem Gedanken eines Schnellwechsel-Systems näher als ältere Benro-Köpfe bzw. den Systemen vieler anderer hier im Test vertretenen Köpfe.


Der Benro J-2 ist der grösste und mit 530 gr kräftigste im von Benro neu entwickelten J-Trio (nicht zu verwechseln mit der älteren JS-Baureihe). Auch er entspricht vom Aufbau den beiden zuvor vorgestellten Benro J-0 und Benro J-1. D.h. die Haptik ist vom Feinsten, er fordert wenig Kraftaufwand beim Feststellen der fettfrei und dezent laufenden Kugel ein und die schwarz eloxierte Oberfläche verlockt uns dann und wann zu einem sanften Fingerstrich. Man erspürt seine hochwertige Verarbeitung, die sich auch in einem unaufdringlichen aber solide wirkenden Drehwiderstand der Panaramaebene widerspiegelt.
Das arcakompatible
Schnellwechselsystem macht ein Ansetzen der Kamera aus praktisch allen
Positionen möglich, ist mit wenigen Drehung fest arretiert und ermöglicht so
einen unkomplizierten aber sicheren Umgang. Auf Details wie ein
Nachwackeln bzw. etwas Spiel der Feststellschraube achtet man in der gehobenen
Preisklasse natürlich verstärkt. Hier schneidet der getestete Benro J-2
überzeugend und praktisch ohne Spiel ab.
Auch die Testergebnisse sprechen für den Benro J-2: er trägt ohne Murren in der kritischen Schräglage unsere EOS 1D Mark III mit einem 300mm/2,8-Teleobjektiv (3,9 KG) und würde sie auch mit schwerem Equipment bis etwa 6,5 KG weiterhin halten. Die Feststellabweichung liegt in den beiden unteren Testauflage-Gewichtsklassen bei 1mm und ist damit praktisch kaum vorhanden. Erfreulich ist auch die Dämpfung von Erschütterungen, die mit 320 Linien einen Spitzenwert in der Preisklasse von 100-200-Euro erzielt. Der Kopf liegt preislich etwa um 185 Euro (ergänzender Hinweis: aufgrund unklarer Patentrechtslage wurde der Kopf derzeit aus dem europäischen Handel genommen - wir informieren über aktuelle Infos diesbezüglich) und rund 20 Euro werden für eine nicht im Lieferumfang enthaltene Schnellwechselplatte (QR-1 ist zu empfehlen) fällig.

Cullmann bietet mit dem Magnesit MB 6.5 einen optisch und haptisch sehr hochwertigen Kugelkopf, den man für rund 145 Euro im Handel erwerben kann. Vom Gewicht kratzt der Aluminium-Kopf schon fast an unserer Spezifikationsobergrenze, denn mit gemessenen 636gr ist er nicht der leichteste und kann sich beim Transport unterwegs gewichtstechnisch durchaus bemerkbar machen.
Die
Ausstattung ist vorbildlich: der MB 6.5 bietet Friktion, separat
feststellbare Panorama-Ebene mit Skalierung und ein arca-kompatibles
Schnellwechselsystem mit Klemmbügel und Durchrutsch-Sicherung. Letztere
wird einfach via Pin gelöst. Die aus Druckguss-Aluminium gefertigte
Halterung konnte im Test zwar all unsere kurzen Arca-Platten aufnehmen und
natürlich die auch im Lieferumfang enthaltene Platte. Manche lange
Arca-Schiene wollte sich jedoch nicht vollständig
klemmen
lassen. Ein Problem, das generell bei Klemmbügel-Mechnismen trotz
grundsätzlicher Arca-Kompatiblität auch bei anderen Anbietern zu finden
ist. Wer eine Wasserwaage vermisst, kann auf Spezialzubehör zugreifen und
eine Aufstecklibelle in die Cullmann-Schnellwechselplatte aussen
einstecken. Farblich setzt sich die ansonsten sauber entgratete Halterung
in Mausgrau schon vom dunkleren Anthrazit ab und wirkt daher optisch nicht
ganz perfekt integriert. Davon abgesehen sieht der MB 6.5 insgesamt
dennoch schick, fast schon edel aus.
Die Hauptfeststell-Schraube ist schön gross und sehr angenehm gummiert. Sie lässt sich butterweich bedienen und hält die 56mm grosse und ungefettete Kugel generell sicher. Die Gewichtsobergrenze in kritischer Schräglage taxieren wir allerdings bei 6.5KG, für einen Kopf dieser Gewichtsklasse hätten wir vielleicht sogar etwas mehr erwartet, dennoch eine gute Leistung. Die Angabe von 23KG seitens des Herstellers ist allerdings doch sehr optimistisch ausgelegt. Angenehm in der Bedienung ist auch die eingelassene, ebenfalls gummierte Friktion im Festell-Button. Auch hier zeigt sich, wie edel und durchdacht der MB 6.5 gefertigt ist. Gleiches gilt für die Panorama-Fixierung, die allerdings nicht abdrehgesichert ist.
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Dämpfungswerte und Haltefähigkeiten gehen insgesamt sehr in Ordnung, die Bedienung macht generell Spass, auch wenn ein Klemmhebel bei der Schnellwechselhalterung Geschmackssache ist (manchmal muss man halt etwas Ruckeln bzw. Nachdrücken, bis die Platte sitzt). Cullmann gewährt eine noble 10-Jahres-Garantie und bietet im Lieferumfang gleich noch eine Transporthülle. Für die Reise finden wir den in Deutschland gefertigten MB 6.5 allerdings vom Gewicht grenzwertig; aber Cullmann hat da auch noch kleinere und leichtere Magnesit-Varianten im Portfolio.

Der taiwanesische Hersteller vertreibt hierzulande den Feisol CB-40D-Kugelkopf für rund 129 Euro. Wer glaubt, für den Preis keine hochprofessionelle Vollwertkost zu erwerben, täuscht sich. Der Feisol ist sehr gut mit einer arca-kompatiblen Schnellwechselhalterung, Friktion und separaten Panorama-Ebene ausgestattet. Noch besser: die Haltefähigkeiten sind trotz des noch moderaten Eigengewichts von rund 420gr hervorragend, dazu weiter unten mehr.
Die
Schnellwechsehalterung bietet via Pin eine Durchrutschsicherung und ist zu
allen uns bekannten Arca-Platten kompatibel. Wie schon am
CB-30C fehlt es
auch hier an einer Abdrehsicherung. Vergisst man den Pin runterzudrücken,
dreht man unnötig lange. Natürlich wird auch eine Friktion geboten, die
nicht etwa den Verstellweg oder die Kugel selbst fixiert. Sie speichert
lediglich die zuletzt genutzte Andruckstärke. Ziemlich intelligent gelöst.
Man muss allerdings aufpassen, sie nicht einzudrehen, während der
Hauptfestell-Button in stärkster Fixierungsposition steht. Dann muss man
schon zur Flachzange greifen, um sie wieder lösen zu können. Am
CB-40D ist
die Bedienung
ansonsten intuitiv und eindeutig, man verwechselt dank
ausreichender Grössenuntschiede Panorama- und Kugelfixierung nicht und
kann den Kopf auch blind bedienen.
Via Hauptfeststell-Schraube lässt sich mit lediglich einer halben Drehung der Kopf komplett fixieren. Und wie! Feisol spricht von 15KG, wir konnten in kritischster Schräglage etwa 12kg nachvollziehen. In der Praxis heisst das: beim Feisol sackt selbst mit nur moderat angezogenem Feststellbutton nichts nach. Schön auch, dass die ungefettete 40mm-Kugel ohne zu Kratzen sanft und praktisch unhörbar in der Fassung der läuft.
Was will man mehr? Wir hätten schon ein paar Ideen. Und zwar fingerschonende Gummierungen, auch wenn sie am Feisol nicht entscheidend sind, da man mit geringen Kräften festzieht und die ins Alu gefräste Riffelung hier einen guten Gripp bietet. Eine eingelassene Wasserwaage in die Schnellwechselhaltung wäre auch nicht schlecht gewesen, sowas lässt sich aber mit Aufsteck- oder kamerainternen Wasserwaagen kompensieren. Die Pano-Ebene läuft jedenfalls butterweich und bietet eine volle 360-Grad-Skalierung.
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Letztlich erreicht der Feisol trotz genannter Kritik und moderater Dämpfungsfähigkeiten derzeit den Testsieg des gesamten Feldes. Butterweicher Lauf, nicht zu schwer und für die Gewichtsklasse überragende Haltefähigkeiten. Spätestens beim Stativschultern, mit Makroschlitten und Blitzgeräten im Einsatz wird man das zu schätzen wissen. Auch wenn der Feisol vom Design noch verbesserungsfähig ist, überzeugt er in den beiden wichtigsten Kernkompetenzen eines Kugelkopf: er passt zum Arca-Weltstandard und sackt nicht nach!

Mit 50mm-Kugeldurchmesser und einem von uns ermittelten Gewicht von 560gr kommt der Feisol CB-50D daher. Die Ausstattung ist zum oben getesteten CB-40D identisch. Sprich arca-kompatible Schnellwechselhalterung, separate Panorama-Ebene mit Feststellung und Friktion sind mit dabei. Nur dass der Kopf halt etwas mehr Volumen und Gewicht auf die Waage bringt.
Man sollte
erwarten, dass der rund 150 Euro teure CB-50D noch mehr
Haltefähigkeiten aufweist. Dem ist jedoch nicht so. Der lt. Hersteller mit
19KG Traglast angegebene Kopf hielt im Test in kritischer Schräglage etwa
7KG und damit weniger als seine kleinen Geschwister (CB-30C/CB-40D). Grund
sind runde Ausfräsungen in der Haltekugel, die wohl das Gewicht reduzieren
sollen aber weniger Anpress-
Fläche
bieten. Offenbar sind aber unterschiedliche Versionen zu finden, denn auf
einigen Bildern im Internet konnten wir auch Kugeln ohne Ausfräsung
erkennen. Dann dürfte die Hersteller-Angabe sicherlich nachvollziehbar
sein. Da wir jedoch das neueste Modell frisch vom Hersteller erworben
haben (Mai 2012), gehen wir davon aus, dass die hier getestete Version
derzeit so auch von Feisol ausgeliefert wird. Und dann spricht einfach
wenig dagegen, nicht den mit besseren Haltefähigkeiten und mit geringerem
Eigengewicht daherkommenden CB-40D zu bevorzugen.
Dennoch kann auch der CB-50D überzeugen, denn die Panorama-Ebene läuft butterweich. Das gilt auch für die Hauptfeststell-Schraube, die sich mit geringem Anpressdruck angenehm bedienen lässt. Hier gilt eben auch, dass die Fixierung durch eine Gummierung noch hautfreundlicher hätte sein können. Und eine Abdrehsicherung für die Schnellwechselhalterungs-Fixierung hätten wir uns auch gewünscht.
Das ist Kritik auf hohem Niveau, denn der Feisol macht seien Job insgesamt ausgezeichnet, dämpft Erschütterungen sogar noch etwas besser als seine Geschwister und bei einem wirklich moderaten Preis ist - wie bei Feisol üblich - auch gleich eine Schnellwechselplatte im Lieferumfang enthalten. Garantie gewährt der Hersteller 3 Jahre.

139 Euro werden bei Erwerb des Kaiser 6011-Kugelkopfes fällig. Dafür bietet er standesgemäss eine Friktionsschraube und eine separat fixierbare Panaramaebene. Der Hersteller gibt eine Tragfähigkeit bis 10 KG an, die sich in unserem Test jedoch als grenzwertig herausstellte. Immerhin weist der Wechselteller die Möglichkeit auf, den Anschlussbolzen für die Kamera von 1/4-Zoll auf mittelformattypische 3/8-Zoll durch simples Umdrehen auszutauschen. Ein Signal, dass der Kopf eben auch schwerem Equipment gewachsen sein soll.
Unserer
Einschätzung nach fehlt dem Kopf jedoch insbesondere in dieser Preisklasse ein
Schnellwechselsystem. Trotz Auslegung des Anschlusstellers als Handschraube
konnten wir
keine solch hohe und damit nachsackärmere Verbindungsfestigkeit
erzielen, wie es meist mit den Schnellwechseplatten unter der Kamera möglich
ist. Vom höheren Komfort eines Schnellwechselsystem einmal ganz abgesehen.
Die Panoramaplatte lässt sich mit drei eingelassenen Madenschrauben nachjustieren, was bei höherem Auflagegewicht manchmal nötig sein kann, um ein Wackeln zu unterbinden. Die als simple Schrauben ausgelegten Feststell-Buttons sind aus Kunststoff gefertigt und dürften unserer Meinung nach etwas hochwertiger ausfallen. Zwar verrichten sie ihren Dienst klaglos, doch kommen sie einer wertigen Haptik nicht unbedingt entgegen.
Die Testergebnisse sprechen bei der Erschütterungsdämpfung für den Kaiser: mit 300 Linien gleicht er Verwackler sehr gut aus. Das Nachsackpotenzial liegt auf einem verträglichen Niveau, ist jedoch bei schwererem Equipment ab ca. 3,5 KG aufwärts hauptsächlich durch die per Hand schwer erzielbare Verbindungsfestigkeit des Wechseltellers überfordert und sackt dann spürbarer ab.


Der Novoflex Magicball Mini ist - neben dem MB 50 / MB - der kleinste Vertreter der Magicball-Serie. Trotz seines messbaren Leichtgewichts von 330 Gramm liegt der aus einer Aluminum-Magnesium-Legierung gefertigte Kopf recht satt in der Hand. Als einer der wenigen Köpfe sind fast alle Materialen incl. des angerauhten Feststellhebels aus Metall gefertigt. Die Kugel läuft nicht - wie bei Kugelköpfen üblich - auf einer Schale sondern wird durch einen übergebauten Bügel gehalten.
Anstelle einer
Schnellwechselhalterung hat Novoflex dem Magic Ball eine Rändelschraube
spendiert. Die liegt gut im Griff und lässt sich fast so schnell wie ein
Schnellwechselsystem
bedienen. Leider kann mit ihr keine allzu hohe
Verbindungsfestigkeit erzielt werden. Nachsacken selbst mit geringerem
Auflagegewicht lässt sich daher zumindest in Schräglage nur schwer vermeiden.
Die vertikale Neigfähigkeit ist durch den Bügel auf 45 Grad eingeschränkt. Man muss sich daher im Bedarfsfall durch Lösen der Rändelschraube und Kameradreh behelfen. Ebensowenig elegant ist das Fehlen einer Panoramaebene, die sich zwar beim Hersteller als separate Platte nachrüsten lässt, jedoch extra zu Buche schlägt. Im Gegensatz zu den grösseren Brüdern verfügt der Mini über keine Friktionsschraube.
Der Magicball Mini sackte bei unserer leichtesten Testauflage mit 1,3 KG Auflage um spürbare 8mm nach und hielt in Schräglage maximal rund 1,5 KG. Für eine Mittelklasse DSLR mit Teleobjektiv dürfte diese Leistung bereits grenzwertig sein. Die Dämpfung liegt mit 140 Linien noch auf vernünftigem Niveau.
Beim Magicball Mini kann man geteilter Meinung sein: einerseits ist er nicht besonders komfortabel ausgestattet und eignet sich nur für geringeres Auflagegewicht. Zudem ist er mit rund 169 Euro nicht gerade als Schnäppchen zu haben. Andererseits ist die Fertigungsqualität aus deutschen Landen als hervorragend zu bezeichnen und der Novoflex Magicball kann wohl schon als Kultgegenstand mit seiner auffällig blauen Farbgebung angesehen werden.

Für rund 110 Euro wird der Manfrotto 322 RC2 angeboten. Mit 650 gr ist er nicht gerade ein Leichtgewicht, benötigt jedoch relativ viel Material, um die lange Griff-Fläche fertigungstechnisch zu ermöglichen. Der Actiongriff ist gut ausgestattet und bietet eine Schnellwechseleinheit incl. Wasserwaage /Schnellwechselplatte sowie eine Friktionsschraube (der wir allerdings keinen spürbaren Effekt abgewinnen konnten, man kann hier ggf. auf die Nachjustierung via Imbusschraube zurückgreifen). Zudem wirkt der Griff solide in der Hand. Die gefettete, vermutlich aus Phenolharz gefertigte Kugel läuft relativ gut und ohne allzu laute Kratzgeräusche.
Actiongrifftypisch
wird die Feststellung der Kugel nicht über einen Feststellhebel sondern über
einen Griff realisiert. Im Unterschied zu klassischen Kugelköpfen lässt sich die
angesetzte Kamera bewegen, sobald der Griff heruntergehalten wird. Lässt der
Anwender den Griff los, dann wird die Kugel und mit Ihr die Kamera fixiert. Man
kann sehr zügig mit dem Griff arbeiten, muss jedoch einen recht hohen Widerstand
überwinden. Das kann bei mehrfacher Kamera-Repositionierung anstregend sein bzw.
bei empfindlichen Personen bei Dauerbedienung auch leichte Sehnenzerrungen
hervorrufen.
Standardmässig wird der Griff - passend für Rechtshänder und für Querformataufnahmen - so ausgeliefert, dass er seitlich positioniert ist. Der Kopf lässt sich jedoch mittels umschraubbarer Schnellwechselhalterung so umbauen, dass der Griff längsseitig unter der Kamera zur Verfügung steht bzw. auch für Linkshandbedienung geeignet ist.
Trotz hoher Funktionalität und Umbaumöglichkeiten fehlte uns jedoch eine Panorama-Ebene, um ohne Rotation an einer nicht immer vorhandenen, drehbaren Stativmittelsäule alle Ausrichtungs-Positionen erreichen zu können. Der erwähnte Durchdrückwiderstand zum Lösen der Kugel ist zudem höher als etwas beim Walimex-Actiongriff und macht die Bedienung etwas kraftaufwendig. Dafür hielt der Manfrotto-Griff überraschenderweise auch unsere schwerste Testauflage von 3,9 KG in Schräglage souverän fest. Bei geringerem Auflagegewicht macht er zudem eine gute Figur und sackt relativ wenig nach. Die Dämpfung von Erschütterungen ist allerdings gering ausgeprägt.


Im asiatischen Raum hat sich der Hersteller Sirui längst einen Namen aufgrund qualitativ sehr hochwertiger Produkte gemacht und ist dort weit verbreitet. Aber auch Hierzulande regen sich die ersten Fotoforen mit zufriedenen Sirui-Kommentierungen. Der nur 350gr. schwere und für rund 100 Euro angebotene Sirui K-10x macht da qualitativ keine Ausnahme - eigentlich.
Der aus Aluminium gefräste Kopf bietet eine optimal weich laufende Hauptfestellung, die kein Spiel hat und die Kugel sicher festhält. In der Schraube ist aussen die Friktion eingelassen, die den Festellweg eingrenzt und so bei schwerem Auflagegewicht einem zu harten Abkippen des Equipments entgegenwirkt. Dieses System findet sich z.B. auch bei Arca-Swiss oder Markins. Immerhin spart es eine separate Friktionsschraube und macht daher die Bedienung des Kopfes im Regelfall übersichtlicher.
Der Sirui
K-10x bietet darüberhinaus eine herausragend umfangreiche Ausstattung.
Neben der skalierten Panoramaebene sind es vor allem drei
Wasserwaagen,
die den Kopf in allen möglichen Positionen leicht ausrichtbar machen.
Selbst bei angesetzter Schnellwechselplatte bzw. Kamera lässt sich die
Halterung horizontal durch eine im Aussenbereich angebrachte Wasserwaage
ausrichten. Seitlich dienen zwei Wasserwaagen entweder für vertikale
Justierungen z.B. bei Portraits oder Hochformat-Architekturaufnahmen oder
man man nutzt die weitere Wasserwaage an sehr lang ausgezogenen Stativen
für Horizontalausrichtungen bei Überkopfaufnahmen (Stichwort: Hochmast).
Die Schnellwechseleinheit ist arca-kompatibel und daher mit vielen Platten dieses Standards kombinierbar. Erfreulicherweise lässt sich die vorhandene Durchrutschsicherung durch einen Pin entsichern, so dass man die Halterung nicht ganz aufzuschrauben braucht, um die Kamera an- oder abzusetzen.
Die Haltefähigkeiten liegen auf sehr hohem Niveau und bewältigen auch das höchste Auflagegewicht von 3,9kg in der kritischsten Schräglage klaglos. Maximal trauen wir dem Kopf etwa 6,5kg bis in die Schräglagen an Auflagegewicht zu. Auch die Verwacklungs-Dämpfung überzeugt mit einer Verbesserung gegenüber einer Montage ohne Stativkopf von 340 Linien.
Der Lieferumfang besteht sirui-typisch aus einer englischsprachigen Betriebsanleitung, einer Garantiekarte (6 Jahre), einem Neopren-Transportbeutel und Inbusschlüssel. Mit letzterem kann die ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Schnellwechselplatte sehr fest unter die Kamera geschraubt werden, alternativ bietet die Platte aber auch einen Schraubbügel, um sie von Hand festzuziehen.
Etwas irritiert waren wir von der Panoramaplatte, die am Stativ aufgesetzt recht schwergängig wurde. Offenbar ist die Gewindeaussparung unter dem Kopf nicht tief genug gebohrt, so dass der 3/8''-Stativ-Verbindungszapfen von unten gegen die Panoramaplatte presst. Mittlerweile hat Sirui das Problem zumindest abgemildert und liefert den K10x mit einer leichtgängigeren Panorama-Ebene aus. Allerdings läuft sie noch immer nicht ganz so geschmiert wie am K20x. Wir haben daher noch immer die Wertung für Qualität und Haptik auf 60 Punkten belassen.
Wir stellen den Sirui K-10x im Video "5 Sirui Stativköpfe" ausführlich vor!

Der Sirui K-20x bietet den gleichen Ausstattungskomfort wie der oben besprochene K-10x, ist allerdings eine Idee massiver gebaut und wiegt mit 400gr rund 50gr mehr. Dennoch ist auch der K-20x voll reisetauglich.
Preislich ist der K-20x mit rund 115 Euro noch sehr attraktiv. Angesichts dessen kann man sich über die umfassende Ausstattung nur wundern. Dafür wird eine arca-kompatible Schnellwechselhalterung, eingelassene Friktionsschraube, Panoramaebene, drei Wasserwaagen und Schnellwechselplatte geboten.
Die Schnellwechselhalterung bietet einen Entsicherungspin, so dass sich die Kamera auch seitlich einschieben oder entnehmen lässt, ohne die Halterung vollständig aufzudrehen. Dennoch bietet letztere Option die Möglichkeit, Equipment bequem auch von oben aufzusetzen. Drei Wasserwaagen sorgen für guten Einblick und Hilfe beim Ausrichten. Egal ob auf normaler Höhe, bei angesetzter Kamera, bei Überkopfaufnahmen und sogar im Hochformat.
Die
Einstellschrauben sind mit einem Gummiring versehen und laufen schön weich
ohne Spiel. Uns gefällt auch die Hauptfeststellung, die eine hervorragende
Haptik mit progressiver Klemmung und eine integrierte Friktion bietet.
Etwas störte uns dagegen an der separaten Panoramafixierung (nicht
gummiert), dass hier - im Gegensatz zur Hauptfestellung - harziges Fett
verwendet wurde. Das wirft im Inneren offenbar kleine Bläschen, die beim
Dreh manchmal knackend platzen können. Vermutlich ein Kompromiss, der
dieser Preisklasse geschuldet ist und der unsere Qualitäts- und
Haptik-Wertung etwas nach unten drückt. Probleme mit einer schwergängigen
Panoramaebene hatten wir hingegen - wie beim K-10x - nicht.
Der K-20x konnte in unserem Haltetest voll überzeugen und fixiert auch das höchste Gewicht mit dem schweren 300mm/2,8-Teleobjektiv ohne in Schräglage nennenswert abzusacken. Maximal 6,5kg trauen wir dem Sirui zu.
Genauso überzeugend sind die Dämpfungswerte, die den Maximalwert mit 380 Linien erreichen und Erschütterungen durch Spiegelschlag noch abmildern.
Insgesamt ergattert der K-20x eine Spitzenposition im gesamten Testfeld, Anfassqualität und Ausstattung sind vorbildlich. Noch bessere Haltefähigkeiten bietet der neu im Test aufgenommene Feisol CT-40D und verdrängt daher den K-20x vom Thron hier im Wertungsfeld von 100 - 200 Euro. Dennoch liegen beide Köpfe insgesamt auf Augenhöhe. Mittlerweile hat sich die Sirui-Qualität längst rumgesprochen, von Geheimtipp - wie noch vor einem Jahr - kann keine Rede mehr sein. Zahlreiche begeisterte Internet-Rezension bestätigen auch unseren Test.
Wir stellen den Sirui K-20x im Video "5 Sirui Stativköpfe" ausführlich vor!


Der chinesische Hersteller Triopo ist hierzulande relativ unbekannt, zeigt sich in den USA und in China jedoch mit reger Marktbeteiligung. Der aktuelle Kugelkopf Triopo B-2 beeindruckt durch eine überzeugende Haptik, die gegen Abdrehen gesicherten Einstellräder laufen sauber und wackelfrei. Mit der Gummierung bieten sie zudem eine gute Griffigkeit.
Für diese Preisklasse um 100 Euro fast überraschend ist das integrierte, Arca-Swiss kompatible Schnellwechselsystem incl. aus Metall gefertigter Schnellwechselplatte. Letztere lässt sich auch von oben in die Halterung ansetzen, was einem schnellen Handling beim Fotografieren entgegenkommt.
Der
Kopf ist matt-dunkel eloxiert und aus 6011-Aluminium gefertigt. Er macht einen
sehr hochwertigen Eindruck und fasst sich angenehm an. Neben einer skalierten
Panoramaplatte mit separater Feststellschraube wird ausserdem eine
Friktionsschraube geboten, die sich noch relativ intuitiv von der grösseren
Hauptfeststellschraube unterscheiden lässt. Letztere bietet zudem durch eine
runde, hell glänzende Metallscheibe ein weiteres, optisch leicht erfassbares
Unterscheidungsmerkmal zu der Friktionsschraube.
Im Test überzeugt der Triopo B-2 durch gute Halte- und sehr gute Dämpfungsfähigkeiten. Der Hersteller gibt ein Tragegewicht von 8 KG an; wir trauen ihm allerdings in der angeschrägten Hochformatposition bis etwa 6 KG Auflage zu.
Als angenehm leichter Kopf (nur 420 gr) ist der Triopo besonders für die Reise prädestiniert. Um 100 Euro ist er günstigster Vertreter hier im Feld der Köpfe von 100 bis 200 Euro und überzeugt durch sein Preis-Leistungsverhältnis.
Tipp: den Triopo B-2 stellen wir im Video "Tipps zu Kugelköpfen / Triopo B-2" ausführlich vor.

Der B-3 präsentiert sich als "grosser Bruder" des obigen Triopo B-2. Insgesamt bietet er die gleiche Funktionalität mit Hauptfestellschraube, Friktionschraube, Panoramaebene und arca-kompatiblem Schnellwechselsystem.
Im Lieferumfang ist ebenfalls eine Schnellwechselplatte enthalten. Beide Triopo bieten im Schnellwechelsystem eine Durchreichsicherung, die bei versehentlichem Abschrutschen als letzte Sicherung nützlich ist.
Die Griffigkeit wird durch die gummierten Auflagen gewährleistet; der Kugellauf ist tadellos und praktisch geräuschlos.
Der aus 6011
Aluminium gefertigte Triopo B-3 wiegt
mit
590 Gramm etwas mehr als der B-2, und tritt dadurch insgesamt wuchtiger auf.
Damit wirkt er subjektiv etwas wertiger als der B-2. Vom Gewicht liegt er mit am
oberen Ende unseres Testfeldes und ist daher unterwegs sicherlich schon ein
Transportfaktor. Im Studio oder bei kürzeren Wegstrecken wird man das jedoch
gern in Kauf nehmen, da seine Haltefähigkeiten gegenüber leichteren Köpfen
insgesamt gesteigert ist. Das zeigt sich vor allem bei unserem höchsten
Auflagegewicht von 3,9 KG in Schräglage, bei dem ein Nachsacken von lediglich
3mm den bisherigen Spitzenwert ergeben. Ohne angezogene Friktion taxieren wir
diese kritische Position am B-3 auf eine maximale Haltefähigkeit von rund 7 KG.
Nicht ganz auf Spitzenniveau ist die Dämpfungsfähigkeit, die jedoch mit 320 Linien noch als sehr gut zu bezeichnen ist. Bessere Dämpfung erreichen z.B. die wesentlich teureren Arca Swiss Monoball Z1 oder der RRS BH-55.
Wenn es um maximale Gewichtsoptimierung geht, würden wir unterwegs den Triopo B-2 bevorzugen und ihn z.B. mit einem Carbon-Stativ eher kombinieren als den B-3. Im Fotostudio zeigt er jedoch seine Stärke und überzeugt mit seinen Haltefähigkeiten. Als kleine Kritik sei die relativ ähnliche Grösse von Friktions- und Feststellschraube genannt, die sich auf den ersten Blick nicht sofort voneinander unterscheiden.
Überraschend ist der vergleichsweise günstige Anschaffungspreis um 150 Euro inklusive Schnellwechselplatte.

Über Benros Kugelköpfe wird man vermutlich früher oder später "stolpern". Die
haptischen und funktionalen Qualitäten zu vergleichsweise günstigen
Anschaffungskosten haben sich mittlerweile in einigen Fotoforen herumgesprochen.
Der Hersteller hat aufgrund des Interesses auch eine ganze Reihe
unterschiedlicher Köpfe im Programm. Einsteiger, die preisbewusst aber dennoch
Qualitätsansprüche haben, ist der Benro KS-1 aufgrund
noch akzeptabler Haltefähigkeiten durchaus zu empfehlen. Kleine
Komfort-Abstriche beim Ansetzen der Schnellwechselplatte bzw. durch
Verwechslungspotenzial von Hauptfeststellbutton und
Friktionsschraube müssen jedoch akzeptiert werden.
Neben Benro hat sich auch mit "Triopo" ein weiterer, chinesischer Anbieter etabliert, der mit günstigen Angeboten auf sich aufmerksam macht. Von der Fertigungsqualität und dem Finish gefällt uns zwar ein Benro B-2 gegenüber dem Triopo B-2 besser, insgesamt sind die Unterschiede aber nicht allzu gross. Die mittlerweile vom Markt genommene J-Serie von Benro bot mit dem J-2 ebenfalls sehr gute Leistungen, war aber aufgrund der integrierten Friktionsschraube etwas teurer. Der schwerere Triopo B-3 ist für schwereres Equipment prädestiniert.
In die bisherige Domäne von Triopo und Benro drängeln sich allerdings die Köpfe Sirui K-10x und Sirui K-20x, die bestens ausgestattet sind und ein hervorragendes Preisleistungsverhältnis bieten.
Und der neu im Test aufgenommene Feisol CB-40D bietet allen voran die besten Haltefähigkeiten, da gibt es kein Vertun. Damit schafft er nicht nur den Sprung an die Kategorienspitze hier zwischen 100 und 200 Euro sondern holt sich sogar die Krone im gesamten Testfeld.
Auch der Cullmann Magnesit MB 6.5 weiss vor allem durch edles Design zu gefallen. Haptisch top - aber für Unterwegs vielleicht etwas schwer.
Kaisers 6011-Kugelkopf bietet viele Features, könnte jedoch in dieser Preisregion hochwertiger gefertigt sein, insbesondere die kunststoff-ummantelten Feststellschrauben wirken nicht so ganz überzeugend. Zudem fehlt uns bei ihm ein Schnellwechselystem.
Der Novoflex Magicball Mini ist rein optisch und konzeptionell ein echter Eyecatcher. Zudem wirklich hochwertig gefertigt und für gewichtsoptimierte Anwendungen etwa auf Reisen durchaus empfehlenswert. Funktionale Schwächen sind aber aufgrund etwas eingeschränkter Neigefähigkeiten, der nicht vorhandenen Panoramaplatte und seinen nicht allzuhohen Haltefähigkeiten hinzunehmen.
Manfrotto bietet mit dem Action-Grip 322 RC2 eine Pistolengriff, der sich äusserst schnell bedienen und zudem vielfältig umbauen lässt. Mit seinem Schnellwechselsystem ist er zudem praktisch. Der Widerstand beim Lösen der Kugel ist allerdings recht hoch, so dass er im Dauerbetrieb Handmuskulatur und Sehnen spürbar beanspruchen kann.
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Wozu eigentlich das RAW-Format ? Das RAW-Format bietet gegenüber JPEG-Aufnahmen zwei wesentliche Vorteile: es ermöglicht feiner aufgelöste Details und ausgebrannte Lichter oder zu dunkle Bildpartien können im RAW-Konvertierungsprogramm erheblich besser als im JPEG-Format rekonstruiert werden.
Nachteile des Rohdatenformats: Es ist idR 2,5x so speicherintensiv, verbraucht daher nicht nur mehr Speicherplatz sondern auch mehr AKKU-Power, muss erst noch entwickelt werden und im Serienbildmodus ist die unverzögerte Erstsequenz reduziert. Was also tun? Empfehlenswert ist eine flexible Handhabung. Nutzen Sie bei einmaligen Aufnahmesituationen das RAW-Format und bei "Allerweltsmotiven" bzw. wiederholbaren Aufnahmen das JPEG-Format ! Übrigens: Die Kameratests führen wir auf Traumflieger.de im RAW-Format durch. Tests im JPEG-Format werden u.E. den Kameras nicht gerecht und taugen nur als ergänzende Information (testet Ihre bevorzugte Foto-Fachzeitschrift im RAW-Format ?). |
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wie erzeugt Canon die kleineren Bildformate ? Neben dem grossem Bildformat (JPEG-Large oder RAW) bieten Canon DSLR kleine Formate (z.B. JPEG M oder S) oder Videoformate mit geringerer Auflösung. Doch wie werden sie erzeugt ? Oft wird vermutet, dass Canon Pixel-Binning (to bin = gruppieren) nutzt. Dabei wird die Ladung mehrerer Pixel zu einer einzigen zusammengefasst. Dies würde jedoch Probleme beim Demosaiking (Entwicklung der Bildrohdaten) bereiten, denn jedem Pixel ist ein RGB-Farbfilter (Stichwort "Bayer-Pattern") vorgelagert, der beim Binning nicht mehr ausdifferenziert würde. Genausowenig nutzt Canon eine reduzierte Sensorfläche für die kleineren Formate, denn hierdurch würden unterschiedliche Bildwirkungen (z.B. höhere Schärfentiefe) resultieren. Canon macht u.W. zwar keine konkrete Aussage, höchstwahrscheinlich werden die kleinen Formate jedoch schlicht durch kamerainterne Rechenvorgänge erzeugt (Interpolation). |
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