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home - Fototechnik - EOS 7D im Vergleich zur 50D / 5D Mark II / 1D Mark III |
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4. Testtag Testdurchführung Videodokumentation Auswertung Leser-Feedback |
Vorbemerkung: siehe hier !
| 4. Tag: Autofokustest mit Carrera-Bahn |
Um die
Zuverlässigkeit gegenüber den vorhergehenden Tests zu steigern, haben wir an diesem 4. Testtag eine
Carrera-Rennbahn aufgebaut und den Speedcontroller so fixiert, dass er den
Rennwagen auf konstanter Geschwindigkeit hält (ca. 1 Meter/Sek.). Jetzt
konnten wir aus 3 - 5 Metern die Kameras und Objektive optimal platzieren
und denselben Rennwagen bei jedem
Rundendurchlauf auf der Geraden im
schnellen Serienbildmodus und Autofokus-Servobetrieb (Ai-Servo) ablichten.
An allen Kameras (EOS 7D, EOS 50D, EOS 5D Mark II und 1D Mark III) wurden die Objektive Canon 70-200mm/2,8L IS USM, Canon 300mm/2,8L IS USM und Canon 300mm/4,0L IS USM getestet.
Zunächst musste die richtige Perspektive gefunden werden. Bei der ersten angeschrägten Draufsicht wurde der Wagen nicht nachgeführt, da der Servo sofort wieder auf den Untergrund fokussierte (hoher Untergrund-Kontrast). Im zweiten Versuch haben wir eine horizontale 180-Grad-Position eingenommen; auch diese Perspektive funktionierte nicht, da der Wagen - aus Sicht der Kamera - urplötzlich aus einer zu grossen Unschärfe aus der Kurve in den Fokusbereich hineinfuhr. Hier blieb dem Autofokus zu wenig Zeit, um zu reagieren.
Die dritte Perspektive bildete einen Kompromiss aus der ersten und zweiten Variante. Es wurde ein Winkel von ca. 170 Grad gewählt, der eine leichte Draufsicht auf den Rennwagen ermöglichte. Damit wurde der Hintergrund weder zu scharf noch zu unscharf und der Wagen konnte nachverfolgt werden.
automatische Messfeldwahl 7D
Bevor alle 4
DSLR mit Einzelfeld-AF verglichen wurden, sollten die automatisierten
Messfeld-Wahlmodi an der 7D auf ihre
Leistungsfähigkeit überprüft werden: 1. die automatische Messfeldwahl, 2.
die Zonenmessfeldwahl und 3. das zentrale AF-Feld mit Messfeldausweitung
(vier Hilfsfelder). Basis war jeweils das zentrale AF-Feld.
Die Messung ergab an zwei Objektiven im Durchschnitt ähnliche Ergebnisse mit 16% und 18% an verwertbaren Bildern (siehe rechts).
Erstaunt hat uns jedoch die Varianz innerhalb der Modi, denn es liessen sich - ausser bei der automatischen Messfeldwahl - keine Übereinstimmungen in Abhängigkeit vom verwendeten Objektiv noch des Modus erzielen. Möglicherweise müsste hier eine noch ausgedehntere Reihe mit mehr Testbildern durchgeführt werden. Sicher scheint aber, dass die automatische Feldwahl gegenüber dem Einzelfeld-AF eine deutlich geringere Scharfstellquote erzielt, wie die Ergebnisse unten im kameraübergreifenden Vergleich zeigen.
Parameter-Einstellungen
Für den kameraübergreifenden Vergleich wurden alle Kameras im Einzelfeld-AF ohne Messfelderweiterungen (unsichtbare Hilfsfelder an der 5D II aktiv) bei ansonsten Standardparametern betrieben. D.h. die Individualfunktionen wurden im Bereich der Autofokussteuerung nicht vom Standard her verändert. Die Belichtungszeit wurde so kurz gewählt, dass sich eine optimale Schärfung optisch ablesen liess (ISO auf 6.400, Offenblende, idR Zeiten um 1/1250 Sek.). Verwendet wurde der schnelle Serienbildmodus und aus Speicherplatzgründen jeweils das kleine JPEG-Format ("S") sowie die derzeit schnellsten CF-Karten (UDMA Mode 6)
Fokussierung und Schärfe
Da der Rennwagen aus einer Kurve auf die Gerade einbiegt (und damit erstmal für die Kameras unsichtbar bleibt), haben wir vorm Auslösen auf die Leitschiene vorfokussiert. Dies stellt eine Hilfe für den Autofokus dar, so dass für die Erstaufnahme kein zu grosser Unschärfebereich überwunden werden muss.
Die Bildschärfe wurde subjektiv nach scharf / halbscharf und unscharf kategorisiert. Gewertet wurden nur die Aufnahmen, bei denen das zentrale AF-Feld den Rennwagen erfasst. Die über den Markierungsrahmen hinausgehende Messung (AF-Feld misst etwas weiter als der angezeigte Rahmen) blieb dabei unberücksichtigt. Im Zweifel haben wir die Testaufnahme nicht bewertet. Dies gilt auch für Aufnahmen, bei denen der Fokus optisch schwer abzulesen war.
Die Testdurchführung und Ergebnisse finden Sie in nachfolgendem Video:
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Im Gesamtfeld ergibt sich eine recht klare Platzierung, die aufgrund der hohen Anzahl von gewerteten Testbildern (902) signifikant ist: Die EOS 1D Mark III liegt mit 42% an verwertbaren Bildern recht klar auf dem 1. Platz, dahinter folgt die EOS 7D mit 34% und EOS 50D mit 23% sowie schlussendlich die EOS 5D Mark II mit 14% auf dem letzten Platz.
Es zeigt sich jedoch, dass die 1D Mark III offenbar besonders mit dem Canon 300mm/2,8L IS USM harmoniert und aufgrund der mit ihm erzielten, hohen Trefferquote den Vorsprung ausbauen konnte. Im Vergleich zu den beiden anderen Objektiven (Canon 70-200/2,8 und Canon 300mm/4,0) erzielt die 7D eine Verwertungsquote von 29% während die 1D Mark III nur einen Prozentpunkt mit 30% darüber liegt.
Die abweichenden Ergebnisse zum 3. Teil erklären sich hauptsächlich aufgrund der erheblich höheren Anzahl an Testbildern, die wir in diesem 4. Teil durchführen konnten. Zudem konnte hier unter erheblich exakteren Aufnahmebedingungen getestet werden.




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Leserkommentare:
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Derzeit sind hier 29 Kommentare vorhanden: TomWien: Bei diesem Test wird wohl jede Cam versagen,
Tom Halsingland: Hallo,
Michael: Hallo,
Christopher K.: Hallo Markus,
Markus: Oh, der letzte KOmmentar war von mir. Habe die Felder vertauscht. :-( 1428: Ja, so habe ich das auch verstanden. Die Kamera hatte nichts zu entscheiden. Das zentrale Fokusfeld war gefragt! Nun, ich glaube da sind sich hier alle einig, dass das für dieses Einsatzgebiet die einzig richtige Option ist. Trotzdem finde ich es interessant, wie der AF reagiert bei der Wahl verschiedener Schärfenachführmethoden. Die modernen Kameras bieten es an, also was solls. Sicherlich immer mit Blick auf das dafür geeignete Einsatzgebiet! Aber hey, als klinischer Test ist das hier ja wohl nicht gedacht. Ich freue mich über alle Informationen und ich finde sie so, wie sie hier gezeigt werden auch nicht falsch.
Peter Franke: @Ingo: "und man muß sich fragen wer das Fokusieren nicht versteht. Sport-Profis nutzen einen einzigen Fokus Punkt und überlassen der kamera auf keinen Fall die Endscheidung und sie haben ihren Grund dafür."
thorsten: wer "halbscharf" schreibt sollte besser garnix schreiben Ingo: Ich nutze die 120x Karten von transend und die sind schnell genug um Videodaten zu erfassen. Ja es gibt andere Seiten die bessere Tests haben aber die sollen hier sicherlich nicht genannt werden.
Markus: Ich mache mal nen Vorschlag. Lasst mal den Stress hier ruhen. Es ist ja nun genug dazu gesagt und eigentlich freue ich mich hier am meisten über inhaltliche Kommentare zu den Tests oder sachlichen Erfahrungsaustausch zu Canon-Hardware. :-)
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wozu eigentlich die Liveview ? Die Liveview zählt - neben der zunehmend integrierten Videofunktion - mittlerweile zum Standard bei DSLR. Viele Fotografen nutzen die Liveview jedoch kaum - und verzichten damit auf viele Vorteile: Interessant ist die Liveview vor allem, um die Schärfe exakt manuell einzustellen. Dafür wird bei Canon DSLR einfach die 10x-Zoom-Ansicht über die Lupentaste aufgerufen und schon lässt sich die Schärfe manuell am Objektiv 100%-exakt einstellen. Im Studio kann man die Liveview z.B. über das Programm EOS-Utility an einem Computer-Monitor grossformatig darstellen und so die Schärfe noch genauer einstellen. Hilfreich nicht nur für Astrofotografen oder die Mikroskopie sondern auch, um z.B. Videoaufnahmen mit Monitor vor der Kamera zu kontrollieren. weitere Vorteile: vom Sucher losgelöste Bild- und Ausschnittskontrolle, daher sind ungezwungenere Aufnahmen möglich, erleichterte Überkopf- oder bodennahe Perspektiven, sofortige Kontrolle des Bildergebnisses bereits vor der Aufnahme, Nachtsichtgerät da die Liveview bei Dunkelheit idR mehr anzeigt als durch den optischen Sucher, 100%-Bildausschnitt (viele Kameras haben einen beschnittenen Sucher). Bei aller Freude über die Liveview: nutzen Sie ergänzend auch weiterhin den optischen Sucher, denn er bietet den qualitativ bestmöglichen Blick, die Auslöseverzögerung ist geringer und bei Actionmotiven steht Ihnen ein besserer Autofokus zur Verfügung (Ai-Servo). Zudem sparen Sie Energie und beugen Bildrauschen vor (in der Liveview kann bei längerem Gebrauch durch Erwärmung das Bildrauschen deutlich ansteigen). |
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was nützen die Customprogramme ? Fortgeschrittene Canon DSLR der ein- und zweistelligen Klasse (Ausnahme sind die 1D-Modelle) verfügen auf dem Programmwahlrad über Customprogramme. Diese mit dem Buchstaben "C" markierten Programme haben gegenüber den übrigen Programmen am Wahlrad einige Vorteile: 1. Sie lassen eine individuelle Vorbelegung des ISO-Wertes zu. Für die übrigen Kreativprogramm (P, AV, TV, M) gilt dagegen, dass ein geänderter ISO-Wert programmübergreifend angewendet wird. In der Praxis können z.B. verschiedene ISO-Werte und die Logik des AV-Programms auf die Customprogramme abgelegt werden und bedarfsweise so stufenweise kürzere Belichtungszeiten dynamisch (erheblich schneller als etwa durch manuelle Verstellung über den ISO-Taster) genutzt werden. 2. Die Customprogramme können mit Einstellungen belegt werden, die unterschiedlichen Motivsituationen gerecht werden: z.B. kann eine Vorbelegung für eingefrorene Actionbewegungen, eine für gezielte Mitzieheffekte und ein dritte (soweit drei C-Programme vorhanden sind) für kontrollierte Tageslicht-Langzeitbelichtungen wie Verwischeffekte an Wasserläufen etc. voreingestellt werden. Der Clou: sie sind mit einem Dreh am Wahlrad sofort verfügbar !
3. Nicht nur Einstellungen wie ISO-Wert,
Blende oder Zeit sondern vielfach auch Menüeinstellungen können auf die
Customprogramme abgelegt werden (z.B. die Spiegelvorauslösung). |
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