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home - Fototechnik - Canon 350D Vergleichstest |
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Mit ihm wird gegenüber dem DIGIC I der 300D die Bildaufbereitung erheblich beschleunigt, Akkulaufzeit-verlängerung und extrem kurze Kameraeinschaltzeiten stehen ebenso auf der Habenseite. Man merkt es der Kamera sofort an, wenn der DIGIC II den Takt angibt - fast alle Funktionen sind beschleunigt und die Arbeit geht erheblich flotter von der Hand. Die wichtige Bildkontrolle unmittelbar nach der Aufnahme wird zumindest |
Bildwechselgeschwindigkeiten bei Jpeg-Aufnahmen |
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beim Durchblättern der Aufnahmen mit knapp der dreifachen Geschwindigkeit (gilt für Jpeg's, für RAW's liegt die Geschwindigkeit etwa beim 4fachen) im Vergleich zur EOS 300D begünstigt.
Wir haben aufgrund des identischen DIGIC II gleiche Anzeigegeschwindigkeiten an EOS 350D zur 20D erwartet, dennoch wurde die Bildanzeige von 350D zur 20D eingehend anhand verschiedener CF-Cards beim Durchblättern, Scrollen und Einzoomen untersucht. Es ergaben sich tatsächlich keine messbaren Unterschiede. Gleiches gilt für die Einschaltgeschwindigkeit, die mit 0,2 Sekunden beide Kameras praktisch unmittelbar einsatzbereit macht. Im Gegensatz dazu benötigt die 300D ganze 2,5 Sekunden, was in spontanen Situationen zuviel sein kann, insbesondere wenn die Kamera aus Energiespargründen aus der Autoabschalten-Wartestellung geweckt werden soll.
Als Ergänzung zum Thema Ergonomie der EOS 20D sei erwähnt, dass sie auch bei der Bildrückschau zu überzeugen weiss, denn für die gängige Praxis, bei der die Aufnahme unmittelbar am kameraeigenen Monitor kontrolliert wird, ist die Playtaste optimal im untersten linken Feld platziert. Im Gegensatz dazu liegt sie an der 350D/300D ein Stockwerk höher über der Löschtaste - eine Position, die nicht ganz so intuitiv erreichbar ist.
Mit 14 Jpeg's und 5 RAW-Aufnahmen bei drei
Aufnahmen je Sekunde platziert sich die 350D
zwischen der EOS 300D (jeweils 4
bei 2,5 Bildern/Sek.) und der EOS 20D (23 Jpegs/6 Raw's bei 5 Bildern/Sek.).
Kommt die Szene Ihres Lebens, werden Sie die EOS 20D mit 23 Jpeg-Reihenaufnahmen
zu schätzen wissen, zumal bei schnell bewegten Motiven selten alle Aufnahmen
gelingen und sich so eine grössere Auswahl für die Bildselektion am Computer
anbietet.
Wird jedoch eine längere Sequenz von 30 Sekunden betrachtet, so relativieren sich die Unterschiede von EOS 350D und 20D, denn dort erreicht die 350D mit 47 Aufnahmen fast die gleiche Leistung wie es die 20D mit 50 Bildern schafft. Grund ist die deutlich kürzere Zwischenspeicherzeit von 6,5 Sekunden gegenüber den 11,5 Sekunden der 20D. Die Leistung der 300D liegt mit 22 Aufnahmen unter 50% ihrer Schwestermodelle.

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Die Aufnahmeleistung von EOS 350D und 20D gleichen sich - trotz der nominell deutlichen Unterschiede von 14 zu 23 Serienbildern - im Jpeg-Format einander an, wenn sie über einen längeren Zeitabschnitt betrachtet werden. Die 300D liegt bei unter 50% der 350D/20D-Leistung. |
Viele ambitionierte Fotografen setzen allerdings auch das RAW-Format ein, da es den Dynamikumfang des CMOS erst voll ausnutzt und durch nachträgliche Parameterveränderung mehr Spielraum für verlustfreiere Bildmanipulationen eröffnet (nähere Infos siehe hier). Hier kann die 350D trotz 1 RAW-Aufnahme weniger etwa mit der 20D gleichziehen - wird anstelle einer 30-sekündigen Zeitspanne jedoch eine Minute betrachtet, so liegt sie aufgrund der um 5 Sekunden kürzeren Zwischenspeicherzeit sogar noch vor der 20D.
Die 300D bietet zwar nominell auch 4 RAW-Serienbilder an, jedoch ist die Bufferung weniger intelligent, so dass extrem lange Zwischenspeicherzeiten die Leistung auf unter 30% gegenüber ihren Geschwistern drückt.

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Wie im Jpeg-Format zeigt sich auch im RAW-Format eine vergleichbare Speicherleistung der EOS 350D zur 20D, während die 300D durch extrem lange Speicherzeiten zwischen den Aufnahmesequenzen nur etwa 28% der Leistung von 350D und 20D erreicht. |
Sie können das jeweilige Auslösegeräusch direkt anspielen, indem Sie sich
folgendes MP3 anhören.
Nicht unerwähnt sollte natürlich sein, dass die 20D unüberhörbar den höchsten
Geräuschpegel erzeugt. Die 350D bewegt sich noch im recht gut verträglichen
Mittelfeld, um auch in geräuschkritischeren Aufnahmesituationen nicht allzu
störend zu wirken.
Einsteiger wundern sich manchmal bei Sichtung der Bildergebnisse am Computer,
dass die
Landschaftsaufnahme mit hohem Lichtkontrast misslungen ist, weil
entweder der Himmel zeichnungslos oder der Bodenbereich zu dunkel abgebildet
wurde. Schuld daran ist der Bildsensor, der mit seinem Kontrastumfang dem
menschlichen Auge bei weitem nicht das Wasser reichen kann und mit seinen
etwa 8 Blendenstufen schnell überfordert ist.
Ob und wie sich der Dynamikumfang der 3 Kameras voneinander unterscheidet wurde anhand eines kontrastreichen Motivs sowohl für das Jpeg- als auch das RAW-Format für den hellen Bereich untersucht.
Hier zeigen sich vor allem Unterschiede zur EOS 300D, die schneller überstrahlt und damit weniger Zeichnung in den Lichtern übrig lässt als die beiden Schwestermodelle 350D/20D.
Unterschiede zwischen der EOS 350D zur 20D konnten im Test nicht ermittelt werden, bei dem es darum ging, die überstrahlten Flächen in der Gesichtspartie des Hasen durch Softwarenachbearbeitung soweit wie möglich abzusenken, um lediglich den zeichnungslosen Bereich herauszuarbeiten wie nachfolgend gezeigt wird:

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Die zeichnungslosen, weissen Flächen im Gesicht des Hasen sind an der 300D am weitesten ausgedehnt, während sich die Aufnahmen von EOS 350D und 20D praktisch nicht voneinander unterscheiden. Das RAW-Format ist im Vergleich zu Jpegs noch toleranter gegen Überstrahlungen und auch hier kommt nach Belichtungskorrektur deutlich mehr Zeichnung an der 350D/20D gegenüber der 300D zum Vorschein. |
Zwischenfazit Bildrauschen und Bildprozessing
Wenngleich der Bonus der höheren Pixelzahl von EOS 350D und 20D gerne mitgenommen wird, so spielen die beiden Modelle gegenüber der 300D ihren Trumpf vor allem mit rauschfreieren Bildergebnissen in höheren Isowertbereichen aus. Kürzere Einschaltzeiten, schnelleres Bildbrowsing und höhere Serienbildsequenz sind dem DIGIC II zu verdanken mit dem sich der Fotograf gegenüber der 300D spürbar auf der Überholspur bewegt.
Die Unterschiede beim Bildprozessing zwischen 350D und 20D sind geringfügig. Rauscht die 20D bei ISO 1.600 geringer als die 350D so ändert sich das Verhältnis zugunsten der 350D bei Langzeitaufnahmen, wenn auf die doch recht zeitintensive Rauschunterdrückung verzichtet wird. Auch die Serienbildsequenz gleicht sich einander an, wenn mehr als nur eine kurze Sequenz abgefeuert wird. Beim Dynamikumfang zeigen beide Modelle identische Ergebnisse und liegen deutlich vor der EOS 300D.
weiter zum 4. Teil: Autofokus, Auslöser, Blitz
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Wozu eigentlich das RAW-Format ? Das RAW-Format bietet gegenüber JPEG-Aufnahmen zwei wesentliche Vorteile: es ermöglicht feiner aufgelöste Details und ausgebrannte Lichter oder zu dunkle Bildpartien können im RAW-Konvertierungsprogramm erheblich besser als im JPEG-Format rekonstruiert werden.
Nachteile des Rohdatenformats: Es ist idR 2,5x so speicherintensiv, verbraucht daher nicht nur mehr Speicherplatz sondern auch mehr AKKU-Power, muss erst noch entwickelt werden und im Serienbildmodus ist die unverzögerte Erstsequenz reduziert. Was also tun? Empfehlenswert ist eine flexible Handhabung. Nutzen Sie bei einmaligen Aufnahmesituationen das RAW-Format und bei "Allerweltsmotiven" bzw. wiederholbaren Aufnahmen das JPEG-Format ! Übrigens: Die Kameratests führen wir auf Traumflieger.de im RAW-Format durch. Tests im JPEG-Format werden u.E. den Kameras nicht gerecht und taugen nur als ergänzende Information (testet Ihre bevorzugte Foto-Fachzeitschrift im RAW-Format ?). |
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wie erzeugt Canon die kleineren Bildformate ? Neben dem grossem Bildformat (JPEG-Large oder RAW) bieten Canon DSLR kleine Formate (z.B. JPEG M oder S) oder Videoformate mit geringerer Auflösung. Doch wie werden sie erzeugt ? Oft wird vermutet, dass Canon Pixel-Binning (to bin = gruppieren) nutzt. Dabei wird die Ladung mehrerer Pixel zu einer einzigen zusammengefasst. Dies würde jedoch Probleme beim Demosaiking (Entwicklung der Bildrohdaten) bereiten, denn jedem Pixel ist ein RGB-Farbfilter (Stichwort "Bayer-Pattern") vorgelagert, der beim Binning nicht mehr ausdifferenziert würde. Genausowenig nutzt Canon eine reduzierte Sensorfläche für die kleineren Formate, denn hierdurch würden unterschiedliche Bildwirkungen (z.B. höhere Schärfentiefe) resultieren. Canon macht u.W. zwar keine konkrete Aussage, höchstwahrscheinlich werden die kleinen Formate jedoch schlicht durch kamerainterne Rechenvorgänge erzeugt (Interpolation). |
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